Kirche prüft Ausstieg aus Bankhaus Schelhammer & Schattera

P. Erhard Rauch von den Ordensgemeinschaften bestätigt als Mehrheitseigentümer ergebnisoffene Suche und Entscheidung im Herbst - Bankhaus soll weiterhin Spezialist für ethische Veranlagung bleiben

Wien, 12.07.14 (KAP) Die Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs prüft als Mehrheitsaktionär den Ausstieg aus dem Bankhaus Schelhammer & Schattera. Das bestätigte der Generalsekretär der Superiorenkonferenz, Pater Erhard Rauch, am Samstag gegenüber "Kathpress" und nahm damit Bezug auf einen aktuellen Bericht der Tageszeitung "Die Presse". "Spätestens bis Herbst wollen wir eine Entscheidung über die Neubesetzung des Vorstands und über den teilweisen oder ganzen Verkauf unserer Beteiligungen treffen", so Rauch, der auch ein Halten der Beteiligung im bisherigen Umfang nicht ausschloss. Schon seit einiger Zeit liefen Sondierungen, die "absolut ergebnisoffen sind, weil auch kein aktueller Druck oder wirtschaftlicher Anlass gegeben ist."

Als Grund für die laufende Neuorientierung nannte Rauch den "zunehmende Regulierungsdruck", der zu "überproportionalen Belastungen bei kleinen Privatbanken und damit zu überbordenden massiven Kosten" führe. Von daher wollten die Ordensgemeinschaften die Führung des Bankhauses abgeben und einen strategischen Partner suchen. Ziel sei die Aufrechterhaltung des Geschäftsmodells als "Spezialist und Marktführer im Bereich ethischer-nachhaltiger Finanzprodukte".

Das Bankhaus Schelhammer & Schattera ist Wiens älteste Privatbank und wurde 1832 gegründet. 15 Prozent der Bank sind in privaten Händen, Mehrheitseigentümer ist die Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften mit 54 Prozent. Die restlichen 31 Prozent halten andere kirchliche Einrichtungen in Österreich. Die Bilanzsumme des Bankhauses beläuft sich per 31.12.2013 auf 712,5 Mio. Euro. Das Bankhaus hält noch immer 5,31 Prozent an den Casinos Austria und will sich laut eigenen Angaben schon seit längerem unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen davon trennen.

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