- 01.07.2014, 10:54:57
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AMS Wien: Starker Zuwachs bei älteren Arbeitslosen
AMS Wien weitet "Beschäftigungsprogramm 50+" kräftig aus und übernimmt für Zielgruppe drei Monate lang alle Lohn- und Lohnnebenkosten
Utl.: AMS Wien weitet "Beschäftigungsprogramm 50+" kräftig aus und
übernimmt für Zielgruppe drei Monate lang alle Lohn- und
Lohnnebenkosten =
Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist im Juni 2014 im Jahresvergleich um 21,3 Prozent auf
99.442 gestiegen. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung
ist in Wien um 2 Prozent auf 30.096 gesunken, die Summe beider
Gruppen um 15 Prozent angewachsen.
Besonders stark ist der Zuwachs erwartungsgemäß bei den älteren
Arbeitslosen. Die Gruppe der Über-50-Jährigen hat sich im
Jahresvergleich um 25,8 Prozent vergrößert, während der Anstieg bei
den Unter-20-Jährigen mit 14,8 Prozent deutlich unter dem
Durchschnitt liegt.
Aus diesem Grund hat das AMS Wien die Fördersätze des
"Beschäftigungsprogramms 50+" Ende Juni noch einmal kräftig erhöht:
Für alle Menschen in dieser Altergruppe, die zumindest ein halbes
Jahr lang arbeitslos waren, übernimmt das AMS Wien bei Neueinstellung
drei Monate lang die gesamten Lohn- und Lohnnebenkosten. Weitere drei
bis neun Monate lang trägt das AMS Wien bis zur Hälfte der Kosten.
"Das ist die großzügigste Förderung in diesem Bereich, die wir je
hatten", sagt AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. "Wir glauben, die
Personalverantwortlichen der großen Betriebe, aber auch der vielen
kleinen Unternehmen in Wien von diesem Angebot überzeugen zu können."
Dennoch sei die derzeitige Situation äußerst unerfreulich, sagt
Draxl: "Sie zeigt, dass das Wirtschaftswachstum noch immer zu gering
ist, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit einzubremsen, und die
letzten Prognosen lassen eine spürbare Erholung auch im zweiten
Halbjahr nicht erwarten."
Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit in Wien
im Bau besonders stark gestiegen (+ 29,7 Prozent). Im Einzelhandel
ist sie um 19,6 Prozent angewachsen, im Hotellerie und Gastronomie um
18,7 Prozent und in der Warenproduktion um 16 Prozent.
Die Bestandszahl der offenen Stellen ist im Jahresabstand gleich
geblieben. Die "Abgänge" der offenen Stellen - das sind im
Wesentlichen jene, die das AMS Wien durch erfolgreiche Vermittlung
besetzen konnte - sind allerdings um 5,6 Prozent mehr geworden.
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