Rehm: Autobahnen S1 und S8 nicht genehmigungsfähig!

Neue Alibi - Zeitpläne werden ob des UVP-Krampfes nicht halten

Wien (OTS) - Als "Problemprojekte und Wackelkandidaten" charakterisiert UVP-Experte Wolfgang Rehm von der Umweltorganisation VIRUS die Autobahnprojekte S1 und S8. "Es dauert auch deshalb so lang, weil S1 und S8 in der UVP schon lange durchfallen hätten müssen, ginge alles mit rechten Dingen zu. Weil das aber nicht sein darf, wird eben mit Krampf weitergewurstelt," so Rehm.

Die Umweltorganisation erinnert daran, dass die beiden eng miteinander verknüpften Autbahnbauvorhaben S1-"Lobauautobahn und S8-"Marchfeldschnellstraße" schon seit 2009 bzw. 2011 bei der Verkehrsministerin, sie ist selbst Genehmigungsbehörde, eingereicht sind. Für die S8 hat jetzt nach 3 Jahren die öffentliche Auflage begonnen, wie Rehm betont "punktgenau mitten im Sommer". Mit einer nicht zufälligen Konzentration von Kundmachungen, auch bei der Weinviertelschnellstraße S3 und Linzer Autobahn A26 wurden Edikte veröffentlicht, zeige Verkehrsministerin Bures wenig Bürgernähe. "Nach mehr als müdem Trab ist jetzt per Asfinag-Pressekonferenz scharfer Galopp angesagt worden", so Rehm. Dies solle aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch ohne Probleme geraume Zeit dauere bis ein Projekt alle Verfahren durchlaufen hat. "Wenn man so wie wir die Abfolge der Verfahrensschritte genau kennt, dann ist der jetzt propagierte Baubeginn im Jahre 2016 ein theoretisch möglicher aber nicht sehr realistischer Wert, ich würde niemandem raten darauf zu wetten, dass der Plan hält oder überhaupt gebaut werden kann," erläutert Rehm. Was allerdings über die Standard-Verfahrensschritte hinaus noch anstünde sei, dass jedenfalls die Projekte überarbeitet werden müssten, was jeweils mit monate- bis jahrelangen Verzögerungen verbunden sei. "Wir haben in mehreren Fachbereichen der S1 massive Problembereiche identifiziert, und gehen davon aus dass aufgrund teilweise gemeinsamer Planungen einige davon auch die S8 betreffen, so Rehm. Auch gelte es, die von den Höchstgerichten formulierten Anforderungen beim Lärmschutz zu erfüllen. "Ich glaube nicht dass die mit sich spassen lassen, je länger mit den Änderungen zugewartet wird desto mehr Zeit muss dann hinterher aufgewendet werden," so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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