Industrie zu AK: Wissenschaft im Dienst der Ideologie nicht mit Realität verwechseln

IV-GS Neumayer: Folgen verfehlter Politik à la Piketty in Frankreich beobachtbar - AK-Forderungen nach mehr Umverteilung Themenverfehlung - Vermögensteuern wären Mittelstandsteuern

Wien (OTS/PdI) - "Man sollte nicht den Fehler machen, ideologiegeleitete Annahmen mit der Realität zu verwechseln", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Freitag, mit Blick auf aktuelle Forderungen und Veranstaltungen der Arbeiterkammer (AK). "Es ist gleichermaßen bezeichnend und entlarvend, dass sich die AK ausgerechnet Thomas Piketty einlädt. Dessen Analysen werden selbst von der Sozialdemokratie nahestehenden Ökonomen, wie etwa Heiner Flassbeck, als falsch verworfen. In Frankreich kann man die Folgen einer solch fehlgeleiteten Politik im Übrigen in der realen Welt betrachten." Piketty hatte in Frankreich als Vordenker der Sozialistischen Partei die Linie eben jener Politik vorgezeichnet, die maßgeblich mitverantwortlich für die aktuelle wirtschaftliche Misere des Landes ist. "Gerade in Österreich, dem Umverteilungseuropameister und Höchststeuerland, sind die immer gleichen Umverteilungsphantasien der AK reine Themenverfehlung, die in Wahrheit nur Arbeitsplätze vernichten würden", so Neumayer.

Gerade in der aktuellen Steuerdebatte sei der AK mehr Realitätssinn dringend angeraten: "Wer glaubt, mit Vermögensteuern eine 'Entlastung aller' finanzieren zu können, der sollte das Kind auch beim Namen nennen: Das nötige Volumen wäre, wenn überhaupt, nur erreichbar, wenn man massiv den Mittelstand und die Unternehmen belasten würde. Eingriffe in Betriebsvermögen kosten aber Jobs und eine noch höhere Steuerbelastung ist sowieso niemandem mehr zumutbar", betonte der IV-Generalsekretär. Österreich habe kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Früher hätten sich AK und Co. immer auf Schweden berufen. "Inzwischen ist unsere Abgabenbelastung höher als in Schweden. Gleichzeitig steigt unsere Verschuldung stetig in Richtung 80 Prozent, während Schweden seine Schulden konsequent verringert, Tendenz 40 Prozent. Wir können gerne von den Schweden lernen, aber richtig: Strukturen reformieren und nachhaltig wirtschaften und nicht ineffiziente und veraltete Strukturen auf Pump krampfhaft erhalten."

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