• 04.07.2014, 11:41:11
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Industrie zu AK: Wissenschaft im Dienst der Ideologie nicht mit Realität verwechseln

IV-GS Neumayer: Folgen verfehlter Politik à la Piketty in Frankreich beobachtbar - AK-Forderungen nach mehr Umverteilung Themenverfehlung - Vermögensteuern wären Mittelstandsteuern

Utl.: IV-GS Neumayer: Folgen verfehlter Politik à la Piketty in
Frankreich beobachtbar - AK-Forderungen nach mehr Umverteilung
Themenverfehlung - Vermögensteuern wären Mittelstandsteuern =

Wien (OTS/PdI) - "Man sollte nicht den Fehler machen,
ideologiegeleitete Annahmen mit der Realität zu verwechseln", so der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph
Neumayer, heute, Freitag, mit Blick auf aktuelle Forderungen und
Veranstaltungen der Arbeiterkammer (AK). "Es ist gleichermaßen
bezeichnend und entlarvend, dass sich die AK ausgerechnet Thomas
Piketty einlädt. Dessen Analysen werden selbst von der
Sozialdemokratie nahestehenden Ökonomen, wie etwa Heiner Flassbeck,
als falsch verworfen. In Frankreich kann man die Folgen einer solch
fehlgeleiteten Politik im Übrigen in der realen Welt betrachten."
Piketty hatte in Frankreich als Vordenker der Sozialistischen Partei
die Linie eben jener Politik vorgezeichnet, die maßgeblich
mitverantwortlich für die aktuelle wirtschaftliche Misere des Landes
ist. "Gerade in Österreich, dem Umverteilungseuropameister und
Höchststeuerland, sind die immer gleichen Umverteilungsphantasien der
AK reine Themenverfehlung, die in Wahrheit nur Arbeitsplätze
vernichten würden", so Neumayer.

Gerade in der aktuellen Steuerdebatte sei der AK mehr
Realitätssinn dringend angeraten: "Wer glaubt, mit Vermögensteuern
eine 'Entlastung aller' finanzieren zu können, der sollte das Kind
auch beim Namen nennen: Das nötige Volumen wäre, wenn überhaupt, nur
erreichbar, wenn man massiv den Mittelstand und die Unternehmen
belasten würde. Eingriffe in Betriebsvermögen kosten aber Jobs und
eine noch höhere Steuerbelastung ist sowieso niemandem mehr
zumutbar", betonte der IV-Generalsekretär. Österreich habe kein
Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Früher hätten sich AK und
Co. immer auf Schweden berufen. "Inzwischen ist unsere
Abgabenbelastung höher als in Schweden. Gleichzeitig steigt unsere
Verschuldung stetig in Richtung 80 Prozent, während Schweden seine
Schulden konsequent verringert, Tendenz 40 Prozent. Wir können gerne
von den Schweden lernen, aber richtig: Strukturen reformieren und
nachhaltig wirtschaften und nicht ineffiziente und veraltete
Strukturen auf Pump krampfhaft erhalten."

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