- 10.07.2014, 07:00:33
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NEWS: Die geheimen Konten der Ex-Hypo-Bosse
Schwerer Verdacht der Ermittler - Wolfgang Kulterer und Günter Striedinger sollen sich persönlich an der Pleite-Bank bereichert haben.
Utl.: Schwerer Verdacht der Ermittler - Wolfgang Kulterer und Günter
Striedinger sollen sich persönlich an der Pleite-Bank
bereichert haben. =
Wien (OTS) - Vier Jahre intensive Arbeit waren nötig - jetzt liegen
Ermittlungsergebnisse vor, die das Zeug dazu haben, die Causa Hypo
Alpe Adria in einem völlig neuen Licht erscheinen zu lassen. Das
Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe
ausführlich über einen 222 Seiten starken Abschluss-Bericht der SOKO
Hypo zu den Hypo-Kreditfällen "AB Maris" und "Darija". Laut
Ermittlern "besteht der begründete Verdacht, dass die ehemaligen
Vorstände/Machthaber der HAAB/HBInt Mag. Striedinger Günter und Dr.
Kulterer Wolfgang (...) wirtschaftlich hinter den von der HAAB/HBInt.
Kreditfinanzierten Projekten" standen und somit "als die wahren
Profiteure" anzusehen seien. Laut Verdachtslage hätten Kulterer und
Striedinger durch Missbrauch ihrer Befugnisse "einen bis dato nicht
bezifferbaren Vermögensvorteil erlangt".
Das ist eine völlig neue Wendung in der Hypo-Causa. Auch wenn
Kulterer und Striedinger bereits zu mehrjährigen Haftstrafen
verurteilt wurden, war seitens der Behörden bisher nie ernsthaft
davon die Rede, dass sie sich persönlich bereichert hätten. Die
Ermittler stießen nun jedoch auf anonyme "Nummerndepots" bei der
Sparkasse Bludenz, Filiale Lech am Arlberg, die laut SOKO-Bericht
Kulterer und Striedinger zuzurechnen sind. Dort sollen jene Aktien
hinterlegt worden sein, über die die Ex-Hypo-Bosse - laut
Verdachtslage - zu je einem Drittel an den Projekten "AB Maris" und
"Darija" beteiligt waren. Im entsprechenden Zeitraum überwies die
Hypo zumindest 20 Millionen Euro in das Firmenkonstrukt rund um diese
Projektgesellschaften.
Im Rahmen der Ermittlungen stießen die SOKO und die von der Bank
eingerichtete "CSI Hypo" nicht nur auf den erwähnten
Bereicherungsverdacht, sondern entdeckten auch Hinweise auf
unversteuerte Bankguthaben, Schmiergeldzahlungen und eine
millionenschwere Barbehebung in Liechtenstein. Angestoßen wurden die
Ermittlungen im Jahr 2010 durch eine Anzeige der Anwaltskanzlei "Held
Berdnik Astner & Partner", die für die Hypo tätig ist. Kulterer und
Striedinger haben sämtliche Vorwürfe immer bestritten. Sie verwiesen
immer darauf, dass das Projekt 2010 an einen Investor verkauft wurde,
der der Hypo alle offenen Gelder zurückbezahlt hat. Im Umfeld der
Bank geht man jedoch trotzdem davon aus, dass die Hypo bei einer
Bereicherung der Ex-Vorstände um den entsprechenden Betrag geschädigt
worden wäre. Für alle Betroffenen gilt in vollem Umfang die
Unschuldsvermutung.
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