• 23.06.2014, 11:51:59
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Österreich erhält wieder Bestnoten: Coface sieht Verbesserung der Länderbewertungen in Westeuropa und in den neuen Schwellenländern

Wien (OTS) - Das erste Quartal 2014 bestätigt eine Beschleunigung des
weltweiten Wirtschaftswachstums: Nach +2,6% im Jahr 2013
prognostiziert Coface für 2014 einen Anstieg von knapp +3,0% und
+3,3% für 2015. Die Eurozone erholt sich langsam (+1,1% im Jahr
2014). Die USA wächst dynamisch und ausgewogen (+2,7% im Jahr 2014).
Während die Industrieländer im Jahr 2013 nur ein Viertel zum
Weltwirtschaftswachstum beitrugen, ist es 2014 ein Drittel und bei
den Schwellenländern sind es zwei Drittel.

Österreich wieder in der besten Bewertungsstufe

Nach fünf Jahren haben Österreich und Deutschland wieder den
Aufstieg in die beste Coface-Bewertungsstufe A1 geschafft. Diese
teilen sie sich unter anderem mit den USA, Japan und der Schweiz. In
Österreich profitieren die traditionell kapitalstarken Unternehmen
von den günstigen Krediten und der wirtschaftlichen Erholung
Deutschlands, Amerikas und Osteuropas. Außerdem gehen die
Unternehmensinsolvenzen in den letzten Monaten zurück.
Für Deutschland wird ein bemerkenswertes Wirtschaftswachstum von +2%
im Jahr 2014 prognostiziert (+0,5% in 2013). Deutschland kann damit
seine Rolle als Motor Europas bestätigen. Der Konsum, bisher schwach,
ist jetzt dynamisch und die Investitionen steigen. Das Vertrauen der
Unternehmen in die Wirtschaft ist aufgrund der sinkenden Zahlen (-8%
über ein Jahr) und Kosten (-30%) der Unternehmensinsolvenzen hoch.

Großbritannien wurde in die Bewertungsstufe A2 aufgestuft. Die
starken Unternehmensinvestitionen, Schlüsselfaktor für die
Wirtschaftstätigkeit 2014 und 2015, treiben die Wirtschaft an. Die
Wachstumsprognose könnte mit +2,7% im Jahr 2014 sogar Deutschland
übertreffen. Der Aufschwung wird durch den Rückgang der
Arbeitslosigkeit weiter gestärkt. Die Bank of England hat außerdem
Maßnahmen gesetzt, um die übersteigerte Fokussierung auf Immobilien
abzuschwächen und um KMU den Zugang zu günstigen Krediten zu
erleichtern. Die britische Industrie zeigt dynamische Innovationen
und florierenden Export in den Bereichen Pharma, Automobil, Luftfahrt
und Rüstung.

Eine weitere positive Veränderung gibt es für Spanien, das jetzt
in der Bewertungsstufe B auf die positive Watchlist gesetzt wurde.
Die spanische Wirtschaft kommt wieder in Schwung - mit einem
prognostizierten Wachstum von +1,2% 2014 und +1,7% für 2015. Die
Exporte - insbesondere in Schwellenländer - steigen weiter,
begünstigt durch die niedrigen Arbeitskosten. Trotz der hohen
Schulden des Privatsektors hat der Abbau der Unternehmensschulden
begonnen. Coface verzeichnet einen deutlichen Aufschwung der
finanziellen Situation der Unternehmen: Die Margen (45% in 2013) und
der Cashflow (über 100%) sind wiederhergestellt. Die hohe
Arbeitslosigkeit und Verschuldung der privaten Haushalte sind jedoch
nach wie vor große Schwachstellen. Dennoch stellt die positive
Entwicklung der Inlandsnachfrage, nach den bemerkenswerten
Exportzahlen, eine ausgesprochen gute Entwicklung dar.

Lettland trägt die Hauptlast des geopolitischen Konflikts
zwischen Russland und der Ukraine

Lettland verliert in der Bewertungsstufe B die Kennzeichnung
positive Watchlist. Das ist auf die hohe Abhängigkeit von russischen
Gaslieferungen und auf das sinkende Vertrauen der osteuropäischen
Unternehmen durch die geopolitischen Spannungen um die Ukraine
zurückzuführen.

Kenia, Ruanda, Nigeria und Sri Lanka: hohes Potential

Das Wirtschaftswachstum bleibt hoch in den Schwellenländern: +4,4%
im Jahr 2014 und +4,7% 2015. Diese Länder profitieren immer noch von
der wachsenden Mittelklasse und ziehen, vor allem im Export, Vorteile
aus den verbesserten Wachstumsaussichten der Industrieländer. Die
Dynamik der großen Schwellenländer wird von inländischen
Versorgungsengpässen und politischen und sozialen Risiken
abgeschwächt. Andere, vielversprechende Schwellenländer leiden
hingegen nicht oder weniger stark unter diesen Schwachpunkten. Trotz
des oft schwierigen Geschäftsumfeldes ist das Wachstumspotential in
verschiedenen afrikanischen und asiatischen Ländern besonders hoch.
Coface stellt daher eine Verbesserung der Länderbewertungen von Kenia
(B), Nigeria (C) und Ruanda (C) fest. Sri Lanka profitiert ebenfalls
vom regen Wachstum (Prognose: +7% für 2014 und +6,5% für 2015).
Dieses wird vor allem durch die stark steigende Anzahl an Expatriates
und einen Anstieg der Einnahmen angetrieben.

Sri Lanka und Kenia gehören zu den von Coface definierten Top 10
der neuen, vielversprechenden Schwellenländer.

Über Coface

Die Coface-Gruppe ist ein weltweit führender Kreditversicherer und
bietet Unternehmen auf der ganzen Welt Lösungen für das
Forderungsmanagement im Inlands- und Exportgeschäft. 2013 erreichte
die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 1,4 Mrd. Euro. 4.400
Mitarbeiter in 66 Ländern bieten weltweiten Service vor Ort.

In Frankreich ist Coface Mandatar für die staatlichen
Exportkreditgarantien. Coface ist eine Tochtergesellschaft von
Natixis, einer Gesellschaft der Groupe BPCE für
Unternehmensfinanzierung, Investment Management und spezielle
Finanzservices.

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