• 02.07.2014, 09:30:36
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Die Spital 2014 - Kann die Reform das System retten?

Vlnr: Dr. Robin Rumler, LR Ing. Maurice Androsch,
BM Alois Stöger, KR Mag. Julian Hadschieff, Präsidentin Ursula
Frohner und Mag. Manfred Hämmerle beim IIR Jahreskongress "Die
Spital".

Wien (OTS) - Der IIR Jahreskongress "Die Spital 2014" ist der größte
Branchentreff der österreichischen Gesundheitswirtschaft. Am 25. und
26. Juni 2014 diskutierten die Keyplayer der Gesundheitsbranche mit
den über 400 Teilnehmern. Ganz nach dem neuen Motto "Wissen, das
bewegt" hat der Premium Konferenzanbieter IIR die Bundesminister
Stöger und Hundstorfer, Österreichs Top-Experten, Opinionleader und
einen Special Guest aus den USA (Boston) zusammengebracht.

Gesundheitsreform will radikalen Machtwechsel

Gesundheitsminister Alois Stöger setzte sich in seiner Keynote mit
der Frage "Warum überhaupt die Gesundheitsreform machen?" auseinander
und versicherte einen Machtwechsel. Denn während bisher die einzelnen
Institutionen das Ruder in der Hand hatten, soll künftig dem
Patienten mehr Macht zurückgegeben werden. Bundesminister Rudolf
Hundstorfer sprach in seiner Keynote über die Zukunft der Pflege und
darüber, dass er beispielsweise die derzeitigen 303
Entscheidungsträger auf 4 herunter schrauben will.
"Derzeit sind wir auf 5, am letzten wird gearbeitet", so der
Minister, der darüber hinaus zahlreiche Strategien zum Ausbau der
Pflege vorstellte.

Der "Gesundheitshunderter"

In der Plenumsdiskussion wurde vor allem die Primärversorgung
zentral thematisiert. KR Mag. Julian Michael Hadschieff, Fachverband
der Gesundheitsbetriebe, Wirtschaftskammer Österreich, vertritt die
Meinung, dass Aufwendungen für das Gesundheitswesen vernünftiger
eingesetzt werden müssten. Als gutes Beispiel nannte er den
"Gesundheitshunderter", der für die Bürger einen unmittelbaren
merkbaren Vorteil darstellt und wertvolle Anreize zur
Gesundheitsvorsorge setzt.

Mag. Georg Ziniel, MSc, Gesundheit Österreich GmbH, sieht vor
allem bei der Ausschöpfung knapper Mittel noch Potenzial nach oben.
In Bezug auf Gesundheitsreform und Primärversorgung appelliert er an
die Vertreter der Ärzteschaft und der Pflege, die Rahmenbedingungen
nun mit Inhalten aufzufüllen. Mag. Bernhard Wurzer, Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger, betonte schlussendlich
wiederholt die Bedeutung der Vernetzung - nicht nur von Bund, Ländern
und Sozialversicherungen sondern vor allem der Gesundheitsberufe mit
ihren jeweiligen Kompetenzen in der Versorgung der Menschen.

Neue Herausforderungen für die Pflege

Was kommt auf die Pflege(nden) zu? "More of the same" geht nicht
mehr, so Präsidentin Ursula Frohner, ÖGKV - Österreichischer
Gesundheits- und Krankenpflegeverband, denn die Pflege muss den neuen
Notwendigkeiten Raum geben, beispielsweise über die
Ausbildungsreform. Prof. Dr. Robin Rumler, Pharmig, warnte davor, das
eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Der Fokus sollte
auf mehr gesunden Lebensjahren liegen - und dafür müssen alle
Beteiligten weiter zusammenarbeiten.

"Reizwort ELGA" - Wie stark polarisiert die Elektronische
Gesundheitsakte?

Auf dem besten Weg zu mehr Sachlichkeit sieht Frau Dr. Susanne
Herbek, ELGA GmbH, die öffentlichen Diskussionen rund um die ELGA. In
ihrer Keynote stellte sie die Rolle der ELGA als Zugpferd der
Gesundheitsreform vor: ELGA soll vor allem ein Instrument, ein
Werkzeug sein, um Berufsgruppen und Institutionen besser zu
koordinieren und die bestehenden Strukturen effektiver zu vernetzen.

Vorreiter Boston Children's Hospital

Innovationen für Kostensenkung und Effizienzsteigerung sind in der
sich rasch wandelnden Gesundheitsbranche unerlässlich und sollten von
Führungskräften aktiv forciert werden, betonte Special Guest Naomi
Fried, PhD, Leiterin des Innovation Acceleration Programme am Boston
Children`s Hospital.

Weitere Informationen unter www.diespital.at

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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