• 15.07.2014, 09:29:34
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  • OTS0022 OTW0022

Neues Mietrecht erforderlich - Maklerleistungen weiter fair verteilen

Immobilienmakler arbeiten für Vermieter und Mieter, daher sollen auch beide diese Leistungen bezahlen

Utl.: Immobilienmakler arbeiten für Vermieter und Mieter, daher
sollen auch beide diese Leistungen bezahlen =

Wien (OTS) - Der Obmann der Fachgruppe Wien der Immobilientreuhänder,
Michael Pisecky, fordert die Beibehaltung der fairen und langjährig
bewährten Praxis, dass Maklerleistungen von Vermieter und Mieter zu
bezahlen sind. Die Maklerprovision ist eine Gebühr, die Leistungen
des Maklers gegenüber Vermieter und Mieter abdeckt und somit die
Interessen beider Seiten garantiert. Eine Beibehaltung dieser
Regelung verhindert, dass Mieter künftig einen entscheidenden
Nachteil erfahren und zu zweitklassigen Bittstellern werden. Wenn
Makler nur noch die Vermieter vertreten, verlieren Mieter an
Sicherheit und Schutz, zusätzlich gehen Transparenz und
Marktüberblick verloren. Auch besteht die Gefahr, dass die
Vermittlung künftig ohne geprüfte Makler abgewickelt wird. Mieter
wären dann mit Personen ohne jeden gesetzliche Rahmen - von
Versicherung bis Gewährleistung - konfrontiert.

Bereits jetzt arbeiten die Makler auf eigenes Risiko und bringen hohe
Vorleistungen. Millionen von Daten und Fotos zu Immobilien werden von
Maklern aufbereitet und sind jederzeit von Wohnungssuchenden
kostenfrei online abrufbar. Derzeit sind das österreichweit über
100.000 Immobilien. Alle Informations- und Beratungsleistungen, die
aufwendigen Besichtigungstermine und das zur Verfügung stehen der
Makler während des gesamten Entscheidungsprozesses ist für
Wohnungssuchende mit keinerlei Kosten verbunden. Lediglich wer den
Miet- oder Kaufvertrag letztendlich unterschreibt, bezahlt die
Maklerleistungen.

Michael Pisecky: "Wir fordern, dass die Kosten für die
Maklerleistungen fair zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt
bleiben. Beim Immobilienkauf bzw. der Miete prallen unterschiedliche
Interessen aufeinander. Damit beide Parteien zufrieden sind ist es
wichtig, sich unabhängiger Profis zu bedienen. Nur geprüfte
Immobilienmakler haben umfangreiche gesetzliche Vorgaben zu erfüllen,
die erst vor kurzem durch die Einführung der
Verbraucherrechte-Richtlinie erheblich erweitert wurden. Diese
Leistungen kommen Vermietern und Mietern zugute und sind daher von
beiden zu bezahlen."

Makler nicht für nicht nachvollziehbare Mietpreisregelung
verantwortlich machen

Einzelfälle, wie sie z.B. von der AK als Grund für eine Änderung der
aktuellen Regelung hergenommen werden, sind angesichts der
zig-tausenden funktionierenden Fälle zu vernachlässigen und dienen
nur der Verunsicherung der Mieter. Des Weiteren ist nicht einzusehen,
dass Makler für eine unklare gesetzliche Mietpreisbildung, die selbst
für Sachverständige nicht nachzuvollziehen ist, zur Verantwortung
gezogen werden.

Pisecky: "Das aktuelle Mietrechtsgesetz ist zu intransparent und
selbst für Experten oft nicht zu durchblicken. Da sich die
Provisionshöhe an den Mieten orientiert, wird von Kritikern versucht
die Makler für diese Situation zur Verantwortung zu ziehen. Dies ist
unfair und abzulehnen. Nicht zuletzt hat sogar die Wiener MA 25 die
Lagezuschläge in der Bundeshauptstadt erhöht, da sie aufgrund der
Differenzen zu Gutachten von Sachverständigen dazu gezwungen wurden.
Nicht Makler-Bashing sondern ein neues Wohnrecht ist die Lösung."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BTT

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