Schultes: Unsere Energie ist krisensicher und schafft wertvolle Arbeitsplätze

Die wichtigste Energie kommt in Österreich von unseren Wäldern und Feldern

Wien (OTS) - "Weder die Russen noch die Ölscheichs können unsere Energieversorgung garantieren. Nur mit erneuerbarer Energie aus unserem Lebensraum können wir uns von den immer erdrückenderen Abhängigkeiten befreien. Und da leistet die Bioenergieproduktion einen sehr wertvollen Beitrag. Schon heute sind biogene Energieträger die wichtigste heimische Energiequelle; noch vor Wasserkraft und weit vor Windkraft oder Photovoltaik. Wir können mehr: Wir liefern Brennholz, Hackgut oder Pellets für die Wärme, Biogas für Strom und Wärme sowie Biomethan, Bioethanol, Biodiesel oder Pflanzenöl als Treibstoff. Wir wollen für unsere Kunden und für ein besseres Klima die Potenziale von Wald und Feld intelligent nutzen", erklärte Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich im Rahmen des Symposiums "Unsere Energie - Wir können mehr".

Krisensichere Energie aus der Region liefern statt um Gas- und Ölversorgung zittern

"Fast die Hälfte der bei uns erzeugten Energie stammt aus Pflanzen unserer Wälder und Felder. Die jährliche Bioenergie-Menge erreicht schon 255 Petajoule (PJ), das entspricht etwa 6 Mio. t Erdöl oder 7 Mrd. m3 Erdgas. Aus der Land- und Forstwirtschaft kommt 2,5-mal so viel Energie, wie aus der gesamten österreichischen Öl- und Gasproduktion. Wir leisten daher einen ganz wichtigen Beitrag zur krisensicheren Energieversorgung. Bedeutend sind dabei Scheitholz, Hackgut und Pellets für die sichere Wärmeversorgung im nächsten Winter", so Schultes.

Wertvolle Arbeitsplätze bei uns schaffen statt Milliarden in Terrorgebiete pumpen

"Durch erneuerbare Energien wurden in der EU über 1.200.000 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Mit fast 500.000 Arbeitsplätzen trägt die Bioenergie den Hauptteil dieser positiven Beschäftigungsdynamik. Produkte aus der Land- und Forstwirtschaft sind in allen Energiebereichen einsetzbar, in der Wärmeerzeugung, im Verkehrsbereich sowie in der kombinierten Wärme- und Stromproduktion. Dabei entstehen nicht nur kurzfristige Effekte durch die Investition, sondern der laufende Betrieb sichert Arbeitsplätze langfristig ab. Nach einer Studie der TU Wien haben erneuerbare Energietechnologien in Österreich einen Beschäftigungseffekt von etwa 40.000 Arbeitsplätzen, mehr als 50% davon entstehen durch die Energieerzeugung aus Pflanzenmaterial. Dieses Potenzial gilt es weiter auszubauen. Statt immer mehr Milliarden für Öl- und Gasimporte in Krisen- und Terrorregionen zu pumpen, brauchen wir verbesserte Rahmenbedingungen bei allen erneuerbaren Energien sowie eine Stärkung der Forschung und Entwicklung", zeigte sich der LK-Präsident überzeugt.

Den Enkeln die Zukunft sichern statt Ressourcen für immer verbrauchen

"Die Land- und Forstwirtschaft unterscheidet sich von der Mineralöl- und Gaswirtschaft in wesentlichen Punkten. Wir fühlen uns den nachfolgenden Generationen verpflichtet. Daher nutzen wir unsere Produktionsgrundlagen nachhaltig und unsere Arbeitsmethoden sind enkeltauglich, wie das Beispiel Wald zeigt. Wir nutzen nur so viel Holz, wie wieder nachwächst. Daher wird durch Bioenergie das Klima nicht belastet. CO2 ist ein wichtiger Baustein des Pflanzenwachstums und bleibt im Kreislauf. Die Mineralölwirtschaft hingegen nutz Jahrmillionen alte Reserven aus immer tieferen Schichten ohne Rücksicht auf Umwelt und künftige Generationen. Investiert wird bei Erdöl und Erdgas nur in die Ausbeutung. Einmal verbrannt, ist fossile Energie für immer weg und als fossiles CO2 in der Atmosphäre eine große Klimalast. Um den Enkeln die Zukunft zu sichern, müssen wir weg von der Importabhängigkeit bei Öl und Gas und das System konsequent in Richtung erneuerbare Energien umbauen. Die Land- und Forstwirtschaft kann dazu einen wesentlichen Beitrag mit Wertschöpfung, Einkommen und Arbeitsplätzen für Österreich leisten", stellte Schultes fest.
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