- 07.07.2014, 13:02:45
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Mitterlehner zum Wirtschaftsbericht 2014: Wissensgesellschaft stärken, Standort Österreich weiterentwickeln
BM Mitterlehner will Leitbetriebe und KMU stärken, Bürokratie abbauen und Exporte forcieren - F&E-Investitionen schaffen mehr Wachstum und Arbeitsplätze

Utl.: BM Mitterlehner will Leitbetriebe und KMU stärken, Bürokratie
abbauen und Exporte forcieren - F&E-Investitionen schaffen
mehr Wachstum und Arbeitsplätze =
Wien (OTS/BMWFW) - Wissenschafts-, Forschungs- und
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner präsentierte am Montag in
der Hofburg gemeinsam mit Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler
Finanzminister Michael Spindelegger und Infrastrukturministerin Doris
Bures den Wirtschaftsbericht Österreich 2014. "Der internationale
Wettbewerb wird schärfer, das weltwirtschaftliche Umfeld bleibt
schwierig. Daher müssen wir den Standort weiterentwickeln, die
Wissensgesellschaft stärken und die Unternehmen als Partner beim
Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen. Entscheidend ist
auch, dass wir uns mit Reformen auf der Ausgabenseite Spielraum für
Zukunftsinvestitionen und eine Steuerreform schaffen", sagte
Mitterlehner, der sich für einen gemeinsamen Kraftakt aussprach. "Wir
brauchen einen Ruck nach vorne und kein Gezerre in alle Richtungen."
Standort mit Reformen weiterentwickeln
Neue Impulse wird die unter Federführung Mitterlehners gestartete
Standortstrategie für Leitbetriebe bringen, rund 20 CEOs sind direkt
eingebunden. "Starke Leitbetriebe sichern Wachstum, Beschäftigung und
Innovation und sind in der Wertschöpfungskette eng mit hunderten
kleinen und mittleren Unternehmen vernetzt. Daher müssen wir das
Umfeld für sie schrittweise verbessern", so Mitterlehner. Allein in
Österreich investieren 33 weltmarktführende Leitbetriebe 1,1
Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. 80 Prozent der
Leitbetriebe kooperieren regelmäßig mit Fachhochschulen und
Universitäten als Forschungspartner. Darüber hinaus setzt sich
Mitterlehner für eine ausgewogene Energie- und Klimapolitik auf der
EU-Ebene ein, die den Standort fördert und nicht Abwanderungen
provoziert.
Unternehmen als Partner unterstützen, Bürokratie abbauen
"Um ein stärkeres Wachstum zu ermöglichen, müssen wir ein positives
Umfeld für Investitionen und Gründungen sichern, flexiblere
Arbeitszeiten ermöglichen und vor allem den bürokratischen Aufwand
verringern", verweist Mitterlehner auf aktuelle Schwerpunkte seines
Ressorts. "Daher starten wir eine Entbürokratisierungs-Offensive und
verringern die Zahl der verpflichtend vorgeschriebenen Beauftragten.
Weitere Schritte müssen folgen, damit das Wirtschaften für die
Betriebe wieder einfacher wird. Wir brauchen insgesamt mehr
Servicequalität und Bürgerorientierung", so Mitterlehner. Reformiert
wird auch die Wirtschaftsförderung. "Wir setzen verstärkt auf
zinsgünstige Kredite und Garantien, deren Rückflüsse im Gegensatz zu
Zuschüssen wieder neu verwendet werden können", so Mitterlehner.
Wissensgesellschaft auf allen Ebenen vorantreiben
"Im weltweiten Wettbewerb punkten wir vor allem mit Innovation,
Qualifikation und Kreativität. Daher wollen wir die
Wissensgesellschaft auf allen Ebenen unterstützen", bekräftigte
Mitterlehner, der dafür auch die Verbindung von Wissenschaft,
Forschung und Wirtschaft in einem Ressort bestmöglich nützen will.
"Wir unterstützen jetzt den gesamten Innovationszyklus, von der
aufgestockten Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis
zur Marktanwendung", bekräftigt Mitterlehner. 2014 sollen die
Forschungsausgaben auf den Rekordwert von 9,3 Milliarden Euro
steigen, im EU-Vergleich hat Österreich die fünfthöchste
Forschungsquote. "Unser Ziel ist der Aufstieg zum Innovation Leader.
Grundvoraussetzungen dafür sind eine Weiterentwicklung der Strukturen
und weitere Investitionen in Universitäten, die Fachhochschulen und
die Duale Ausbildung. Dort entscheidet sich unsere Zukunft", so
Mitterlehner.
Internationalisierung forcieren, Exporte in neue Märkte
verstärken
Ein zentraler Wachstumstreiber für Österreich ist der Export, der
nach drei Exportrekorden in Folge auch 2014 um rund fünf Prozent
wachsen soll. "Entscheidend ist, dass wir die Diversifikation der
Exporte weiter forcieren, um Zukunftsmärkte außerhalb Europas zu
erschließen. Wir müssen dorthin gehen, wo das stärkste Wachstum ist,
ohne die traditionellen Märkte zu vernachlässigen", so Mitterlehner.
Um den Export zu unterstützen, stellt das Wirtschaftsministerium 31
Millionen Euro für das Förderprogramm "go international" bereit.
Mittelfristig soll auch die Zahl der Exporteure erstmals auf über
50.000 steigen.
Über den Wirtschaftsbericht Österreich 2014
Der Wirtschaftsbericht Österreich 2014 wurde unter Federführung des
Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministeriums verfasst.
Wesentliche Beiträge und Informationen lieferten Wirtschafts- und
Finanzministerium sowie die weiteren Ressorts der Bundesregierung,
zusätzliche Beiträge kommen unter anderem von EU-Kommission, OECD,
WIFO und IHS. In einem gesonderten Kapitel werden Analysen von
renommierten Ökonomen dargestellt. Auch EU-Kommissar Olli Rehn und
OECD-Generalsekretär Angel Gurria haben Gastbeiträge verfasst.
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