• 30.06.2014, 08:00:33
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Deutscher Maschinenbau: (noch) eine gute Zahlungsmoral bescheinigt - Bisnode D&B (ehemals Dun & Bradstreet) veröffentlicht Branchenreport

Darstellung Entwicklung Zahlungsverhalten
Maschinenbau

Wien (OTS) - Dem deutschen Maschinenbau kann immer noch eine sehr
gute Zahlungsmoral bescheinigt werden. Auch wenn das
Zahlungsverhalten sich kontinuierlich verschlechterte, in den
vergangenen Monaten zahlten durchschnittlich fast 90 Prozent (89,1%)
der Unternehmen ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß. Das ist ein
Ergebnis der aktuellen Branchenuntersuchung durch den
Wirtschaftsinformationsdienstleister Bisnode D&B (ehemals Dun &
Bradstreet). Auffällig dabei: Je älter umso besser, je größer umso so
schlechter ist das Zahlungsverhalten.

Die Wirtschaftsauskunftei Bisnode D&B veröffentlicht den
Branchenreport Maschinenbau. Analysiert wurden auch Zahlen zum
Zahlungsverhalten. Demnach zahlten durchschnittlich fast 90 Prozent
(89,1%) der Unternehmen ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß. Ausgehend
von einem sehr hohen Niveau sank die Quote der pünktlichen Zahler
kontinuierlich ab, stabilisierte sich aber seit Anfang des Jahres
wieder. Das Darmstädter Unternehmen wertete dafür das
Zahlungsverhalten von fast 27.000 Unternehmen aus. Dem Verlauf der
deutschen Wirtschaft gegenübergestellt zeigt sich auch, dass das
Zahlungsverhalten durchweg besser war.

Deutscher Maschinenbau: (Noch) der Garant für eine gute
Zahlungsmoral

Das Zahlungsverhalten im deutschen Maschinenbau hat sich laut
Bisnode D&B kontinuierlich verschlechtert, dies aber ausgehend von
einem sehr hohen Niveau. Durchschnittlich 89,1 Prozent der
Maschinebauunternehmen zahlten ihre Rechnungen im
Betrachtungszeitraum pünktlich. Im Vergleich mit der deutschen
Wirtschaft ein überdurchschnittlicher Wert. Dort liegt der Anteil der
vereinbarungsgemäßen Zahler bei durchschnittlich 88,12 Prozent. Der
positive Trend scheint sich seit Anfang dieses Jahres noch einmal zu
verstärken. Zuletzt lag der Anteil der pünktlichen Zahler im
deutschen Maschinenbau bei 89,1 Prozent (April 2014) und damit um
über 2,5 Prozentpunkte besser im Vergleich zur deutschen Wirtschaft
(April 2014: 86,59%). Bisnode D&B wertet die guten Zahlen im
deutschen Maschinenbau als Beleg für die guten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen.

Zahlungsverhalten deutscher Maschinenbau: Je größer, desto
schlechter

Dafür spricht auch die (noch) sehr gute Zahlungsmoral über alle
Unternehmensgrößen hinweg. Bei genauerer Untersuchung des
Zahlungsverhaltens unter Berücksichtigung der "Mitarbeitergröße"
zeigt sich aber auch, dass das Zahlungsverhalten stark variiert.
Allgemein betrachtet kann Kleinst- und Kleinunternehmen eine deutlich
bessere Zahlungsmoral bescheinigt werden als Großunternehmen. So
zahlten zuletzt durchschnittlich 88,6 Prozent der Unternehmen mit bis
zu 250 Mitarbeitern ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß, bei
Unternehmen mit 2.500 Mitarbeitern sinkt die Quote auf 86,7 Prozent.
Eine Ausnahme bilden Unternehmen mit 500 bis 1000 Mitarbeitern, diese
werden von Bisnode D&B an zweiter Stelle der besten Zahler genannt,
durchschnittlich 89,2 Prozent der Unternehmen zahlen hier pünktlich.

Der Darmstädter Wirtschaftsinformationsdienst sieht dies auch in
der mittelständisch geprägten Branchenstruktur begründet und verweist
auf ein weiteres Ergebnis der Analyse. Gemäß Bisnode D&B hat die
überwiegende Mehrheit der Unternehmen (95,1%) nur bis zu 250
Mitarbeiter, diese wiederum erwirtschaften aber 42,1 Prozent vom
Branchenumsatz. Demgegenüber stehen 0,5 Prozent der Unternehmen mit
über 1.000 Mitarbeitern die annähernd den gleichen Anteil des
Branchenumsatzes generieren. Im Vergleich zu anderen Branchen ist die
Nutzung der Marktmacht von einigen großen Unternehmen in dieser
Branche zwar vorhanden, aber nicht so stark ausgeprägt.

Bei der Analyse des Zahlungsverhaltens nach Unternehmensalter wird
deutlich, dass die durchschnittliche Zahlungsmoral bis zum fünften
Jahr nach Unternehmensgründung merkbar sinkt. Ab danach kann eine
kontinuierliche Verbesserung konstatiert werden. Mit 91,3 Prozent
bilden Unternehmen über 50 Jahren den höchsten Anteil der
vereinbarungsgemäßen Zahler.

Insolvenzrisiko: je älter, desto geringer

Das Zahlungsverhalten fließt auch direkt bei der Bewertung des
Insolvenzrisikos ein. In der Gesamtbetrachtung überzeugt der deutsche
Maschinenbau mit einem sehr geringen Ausfallrisiko.

So verfügen 84,2 Prozent der Unternehmen über eine gute bis sehr
gute Bonität, wobei letztere sogar knapp 14 Prozent (13,76 %) der
Unternehmen bescheinigt werden kann. Im Vergleich zur deutschen
Wirtschaft sind damit fast dreimal so viele Unternehmen in der besten
Bonitätsklasse eingeordnet. Das Gros der Unternehmen, nämlich 70
Prozent, wird mit der Bonitätsklasse 2 bewertet. Auffallend ist, dass
sich am anderen Ende der Skala ein deutlich höherer Anteil an
Unternehmen mit schlechter Bonität widerfindet, als im Vergleich zur
deutschen Wirtschaft. Über acht Prozent der untersuchten Unternehmen
wurden zuletzt in der schlechtesten Bonitätsklasse geführt und stehen
damit unmittelbar vor einem Zahlungsausfall. Bei der Auswertung fällt
auch auf, dass das Ausfallrisiko zwei bis fünf Jahre nach der
Gründung am höchsten ist. In dieser Altersklasse erleidet jedes
zehnte Unternehmen die Insolvenz.

Bisnode D&B veröffentlicht Branchenreport Maschinenbau

Die detaillierte Auswertung des Zahlungsverhaltens ist ein Auszug
aus dem neu veröffentlichten Bisnode D&B Branchenreport Maschinenbau,
welcher soeben erschienen ist. Neben der ausführlichen Darstellung
des Zahlungsverhaltens sind Analysen bezüglich Insolvenzrisiko,
Umsatzstruktur, Rentabilität und Eigenkapital-Quote weitere
Schwerpunkte des Reports.

Download des ausführlichen Branchenreports:
http://www.bisnode.de/aktuelles/dokumentendownload/?docid=10097

Über die Bisnode Austria Gruppe

Bisnode D&B Austria (ehemals Dun & Bradstreet) gehört zur
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Mehr Informationen unter: www.bisnode.at

Bitte zitieren Sie Bisnode D&B als Wirtschaftsauskunftei oder als
Bonitätsdienstleister. Gerne stellen wir Medienvertretern individuell
aufbereitete Wirtschaftsinformationen zur Verfügung. Fragen Sie bitte
bei uns direkt an, wenn Sie Daten zu Branchen, Regionen oder
sonstigen Wirtschaftsthemen benötigen.

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