• 12.07.2014, 11:57:45
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Kirche prüft Ausstieg aus Bankhaus Schelhammer & Schattera

P. Erhard Rauch von den Ordensgemeinschaften bestätigt als Mehrheitseigentümer ergebnisoffene Suche und Entscheidung im Herbst - Bankhaus soll weiterhin Spezialist für ethische Veranlagung bleiben

Utl.: P. Erhard Rauch von den Ordensgemeinschaften bestätigt als
Mehrheitseigentümer ergebnisoffene Suche und Entscheidung im
Herbst
- Bankhaus soll weiterhin Spezialist für ethische Veranlagung
bleiben =

Wien, 12.07.14 (KAP) Die Superiorenkonferenz der männlichen
Ordensgemeinschaften Österreichs prüft als Mehrheitsaktionär den
Ausstieg aus dem Bankhaus Schelhammer & Schattera. Das bestätigte
der Generalsekretär der Superiorenkonferenz, Pater Erhard Rauch, am
Samstag gegenüber "Kathpress" und nahm damit Bezug auf einen
aktuellen Bericht der Tageszeitung "Die Presse". "Spätestens bis
Herbst wollen wir eine Entscheidung über die Neubesetzung des
Vorstands und über den teilweisen oder ganzen Verkauf unserer
Beteiligungen treffen", so Rauch, der auch ein Halten der
Beteiligung im bisherigen Umfang nicht ausschloss. Schon seit
einiger Zeit liefen Sondierungen, die "absolut ergebnisoffen sind,
weil auch kein aktueller Druck oder wirtschaftlicher Anlass gegeben
ist."

Als Grund für die laufende Neuorientierung nannte Rauch den
"zunehmende Regulierungsdruck", der zu "überproportionalen
Belastungen bei kleinen Privatbanken und damit zu überbordenden
massiven Kosten" führe. Von daher wollten die Ordensgemeinschaften
die Führung des Bankhauses abgeben und einen strategischen Partner
suchen. Ziel sei die Aufrechterhaltung des Geschäftsmodells als
"Spezialist und Marktführer im Bereich ethischer-nachhaltiger
Finanzprodukte".

Das Bankhaus Schelhammer & Schattera ist Wiens älteste Privatbank
und wurde 1832 gegründet. 15 Prozent der Bank sind in privaten
Händen, Mehrheitseigentümer ist die Superiorenkonferenz der
männlichen Ordensgemeinschaften mit 54 Prozent. Die restlichen 31
Prozent halten andere kirchliche Einrichtungen in Österreich. Die
Bilanzsumme des Bankhauses beläuft sich per 31.12.2013 auf 712,5
Mio. Euro. Das Bankhaus hält noch immer 5,31 Prozent an den Casinos
Austria und will sich laut eigenen Angaben schon seit längerem unter
wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen davon trennen.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) pwu/

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