- 13.07.2014, 08:00:32
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ORF-III-Dokumontag: Politische Attentate 1914/34/44
Außerdem: Dokus "Natur unter Beschuss: Ökologische Folgen des Krieges" und "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen" über das Wiener Kulturleben 1945
Utl.: Außerdem: Dokus "Natur unter Beschuss: Ökologische Folgen des
Krieges" und "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen" über das
Wiener Kulturleben 1945 =
Wien (OTS) - Im Zeichen historischer politischer Attentate des 20.
Jahrhunderts steht der ORF-III-Dokumontag am 14. Juli 2014 ab 20.15
Uhr. Die Jahre 1914, 1934 und 1944 waren geprägt von spektakulären
Anschlägen und Putschversuchen, die entweder tatsächlich entscheidend
in den Verlauf der Geschichte eingegriffen haben oder nach wie vor zu
Spekulationen führen, was geschehen wäre, wenn ... Zum Auftakt
dokumentiert "Sarajevo 1914. Ein Attentat und die Folgen" Gavrilo
Princips Tat, die bis heute als Auslöser des Ersten Weltkriegs gilt.
Danach beleuchtet "Attentat auf Engelbert Dollfuß - Eine Biografie"
(21.00 Uhr) eine der wohl ambivalentesten Figuren der
österreichischen Zeitgeschichte. Die beiden Dokumentationen
"Operation Walküre - Attentat auf Hitler" (21.50 Uhr) und "Der letzte
Kronzeuge Stauffenbergs: Carl Szokoll und die Zivilcourage" (22.40
Uhr) behandeln dann jenes Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944, das,
obwohl es misslang, eines der spannendsten Kapitel der Geschichte des
Zweiten Weltkriegs darstellt.
Im Anschluss nähert sich ORF III dem Thema Krieg von einer etwas
anderen Seite: "Natur unter Beschuss: Ökologische Folgen des Krieges"
zeigt um 23.10 Uhr, wie die veränderte Kriegsführung im 20.
Jahrhundert im Laufe der Jahrzehnte immer drastischere Auswirkungen
auf die Umwelt hatte. Und um 23.55 Uhr präsentiert ORF III mit
"Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen" wieder Schätze aus dem
ORF-Archiv, wenn Künstlerlegenden wie u. a. Oskar Werner an die
Wiedergeburt des Wiener Kulturlebens im Jahr 1945 erinnern.
Die Sendungen im Detail:
"Sarajevo 1914. Ein Attentat und die Folgen" (20.15 Uhr)
Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand und
dessen Frau Sophie durch den serbischen Attentäter Gavrilo Princip am
28. Juni 1914 löste in der Folge den Ersten Weltkrieg aus und
markierte damit den Beginn des Zerfalls der alten Ordnung in Europa.
In seiner Dokumentation zeichnet Ernst Trost nach, wie es zum
Attentat kam und wie Europa in einen unheilvollen Krieg schlitterte -
trotz enger verwandtschaftlicher Beziehungen unter den
Herrscherhäusern und starker wirtschaftlicher Verflechtungen zwischen
den Großmächten.
"Attentat auf Engelbert Dollfuß - Eine Biografie" (21.00 Uhr)
Zwanzig Jahre später leitete das Attentat auf Engelbert Dollfuß den
Juliputsch 1934 ein. Engelbert Dollfuß, von Nationalsozialisten
ermordeter Bundeskanzler des österreichischen Ständestaates und
Symbolfigur des Austrofaschismus, spaltet nach wie vor Österreich.
Für die Sozialdemokraten ist er der Mann, der den Schutzbund-Aufstand
mit harter Hand niedergeschlagen hat und deshalb höchstens als
"Arbeitermörder" in die Geschichtsbücher Eingang finden darf. Für
manche Konservative ist er einer der ersten österreichischen Opfer
der Nationalsozialisten. Filmemacher Ernst Trost versucht, den
Politiker Engelbert Dollfuß abseits der Klischees zu zeichnen.
"Stauffenberg - Die wahre Geschichte" erzählt auch ein "Universum
History" am Freitag, dem 18. Juli, um 22.40 Uhr in ORF 2.
"Operation Walküre - Attentat auf Hitler" (21.50 Uhr) und "Der letzte
Kronzeuge Stauffenbergs: Carl Szokoll und die Zivilcourage" (22.40
Uhr)
Im Juli 2014 ist es 70 Jahre her, dass das von Claus Schenk Graf von
Stauffenberg geplante Attentat auf Adolf Hitler misslang. Anhand von
seltenem Film- und Fotomaterial folgt die Dokumentation der
Dramaturgie des geplanten Attentats und rekonstruiert minutengenau
jeden Schritt der in den Verschwörungsplan eingeweihten Personen. Um
General Stauffenbergs Attentat auf Adolf Hitler geht es auch in "Der
letzte Kronzeuge Stauffenbergs: Carl Szokoll und die Zivilcourage".
Der Anführer der Widerstandskämpfer wurde mit fast allen seinen
Verbündeten hingerichtet. Einige der zentralen Mittelsmänner der
Operation Walküre blieben unentdeckt - darunter auch der Österreicher
Major Carl Szokoll, der in der damaligen Ostmark die Verschwörung
gegen das NS-Regime geleitet hatte.
"Natur unter Beschuss: Ökologische Folgen des Krieges" (23.10 Uhr)
Eine Schlacht ist die intensivste Form des Ressourcenverbrauchs. Das
oberste Ziel im Krieg ist es, den Gegner zu schwächen - dies auch,
indem man seine Lebensgrundlagen zerstört. Wirklich "nachhaltig"
geschah dies erstmals im Ersten Weltkrieg. Die Strategie der
Vernichtung von Umwelt setzte sich im Zweiten Weltkrieg fort und
gipfelte im Vietnamkrieg. Die Spuren eines Ökozids, der fast ein
halbes Jahrhundert zurückliegt, erzählen von den dramatischen
Spätfolgen von "Agent Orange". Selbst ein Krieg, der nie geführt
wurde, hat riesige Gebiete für Jahrtausende verseucht: der Kalte
Krieg. Atomwaffentests und die Verklappung von Hunderten Tonnen
radioaktiven Mülls waren Kollateralschäden im Wettrüsten der
Supermächte.
"Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen: Wiedergeburt der
Kulturhauptstadt" (23.55 Uhr)
Legendäre Stars der Wiener Staatsoper und des Burgtheaters sprechen
in diesen restaurierten Archivaufzeichnungen über Untergang und
Wiedergeburt der Kulturhauptstadt Wien im Frühjahr 1945. Irmgard
Seefried, Sena Jurinac, Leonie Rysanek, Anton Dermota und Oskar
Werner erinnern sich an die historischen Meilensteine dieses Wunders:
an ein Brahms-"Requiem" am Karfreitag, dem 20. März, "Figaros
Hochzeit" am 1. Mai und "Fidelio" am 6. Oktober 1945.
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