• 04.07.2014, 09:52:59
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Schultes: Unsere Energie ist krisensicher und schafft wertvolle Arbeitsplätze

Die wichtigste Energie kommt in Österreich von unseren Wäldern und Feldern

Utl.: Die wichtigste Energie kommt in Österreich von unseren Wäldern
und Feldern =

Wien (OTS) - "Weder die Russen noch die Ölscheichs können unsere
Energieversorgung garantieren. Nur mit erneuerbarer Energie aus
unserem Lebensraum können wir uns von den immer erdrückenderen
Abhängigkeiten befreien. Und da leistet die Bioenergieproduktion
einen sehr wertvollen Beitrag. Schon heute sind biogene Energieträger
die wichtigste heimische Energiequelle; noch vor Wasserkraft und weit
vor Windkraft oder Photovoltaik. Wir können mehr: Wir liefern
Brennholz, Hackgut oder Pellets für die Wärme, Biogas für Strom und
Wärme sowie Biomethan, Bioethanol, Biodiesel oder Pflanzenöl als
Treibstoff. Wir wollen für unsere Kunden und für ein besseres Klima
die Potenziale von Wald und Feld intelligent nutzen", erklärte
Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich im
Rahmen des Symposiums "Unsere Energie - Wir können mehr".

Krisensichere Energie aus der Region liefern statt um Gas- und
Ölversorgung zittern

"Fast die Hälfte der bei uns erzeugten Energie stammt aus Pflanzen
unserer Wälder und Felder. Die jährliche Bioenergie-Menge erreicht
schon 255 Petajoule (PJ), das entspricht etwa 6 Mio. t Erdöl oder 7
Mrd. m3 Erdgas. Aus der Land- und Forstwirtschaft kommt 2,5-mal so
viel Energie, wie aus der gesamten österreichischen Öl- und
Gasproduktion. Wir leisten daher einen ganz wichtigen Beitrag zur
krisensicheren Energieversorgung. Bedeutend sind dabei Scheitholz,
Hackgut und Pellets für die sichere Wärmeversorgung im nächsten
Winter", so Schultes.

Wertvolle Arbeitsplätze bei uns schaffen statt Milliarden in
Terrorgebiete pumpen

"Durch erneuerbare Energien wurden in der EU über 1.200.000
Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Mit fast 500.000
Arbeitsplätzen trägt die Bioenergie den Hauptteil dieser positiven
Beschäftigungsdynamik. Produkte aus der Land- und Forstwirtschaft
sind in allen Energiebereichen einsetzbar, in der Wärmeerzeugung, im
Verkehrsbereich sowie in der kombinierten Wärme- und Stromproduktion.
Dabei entstehen nicht nur kurzfristige Effekte durch die Investition,
sondern der laufende Betrieb sichert Arbeitsplätze langfristig ab.
Nach einer Studie der TU Wien haben erneuerbare Energietechnologien
in Österreich einen Beschäftigungseffekt von etwa 40.000
Arbeitsplätzen, mehr als 50% davon entstehen durch die
Energieerzeugung aus Pflanzenmaterial. Dieses Potenzial gilt es
weiter auszubauen. Statt immer mehr Milliarden für Öl- und Gasimporte
in Krisen- und Terrorregionen zu pumpen, brauchen wir verbesserte
Rahmenbedingungen bei allen erneuerbaren Energien sowie eine Stärkung
der Forschung und Entwicklung", zeigte sich der LK-Präsident
überzeugt.

Den Enkeln die Zukunft sichern statt Ressourcen für immer
verbrauchen

"Die Land- und Forstwirtschaft unterscheidet sich von der
Mineralöl- und Gaswirtschaft in wesentlichen Punkten. Wir fühlen uns
den nachfolgenden Generationen verpflichtet. Daher nutzen wir unsere
Produktionsgrundlagen nachhaltig und unsere Arbeitsmethoden sind
enkeltauglich, wie das Beispiel Wald zeigt. Wir nutzen nur so viel
Holz, wie wieder nachwächst. Daher wird durch Bioenergie das Klima
nicht belastet. CO2 ist ein wichtiger Baustein des Pflanzenwachstums
und bleibt im Kreislauf. Die Mineralölwirtschaft hingegen nutz
Jahrmillionen alte Reserven aus immer tieferen Schichten ohne
Rücksicht auf Umwelt und künftige Generationen. Investiert wird bei
Erdöl und Erdgas nur in die Ausbeutung. Einmal verbrannt, ist fossile
Energie für immer weg und als fossiles CO2 in der Atmosphäre eine
große Klimalast. Um den Enkeln die Zukunft zu sichern, müssen wir weg
von der Importabhängigkeit bei Öl und Gas und das System konsequent
in Richtung erneuerbare Energien umbauen. Die Land- und
Forstwirtschaft kann dazu einen wesentlichen Beitrag mit
Wertschöpfung, Einkommen und Arbeitsplätzen für Österreich leisten",
stellte Schultes fest.
(Schluss)

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