• 03.07.2014, 13:09:45
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AK Angelo zu Ökostrom: "Endlich umdenken, statt Förderungen ohne Ende"

Die AK erteilt klare Absage an weitere Belastungen für die Haushalte

Utl.: Die AK erteilt klare Absage an weitere Belastungen für die
Haushalte =

Wien (OTS) - "Die Förderpolitik bei Ökostrom ist dringend zu
überdenken", sagt Silvia Angelo, Leiterin der Abteilung
Wirtschaftspolitik in der AK Wien. "Denn wenn nach 13 Jahren an
laufenden Förderungen Windkraftanlagen immer noch nicht marktfähig
sind, dann läuft etwas schief." Mit den Fördergeldern erzielen die
Windraftbetreiber zweistellige Umsatzrenditen, wie AK Analysen
zeigen. Nach Ablauf der Förderzeit sollten sie auch am Markt ohne
staatlich garantierte Abnahmepreise bestehen können. "Es darf keine
überbordenden Renditen mit Konsumentengeldern mehr geben", so Angelo.
Die AK fordert eine Gesamtstrategie in der Energiepolitik, statt
ständiger Einzellösungen. Denn die derzeitige Förderpolitik bringt
das gesamte Energiesystem durcheinander. Eine Energiewende kann nur
gelingen, wenn es einen breiten Konsens gibt, auch mit den
KonsumentInnen.

Denn die Kosten der Ökostromförderung zahlen derzeit zu 40 Prozent
die privaten Haushalte, obwohl sie nur knapp ein Viertel am gesamten
Strom verbrauchen. Von einer durchschnittlichen
Jahres-Stromrechnungen eines Haushaltes fließen heuer bereits 13
Prozent an die Ökostromförderung, im nächsten Jahr sollen die
Förderkosten schon auf 100 Euro pro Jahr und Haushalt ansteigen.

Ein immer höherer Anteil von Strom wird unregelmäßig ins Stromnetz
eingespeist - vor allem Strom aus Windkraftanlagen. Damit steigt der
Bedarf an Ausgleichsenergie, um das Stromnetz im Gleichgewicht zu
halten. Die Kosten dafür sind in den letzten drei Jahren enorm
gestiegen - von unter 100 Millionen Euro auf derzeit über 170
Millionen Euro. Die Ursachen liegen auch am mangelnden Wettbewerb,
denn es gibt nur wenige Anbieter von Regelenergie. "Hier ist auch
die E-Control gefordert, die Einhaltung der Wettbewerbsregeln genau
zu überprüfen", so die AK. Derzeit tragen die Erzeuger, die den
Bedarf an Ausgleichsenergie verursachen, den überwiegenden Teil der
Kosten. Eine Änderung dieses Aufteilungsschlüssels wird von der AK
abgelehnt, ebenso Rufe nach höheren Einspeisetarifen.

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