• 02.07.2014, 11:58:05
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Mitterlehner will Wirtschafts- und Forschungsbeziehungen mit baltischen Ländern ausbauen

Staatsbesuch mit Bundespräsident Fischer in Estland und Lettland - Bilaterale Kooperationen verstärken, Know-how bei Fachkräfteausbildung austauschen

BM Mitterlehner und Ministerin Sulling

Utl.: Staatsbesuch mit Bundespräsident Fischer in Estland und
Lettland - Bilaterale Kooperationen verstärken, Know-how bei
Fachkräfteausbildung austauschen =

Tallinn, Riga (OTS/BMWFW) - Wissenschafts-, Forschungs- und
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner besuchte gemeinsam mit
Bundespräsident Heinz Fischer, Familienministerin Sophie Karmasin und
einer Wirtschaftsdelegation die Länder Estland und Lettland.
"Österreich hat großes Interesse an einem weiteren Ausbau der guten
Beziehungen mit den Ländern des Baltikums. Sowohl in der Wirtschaft
als auch in Wissenschaft und Forschung stehen wir vor gemeinsamen
Herausforderungen und Zukunftsaufgaben", sagte Mitterlehner zum
Abschluss der dreitägigen Reise am Mittwoch.

Gute wirtschaftliche Beziehungen mit Ausbaupotenzial

"Österreichs Wirtschaft ist im Baltikum gut vertreten, trotzdem gibt
es noch viele Entwicklungschancen. Denn Estland und Lettland sind
dynamische Wachstumsmärkte", so Mitterlehner. Besonders große
Potenziale gibt es in Bereichen wie Energie- und Umwelttechnik,
Telekommunikation, Infrastruktur und Innovationstechnologien: "In
diesen Branchen treffen das Know-how und die Technologien
österreichischer Unternehmen auf eine steigende Nachfrage", betont
Mitterlehner. Der Warenaustausch nimmt seit dem Rückgang in den
Krisenjahren deutlich zu: 2013 verzeichneten die Exporte nach Estland
einen Zuwachs von 17 Prozent auf 127 Millionen Euro, nach Lettland
sind die Ausfuhren um 8,7 Prozent auf 151,4 Millionen Euro gestiegen.

Im Rahmen des Staatsbesuchs führte Mitterlehner in Estland bilaterale
Arbeitsgespräche mit Ministerin Anne Sulling (Bild), die für
Außenwirtschaft und Unternehmertum zuständig ist, sowie Bildungs- und
Forschungsminister Jevgeni Ossinovski. In Lettland traf Mitterlehner
Wirtschaftsminister Vjaceslavs Domrovskis sowie Bildungs- und
Wissenschaftsministerin Ina Druviete. In beiden Ländern wurden zudem
Wirtschaftsforen mit Unternehmen aus beiden Ländern veranstaltet.

Schwerpunktthemen Duale Ausbildung und Forschungs- und
Wissenschaftskooperation

Auf besonders großes Interesse stößt Österreichs Modell der dualen
Lehrlingsausbildung. "Man kann das Modell zwar nicht einfach
kopieren, aber man kann es kapieren, indem man die Partnerschaft
zwischen Unternehmen, Schule und öffentlicher Hand verstärkt, und das
flexibel je nach bestehenden Rahmenbedingungen. Wir stellen hier
unser Know-how gerne zur Verfügung und haben einen weiteren
Informationsaustausch vereinbart", so Mitterlehner.

Weiter ausbauen will Mitterlehner auch die Forschungsbeziehungen. Im
7. EU-Rahmenprogramm waren österreichische Forschungsinstitutionen,
Universitäten und Unternehmen bereits an rund einem Drittel aller
estnischen und lettischen Projekte beteiligt. "Wir wollen uns mit dem
jetzt laufenden Horizon 2020-Programm noch enger vernetzen, denn von
einer stärkeren Internationalisierung profitieren alle beteiligten
Partner", so Mitterlehner. Darüber hinaus soll im Rahmen des neuen
EU-Programms Erasmus+ die Studierendenmobilität zwischen den Ländern
erhöht werden.

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