"Thema" über Fußball, Feindschaft und Finale

Am 14. Juli um 21.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert "Thema" am Montag, dem 14. Juli 2014, um 21.10 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:

Fußball, Feindschaft und Finale

Mit dem Fußball-WM-Finale am Sonntag endet ein Ausnahmezustand in den heimischen Wohnzimmern. Insgesamt 6,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher haben mangels eigener Mannschaft zu anderen Nationen gehalten. Dass es gerade "die Deutschen" bis ins Finale geschafft haben, trifft so manche österreichische Fußballfans mitten ins Herz. "Ich gehe davon aus, dass es bei solchen Wettbewerben so etwas wie einen genetischen österreichischen Reflex gibt, alles zu nehmen, was nicht deutsch ist, egal was, sie würden auch zu Nordkorea halten", sagt Tex Rubinowitz. Der deutsche Autor und Karikaturist, gerade erst mit dem Bachmann-Preis ausgezeichnet, lebt seit 30 Jahren in Wien und kennt die tief verwurzelten Ressentiments gegen seine Landsleute gut. Aber gibt es die traditionelle Feindschaft tatsächlich noch immer? Wo stehen die Österreicher tatsächlich, wenn Deutschland am Sonntag Weltmeister wird? Oliver Rubenthaler und Andreas Glantschnig auf den Spuren der deutsch-österreichischen "Freundschaft".

Spielsucht - verpfuschtes Leben und Milliardengeschäft

Viel Geld in kurzer Zeit - die Verlockung des Glücksspiels ist groß. Gerade während der Fußball-WM herrscht Hochkonjunktur bei den Wetten. Unabhängig davon setzt die österreichische Glückspielindustrie bis zu 14 Milliarden Euro pro Jahr um - die geschätzten 14.000 illegalen Spielautomaten nicht eingerechnet. Dahinter stehen tragische Schicksale. "Ich habe alles verloren - am Schluss sogar fast das Leben", erzählt Peter Schumi. Seit drei Jahren macht er eine Therapie. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Spielsüchtigen rasant angestiegen. "Sie spielen auch im realen Leben, spielen mit Menschen, spielen mit Beziehungen", beschreibt Therapeutin Bettina Quantschnig die Symptome der Erkrankung. Ab 2015 müssen die Glücksspielbetreiber ihren Spielerschutz verschärfen. Zoran Dobric hat Spieler getroffen, die offen über ihre Sucht reden und macht einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Glückspielindustrie.

Die Pferdeflüsterin - eine Frau sattelt um

"Ich liebe diese Anmut, Eleganz und Stärke, das hat mich an den Tieren von Kindesbeinen an fasziniert", sagt Eveline Doll. Mit Mitte 40 hat die Journalistin ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und bei den besten Pferdeflüsterern der Welt gelernt. Vor kurzem hat sie ihr Unternehmen gestartet und bietet Persönlichkeits-Coachings mit Pferden an - Neuland in Österreich. Firmen schicken nicht nur ihre Führungskräfte, sondern auch Arbeiterinnen und Arbeiter in den Pferdestall. "Pferde sind ehrlich, sie geben ein klares, wertfreies Feedback, das man ins Berufsleben mitnehmen kann", meint Eveline Doll. Gudrun Kampelmüller hat die Pferdeflüsterin, die sich lieber "Pferdelauscherin" nennt, in Oberösterreich besucht.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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