- 25.06.2014, 13:50:38
- /
- OTS0178 OTW0178
Burgtheater: Springer kündigt Klagen an
Wien (OTS) - Der scheidende Bundestheater-Holdingchef Georg Springer,
zuletzt im Burgtheater-Skandal hart attackiert, wird sich gerichtlich
zur Wehr setzen. Das erklärt er in der morgen erscheinenden
NEWS-Ausgabe. Springer zu NEWS: "Für den Rundumschlag Matthias
Hartmanns kann ich noch ein gewisses Verständnis aufbringen, das mir
aber für die von seinen Rechtsberatern gewählte Form völlig fehlt. In
Wahrheit geht es ja doch nur um die Verschleierung der einzig
entscheidenden Tatsache, die der wahre Entlassungsgrund war: dass
Hartmann offensichtlich selbst Teilhaber und Nutznießer eines Systems
steuerschonender Schwarzgelddepots war. Bei aller Liebe zum Konsens
werde ich mich gegen alle persönlichen Diffamierungen, und die sind
zahlreich und leicht durchschaubar, mit allen Mitteln eines
rechtsstaatlichen Verfahrens wehren. Dazu fühle ich mich schon im
Interesse der Belegschaft verpflichtet."
Hartmann hingegen lässt auf NEWS-Befragen in der Causa Springer
leise Wehmut erkennen: "Bei allem Zorn darüber, wie ich hineingelegt
wurde, bedauere ich, dass er zum Ende seiner Amtszeit vor den
Trümmern seiner Arbeit steht. Das hat ein engagierter Mensch wie er
nicht verdient. Aber er machte den Fehler, zu glauben, man könne auf
Dauer den Mantel des Schweigens über die Vorgänge an der Burg legen,
über die wir heute mehr wissen, indem ich geopfert werde." Zu einem
zivilrechtlichen Vergleich mit seinem früheren Haus wäre er sofort
bereit, "um Unannehmlichkeiten vom Burgtheater abzuwenden". Es gehe
aber vorrangig um die Wiederherstellung seines Rufs, der durch
gezielte Gerüchte seitens der Holding untergraben worden wäre.
Springer wurde wie die früheren Burgtheater-Direktoren Hartmann
und Stantejsky im März anonym bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft
angezeigt. Zu NEWS sagt er: "Aus eigener Wahrnehmung kenne ich den
Inhalt dieser Anzeige gar nicht. Die kolportierten Gründe sind aber
der verlässliche Wegweiser zu den mutigen Denunzianten, die lieber
anonym bleiben wollen. Auch hier bin ich zu 100 Prozent sicher, diese
sich in Wahrheit selbst richtenden Vorwürfe im Verfahren entkräften
zu können."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






