- 12.07.2014, 08:00:32
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"profil": Auffällige Provisionszahlungen rund um Post-Privatisierung 2006
Gemeinschaftsunternehmen von Hochegger, Meischberger und Grasser flossen 150.000 Euro zu
Utl.: Gemeinschaftsunternehmen von Hochegger, Meischberger und
Grasser flossen 150.000 Euro zu =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wirft die unter dem früheren
Finanzminister Karl-Heinz Grasser vollzogene Teilprivatisierung der
Österreichischen Post AG im Mai 2006 neue Fragen auf. Peter
Hocheggers Beratungsgesellschaft Valora AG verrechnete der am
Börsegang beteiligten Investmentbank Raiffeisen Centrobank AG auf
Grundlage eines 2003 geschlossenen Beratervertrages damals eine
Erfolgsprovision in der Höhe von 350.000 Euro netto.
Gemäß Gutachten des Sachverständigen der Staatsanwaltschaft
Matthias Kopetzky wurde in weiterer Folge annähernd die Hälfte der
Summe, exakt 150.000 Euro, von der Valora AG in zwei Tranchen
weitergereicht: an die ursprünglich von Hochegger und Walter
Meischberger gegründete Wiener Valora Solutions GmbH, an welcher
Grasser sich im Februar 2007 zu einem Drittel beteiligt hatte. Dies
auf Grundlage von Rechnungen (Rechnungszweck: "Post-Börsegang"),
deren Gehalt vom Sachverständigen angezweifelt wird: "Rein inhaltlich
erbrachte die Valora Solutions ... keine Leistungen, was schon
zeitlich gesehen auch nicht möglich gewesen wäre, weil die Valora
Solutions erst im Jänner 2007 ... gegründet wurde und überdies keine
Mitarbeiter hatte, welche die Leistungen erbringen hätten können, der
Post-Börsegang jedoch schon im Jahr davor stattgefunden hat." Grasser
hat Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit dem Post-Börsegang in der
Vergangenheit wiederholt in Abrede gestellt. Im
Untersuchungsausschuss 2012 präzisierte er seine Verantwortung
dahingehend, dass er von Verträgen der Solutions "nicht profitiert"
und seine Anteile 2008 um einen Euro an Meischberger verkauft habe.
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