- 24.06.2014, 16:36:43
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54. Wiener Gemeinderat (19)
Spezialdebatte GGr. Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal
Utl.: Spezialdebatte GGr. Integration, Frauenfragen,
KonsumentInnenschutz und Personal =
Wien (OTS) - StRin Sandra Frauenberger (SPÖ) betonte, dass Sprachen
für ein weltoffenes Wien eine große Chance seien. Rund 250 Sprachen
würden in Wien gesprochen. Durchschnittlich beherrschten WienerInnen
mit Migrationserfahrung rund drei Sprachen. Dies sei ein großes
Potential, das gefördert werden müsse. Für Wiens Wettbewerbsfähigkeit
sei dies von enormer Bedeutung. Unter dem Motto "Sprache bildet"
würden Sprachen flächendeckend in Kindergärten und Schulen gefördert.
Auch durch die neue Lernhilfe ab kommendem Herbst und die
Neuorganisation von Deutschkursen würde dies passieren. Ein
Schwerpunkt solle ebenfalls auf die Erstsprache gelegt werden, sodass
diese am Arbeitsmarkt von Vorteil sei. Wien setze auf gutes
Zusammenleben und das gemeinsame Gestalten von Vielfalt. Dialog sei
auf jeden Konflikt die Antwort. Fremden- und Frauenfeindlichkeit
sowie Homo- und Transphobie hätten in "unserem" Wien keinen Platz.
Die Stadt setze sich konsequent für Regenbogenfamilien ein. Auch in
der Frauenpolitik gebe es eine klare Position. Frauenberger engagiere
sich für gerechte Bezahlung sowie Arbeitsteilung in Familienarbeit
und Angehörigenpflege.
Spezialdebatte GGr. Bildung, Jugend, Information und Sport
GRin Ing.in Isabella Leeb (ÖVP) kritisierte die hohen Ausgaben für
Öffentlichkeitsarbeit. Sie vermutete, Inserate sollten "zurecht
rücken, was schief läuft". Diesem Eindruck gelte es entgegenzuwirken.
Im Bereich Bildung bemängelte sie die beworbene "Gratis-Nachhilfe".
Gratis sei diese definitiv nicht, sie müsse in irgendeiner Form
finanziert werden. Sie würde außerdem nicht allen zugute kommen. Die
privaten Einrichtungen, die vor allem für Kinder mit besonderen
Bedürfnissen zur Verfügung stünden, seien ausgeschlossen. Außerdem
würde der Förderunterricht am Vormittag gestrichen.
GR David Ellensohn (Grüne) hob die Alleinstellung hervor, dass der
Gratis-Kindergarten nur in Wien angeboten werde. Wien habe als
einzige Stadt das Barcelona-Ziel erreicht, für 4- bis 6-Jährige gebe
es mehr Betreuungsplätze als Kinder. Er wies auf das Problem bei
Jugendlichen hin, die kurz vor Berufseintritt stünden und nicht lesen
könnten. Hier solle die "Förderung 2.0" Abhilfe schaffen. Noch besser
wäre es, bereits früher in der Bildungskarriere von Kindern
einzugreifen. Dafür mangle es jedoch an Personal. Die Muttersprache
müsse gefördert werden, denn rund die Hälfte der Kinder spreche zu
Hause noch eine zweite Sprache. Auch hierfür fehle es an
ausgebildeten PädagogInnen. Ellensohn meinte, dass das Budget im
Bereich der Bildung besser aufgehoben wäre als im Bereich "Werbung".
(Forts.) bim/lit
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