Kaske: Kinderbetreuung mit Vollbeschäftigung vereinbar machen

Kindertagesheimstatistik zeigt dringenden Bedarf nach weniger Schließtagen im Kindergarten - Länder sollen Bundesförderung nutzen

Wien (OTS/AK) - "Im Schnitt drei bis vier Wochen geschlossene Kindergartentüren im Sommer und übers Jahr fast sechs Wochen - das ist zu viel", kommentiert AK Präsident Rudi Kaske die aktuelle Kindertagesheimstatistik. Zu würdigen sei, dass die Zahl der Schließtage der Kindergärten im Österreich-Schnitt von 34,7 im Vorjahr auf heuer 29,4 gesunken ist. "Aber das ist nach wie vor ein großes Problem für berufstätige Eltern mit kleinen Kindern", sagt Kaske. Der AK Präsident fordert die Bundesländer auf, die vom Bund vorgesehenen 305 Millionen Euro beim Ausbau der Kinderbetreuung vorrangig für mehr ganztägige Kinderbetreuungsplätze mit weniger Schließtagen einzusetzen.

Immerhin, erinnert Kaske, ist laut Vereinbarung des Bundes mit den Ländern eine höhere Förderung vorgesehen, wenn Kinderbetreuungsplätze mit einer Vollbeschäftigung beider Elternteile vereinbar sind. "Dieses Geld sollen die Bundesländer abholen." Denn noch sind Eltern oft gezwungen, ihre jeweils 25 Urlaubstage im Jahr getrennt voneinander zu nehmen, um die Kinderbetreuung während der Schließtage zu gewährleisten. Ein besonderes Problem haben damit berufstätige AlleinerzieherInnen.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Kaske auch beim Ausbau von Plätzen für Kinder unter drei Jahren. Die Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen ist mit 23 Prozent noch immer gering. Kaske: "An fehlender Kinderbetreuung scheitert vielfach der Wiedereinstieg."

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