- 20.06.2014, 09:02:17
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FSG-Wien-Peschek schlägt Alarm: Wiener Betriebe müssen Ausbildungsverantwortung wahrnehmen!
Statt Energie in Sonntagsöffnungsdebatte zu verschwenden, sind Kraftanstrengungen für mehr Ausbildungsplätze in Privatwirtschaft erforderlich.
Utl.: Statt Energie in Sonntagsöffnungsdebatte zu verschwenden, sind
Kraftanstrengungen für mehr Ausbildungsplätze in
Privatwirtschaft erforderlich. =
Wien (OTS/FSG) - "Die Zahl der Ausbildungsplätze in der
Privatwirtschaft ist erneut auf einem Rekordtief. Gab es 1980 noch
29.776 Lehrstellen in der Privatwirtschaft, waren es 1990 noch
immerhin 20.741, 2000 14.598, sind es nun laut Lehrlingsstatistik der
Wiener Wirtschaftskammer 12.755 von insgesamt 18.226 Lehrlingen in
Wien. Einerseits wird damit einmal mehr die Wichtigkeit der Wiener
Ausbildungsgarantie verdeutlicht, andererseits gibt es offenbar
einige ausbildungsfaule Betriebe. Statt über Fachkräftemangel zu
raunzen und die Energie in eine sinnlose Sonntagsöffnungsdebatte zu
verschwenden, ist der neue Wiener Wirtschaftskammerpräsident Ruck
dringend aufgefordert eine Lehrstellen-Offensive zu starten. Die
Wiener Jugend hat Chancen für einen guten Start in das Berufsleben
verdient", so Christoph Peschek, Wiener Jugendvorsitzender der
Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG Wien Jugend).
"Die Stadt Wien und ihre Unternehmungen sowie die überbetrieblichen
Ausbildungseinrichtungen geben den jungen Menschen Hoffnung und
Perspektiven, denn würde man sie der Privatwirtschaft überlassen,
wären sie auf der Straße und hätten eine triste Zukunft. Obwohl es,
initiiert durch die ehemalige FPÖVP Bundesregierung, wesentliche
Lockerungen im Lehrlingsschutz sowie zahlreiche finanzielle
Förderungen für Betriebe gibt, ist die Zahl der Lehrstellen in ganz
Österreich rückläufig. Gab es in Österreich 1980 in der
Privatwirtschaft noch 191.012 Lehrstellen, waren es 2013 nur mehr
103.288 Lehrstellen. Maßnahmen wie die Berücksichtigung von
Ausbildungsbetrieben bei der Auftragsvergabe zeigen, dass es sehr
wohl Instrumente der politischen Gestaltung gibt. Dort wo diese
angewandt wurden, haben sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen die
Lehrstellenplätze stabilisiert. Daher soll es auf Bundes- und
EU-Ebene eine Ausweitung dieser Möglichkeit geben. Denn wer sich um
das Gemeinwesen kümmert, soll auch verstärkt - im Gegensatz zu
rücksichtslosen Profitmaximierern - davon profitieren", so der
Junggewerkschafter.
"Her mit dem Ausbildungsfonds! Denn letztlich geht es auch um
Gerechtigkeit innerhalb der ArbeitgeberInnen: Der Großteil der
Lehrausbildung findet in Klein-und Mittelbetrieben statt. Die
Großbetriebe werben dann oftmals die Fachkräfte nach ihrer Ausbildung
ab oder bilden in Relation zur Gesamtzahl der ArbeitnehmerInnen viel
zu wenig aus. Daher möchte ich mich auch ausdrücklichen bei jenen
Betrieben bedanken, die mit viel Herz und Engagement für eine tolle
Lehrausbildung sorgen! Mit einem Ausbildungsfonds würden
rücksichtslose, ausbildungsfaule ArbeitgeberInnen einzahlen und jene,
welche Lehrlinge qualitativ hochwertig ausbilden, eine Förderung
erhalten. Gleichzeitig hätten wir mehr finanzielle Möglichkeiten für
Bildungs- sowie Arbeitsmarktmaßnahmen", so Peschek abschließend.
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