• 01.07.2014, 13:34:19
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Mit Industrie 4.0 durch den Sommer

Innovationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Fraunhofer Austria unterstützt österreichische Unternehmen auf dem Weg in die Industrie der Zukunft.

Die Geschäftsführer von Fraunhofer Austria eröffneten das
Sommerfest. Im Bild v.l.n.r.: Wilfried Sihn, Geschäftsführer
Fraunhofer Austria; Dieter Fellner, Geschäftsführer Fraunhofer
Austria

Utl.: Innovationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.
Fraunhofer Austria unterstützt österreichische Unternehmen auf
dem Weg in die Industrie der Zukunft. =

Wien (OTS) - Der große Trend aus Deutschland - Industrie 4.0 - ist in
Österreich angekommen. "Seit über einem Jahr beobachten wir das
intensive Vorgehen der deutschen Wirtschaft in Richtung Industrie
4.0. Um die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen
langfristig zu erhalten, ist es höchste Zeit, dass auch wir auf
diesen Zug aufspringen", ist Wilfried Sihn, Geschäftsführer von
Fraunhofer Austria, überzeugt. Industrie 4.0 verbindet echtzeitfähige
Synchronisierung der realen Produktwelt mit den Modellen der
virtuellen Welt. Ergebnis sind z.B. intelligente Produkte und
Dienstleistungen oder selbststeuernde Produktionsanlagen. "Mit
Industrie 4.0 können nicht nur Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit
erhöht, sondern komplett neue Geschäftsmodelle umgesetzt werden", so
Sihn. Fraunhofer Austria und die TU Wien sind österreichische
Themenführer im Bereich Industrie 4.0.

Industrie 4.0 war auch beim diesjährigen Fraunhofer Austria
Sommerfest in aller Munde. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus
Wirtschaft und Forschung wurden am 30. Juni sowohl der Sommerbeginn
als auch das erfolgreiche Bestehen der Forschungsorganisation
gefeiert. Dieter Fellner, Geschäftsführer von Fraunhofer Austria,
betont in seinen Eröffnungsworten die große Bedeutung der
Forschungsarbeit von Fraunhofer Austria: "Zwar spielt unsere
Mannschaft dieses Jahr nicht in Brasilien Fußball, aber in der
weltweiten Forschung ist Österreich ganz vorne mit dabei. Das erste
Halbjahr 2014 war deshalb für uns auch wieder sehr erfolgreich und
wir blicken optimistisch auf die kommenden Monate." Bereits seit fünf
Jahren betreibt Fraunhofer Austria als eigenständige
Tochtergesellschaft der Fraunhofer-Gesellschaft angewandte Forschung
in Österreich. "Die Basis für unseren Erfolg ist die enge Kooperation
mit der Wirtschaft", ist Sihn überzeugt. "Unter dem Dach von
Fraunhofer Austria erarbeiten unsere Forscher in Graz und Wien
innovative Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Unser starkes
Wachstum zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg mit unseren
Leistungsangeboten sind."

Innovationen sichern den Erfolg der österreichischen
Wirtschaft

Sihn betont die große Bedeutung von Innovationen: "In
Hochlohnländern wie Österreich entscheiden schnelle und den
Marktanforderungen entsprechende Innovationen über die
Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg von Unternehmen." Um Innovationen
und neue Technologien erfolgreich in Unternehmen zu integrieren,
bedarf es eines ganzheitlichen Technologie- und
Innovationsmanagements. Innovative Produkte sollen eingeführt, neue
Anwendungsfelder erschlossen und die Effizienz in der Produktion
gesteigert werden. Doch obwohl Innovationen erfolgsentscheidend sind,
orten die Wissenschaftler von Fraunhofer Austria viel ungenütztes
Innovationspotenzial in Österreichs Industrie: Sowohl Beschäftigte
als auch weitere "Stakeholder" wie etwa Kunden, Lieferanten oder
ehemalige Mitarbeiter werden zu wenig in Verbesserungsprozesse
integriert. Mit dem neuen Fraunhofer Austria Konzept "Corporate
Capability Management" soll künftig die "kollektive Intelligenz" von
Unternehmen besser genützt werden.

Im Rahmen des Forschungsprojekts GrAPPA entwickelten die Forscher
der Fraunhofer Austria Geschäftsbereiche "Produktions- und
Logistikmanagement" (Wien) und "Visual Computing" (Graz) eine
Möglichkeit, Fabriken schneller und kostengünstiger zu planen. Die
Kompetenzen beider Geschäftsbereiche wurden hierfür gewinnbringend
kombiniert. GrAPPA steht für "Graphischer Anlagen- und
Produktionslinien-Planungs-Assistent". Die Software vereint alle
Funktionen in sich, für die Ingenieure bisher verschiedene Programme
nutzen mussten. GrAPPA liefert alle gängigen Analysen in einem
Arbeitsgang. Der Ingenieur kann die Fabrik wie gewohnt auf einem
zweidimensionalen Plan entwerfen und sie ohne weitere Arbeitsschritte
in 3D ansehen. Verschiedene Planszenarien können miteinander
verglichen und Produktionsabläufe analysiert werden. Die Software
vereint die Stärken bisheriger Planungstools und ist für Benutzer
einfach bedienbar.

Auch im Bereich "Virtuelle Realität" ist Fraunhofer Austria stark
engagiert. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Begehung von
Gebäuden, die noch nicht gebaut sind, bis hin zu Fahrzeugsimulatoren,
um Gefahrensituationen besser analysieren zu können. So ist die
"Virtuelle Welt" ein Werkzeug geworden, um aktuelle Fragestellungen
einfacher zu beantworten.

Tief beeindruckt von den Leistungen der Fraunhofer-Forscher in
Österreich zeigten sich beim Sommerfest nicht nur Franz Fischler,
Präsident des Europäischen Forum Alpbach und ehemaliger
EU-Agrarkommissar, der deutsche Botschafter Detlef Rünger und Sabine
Seidler, Rektorin der TU Wien, sondern auch der Präsident der
Bundesvereinigung Logistik Österreich Roman Stiftner, Stephan Prinz,
Geschäftsführer Opel Wien GmbH, sowie der Vorstandvorsitzende von
Volkswagen Slovakia Albrecht Reimold.

Kurzinformation zur Fraunhofer Austria Research GmbH:

Die Fraunhofer Austria Research GmbH wurde Ende 2008 als erste
europäische Tochtergesellschaft der Fraunhofer-Gesellschaft
gegründet. In den beiden Geschäftsbereichen "Produktions- und
Logistikmanagement" in Wien und "Visual Computing" in Graz arbeiten
ca. 45 Forscherinnen und Forscher an anwendungsorientierten Lösungen
zum Nutzen der Wirtschaft und zum Vorteil der Gesellschaft. Forschen
für die Praxis ist die zentrale Aufgabe der Fraunhofer-Einrichtungen.

Weitere Informationen: www.fraunhofer.at

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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