Offener Brief des MONO VERLAGS an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures

Wien (OTS) - Sehr geehrte Frau Bundesministerin Bures,

Radiosender suchen oder das Wechseln von CDs während der Autofahrt lenkt ab und führt zu Unfällen. Noch gravierender wirken Telefonate hinter dem Steuer. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie der ASFINAG. Wir glauben das sofort! Wer wird nicht nervös, wenn er im Radio nach Dauerbeschallung mit Kinderreimen - die alternativ Bier, Möbel oder Handytarife lobpreisen - feststellen muss, dass zwei der drei bislang gesendeten Superhits leider aus dem Programm gestrichen wurden? Und natürlich ruft in diesem Augenblick die Firma an! Wir würden da in jedem Fall das Steuer verreißen.

Um das Problem zu bekämpfen empfehlen Sie daher gute Gesetze, strenge Kontrollen und das richtige Bewusstsein für Gefahren. Während wir davon überzeugt sind, dass Österreich über solide Straßenverkehrsregeln verfügt und auch die hiesige Polizei Kontrollen mit Freude streng und rigide durchführt, zweifeln wir allerdings daran, dass das Bewusstsein für Gefahren im Straßenverkehr auf Dauer in der Bevölkerung aufrecht gehalten werden kann. Wenn dem so wäre würde Wien autofrei sein und in ländlichen Gebieten der gute alte Postbus eine Renaissance erleben.

Wir schlagen vor, die Medienkompetenz von Teilnehmenden am Individualverkehr zu steigern. Ein gutes Hörbuch wechselt man erst, wenn die Geschichte erzählt ist. Es wird vor Fahrtbeginn eingelegt und heimlich bleibt man später im geparkten Wagen sitzen, um weiter zu lauschen. Am besten überspielt man es auf sein Mobiltelefon, um auch außerhalb des Autos weiterhören zu können. Anrufe werden da zu Störfaktoren, die nicht geduldet werden. Telefonate hinter dem Steuer würden rasant abnehmen. Die Gefahren, die von Risikokommunikation im Straßenverkehr ausgehen wären gebannt! Zugegeben, sollte unerwartet die große Liebe anrufen, hat auch das beste Hörbuch verloren. Aber Verliebten ist eh nicht zu helfen.

Probieren Sie es aus - das mit dem Hörbuch. Sie finden eines von unseren als Anlage in unserem Brief: Stefan Zweig - Die Welt von Gestern. Gelesen von Peter Vilnai. Das erste ist immer umsonst.

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