• 11.07.2014, 11:09:51
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Christina Hochleitner ist FEMtech-Expertin des Monats Juli

Wien (OTS/BMVIT) - Um die Leistungen von Frauen und die Wichtigkeit
von weiblicher Kreativität und der weiblichen Perspektive im
Technologie- und Forschungsbereich sichtbar zu machen, wählt eine
interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury aus hochrangigen
Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und
des Personalmanagements eine herausragende Expertin aus der
FEMtech-Expertinnendatenbank auf dem Gebiet der Forschung und
Technologie zur "FEMtech-Expertin des Monats". Im Juli entschied sich
die FEMtech-Fachjury für die Medientechnikerin Christina Hochleitner
vom Austrian Institute of Technology. ****

Die gebürtige Kärntnerin beschäftigt sich mit Forschung im Bereich
Mensch-Maschine-Interaktion. Mit ihrer Forschungsarbeit will
Hochleitner Technologie nicht nur nutzbar machen, sondern auch
verständlich, intuitiv und als positives Erlebnis für die NutzerInnen
gestalten. Ihren Fokus legt die IKT-Expertin dabei auf die
Erforschung von Informationstechnologie im Zusammenhang mit
menschlichen Werten wie Datenschutz, digitale Sicherheit, Vertrauen,
aber auch auf den Bereich der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes.
Christina Hochleitner erforscht dabei, wie sich
Interaktionsmöglichkeiten (z.B. Gesten, Berührungen, Bewegungen oder
auch Kleidung) auf das Technologieerlebnis der NutzerInnen auswirken.

So untersucht Hochleitner beispielsweise die Forschungsfrage, ob es
möglich ist, Feedback zum Thema Datensicherheit über Kleidung
auszudrücken. Datenschutzinformationen sind oft kompliziert
formuliert und voll von rechtlichen Begriffen. Das ist für die
NutzerInnen nicht immer einfach zu erfassen. Ziel ist es daher,
(sicherheits)kritische Informationen verständlich und intuitiv
aufzubereiten und der Nutzerin/dem Nutzer bessere Kontrolle über
ihre/seine Daten zu geben. Das könnte beispielsweise über die eigene
Kleidung passieren, die sich je nach Login-Sicherheit auf einer
Website farblich verändert oder plötzlich wärmer oder kälter wird.

Hochleitner hat an der FH Oberösterreich in Hagenberg die Zweige
"Medientechnik und -design" sowie "Digitale Medien" abgeschlossen und
ging im Anschluss nach Kopenhagen, um dort an der Aalborg University
Copenhagen "Medialogy" zu studieren. Nach Abschluss ihres Masters in
Kopenhagen absolviert sie seit 2011 ein Doktoratsstudium an der
Universität Salzburg im Bereich "Technische Informatik". Während
ihrer Tätigkeit als Forscherin in verschiedenen Unternehmen war und
ist die Medientechnikerin als Lehrende an der FH Oberösterreich
tätig. Seit kurzem arbeitet Hochleitner beim AIT Austrian Institute
of Technology und vertieft dort ihre Forschung im Bereich Technology
Experience mit dem Fokus auf menschliche Werte in Zusammenhang mit
innovativen Interaktions- und Kommunikationssystemen.

Hochleitner hat sich, motiviert durch ihre Eltern, schon früh für
ein technisches Studium entschieden. Dabei seien ihre Erfahrungen
sowohl in diesem technischen Berufsfeld als auch in der
internationalen Forschung durchaus positiv, sagt die
Medientechnikerin. "Ich wurde lediglich in einigen sehr wenigen
Fällen mit gender-bedingten Vorurteilen konfrontiert. Dennoch ist es
auffällig, dass nach wie vor sehr wenige Kolleginnen in den eher
technischen Projekten involviert sind. Nicht allzu selten bin ich das
einzige oder eines der wenigen weiblichen Mitglieder in
Projektmeetings und Konsortien. Ich finde es äußerst schade, dass
sich dieses Verhältnis in den vergangenen Jahren nicht wesentlich
verbessert hat, und bin daher stark für die Förderung des Interesses
von Mädchen an technischen Berufen bzw. gegen die Verwendung von
einseitigen geschlechtsspezifischen Klischees in der Erziehung." Den
Ausgleich zu ihrer Forschungstätigkeit findet sie beim Lesen,
kreativen Backen und bei der Beschäftigung mit ihren Haustieren.

Alle Informationen auf www.femtech.at

Mit der monatlichen Expertinnenwahl stellt das BMVIT seit März 2005
Frauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank vor, die sich erfolgreich
im Technologie- und Forschungsbereich etabliert haben. Das
ausführliche Porträt der "FEMtech-Expertin des Monats" sowie zur
FEMtech-Expertinnendatenbank finden Sie auf www.femtech.at. (Schluss)

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