Gimborn: Parteifreunde werden beglückt und sei's mit einem ganzen Spital

In Wr. Neustadt warten Patienten fast 3 Monate auf eine Hautkrebs OP

St. Pölten (OTS) - Kritik übte heute die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Gabriele von Gimborn, in der Budgetdebatte an der NÖ Landeskliniken Holding. Experten, so zitiert Gimborn diese, haben errechnet, dass für Niederösterreich 7 - 8 Klinikstandorte ausreichen würden. Man muß Dinge in Frage stellen und evaluieren, mahnte Gimborn. Denn tatsächlich hat NÖ 27 Standorte. Und das nicht zum Vorteil der Versorgung der Bevölkerung, wie am besten das Beispiel von Baden und Mödling zeigt. Satt ein neues großes Spital, das eine Vollversorgung bietet zu bauen - was auch von mehreren tausend Ärzten mit deren Unterschrift gefordert worden war - wurden die bestehenden zwei Spitäler renoviert. Das hat zur Folge, darauf weist Gimborn als Ärztin aus der täglichen Erfahrung hin, dass Patienten zwischen den Häusern im Rettungswagen hin und her geführt werden müssen, wenn es die eine Abteilung gerade im Spital nicht gibt.

Die Dichte an Spitälern ist kein Kriterium für die Qualität der Behandlung. Gimborn: "Aus meiner Tätigkeit als Ärztin ist mir ein Fall bekannt, in dem der Patient in Wr. Neustadt 2,5 Monate auf eine Hautkrebs Operation wartet!"

Gimborn: "Es pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass mit der Vielzahl an Spitälern Parteifunktionäre, also etwa die ÖVP-Bürgermeister von Baden und Mödling, befriedigt werden mußten. Parteifreunde werden beglückt und sei's mit einem ganzen Spital! "

Diese Entscheidungen wurden auch schon vom Rechnungshof kritisiert, erinnert Gimborn. 1, 2 Milliarden Euro wären an Einsparungen in den Jahren 2001 bis 2011 in NÖ möglich gewesen.

Wie spart Sobotka bis 2016 an die 395 Millionen Euro ein?

Im Zielsteuerungsvertrag für NÖ sind, so Gimborn, Einsparungen von mehr als 657 Millionen Euro bis Ende 2016 für NÖ geplant. Davon entfallen mehr als 395 Millionen auf das Land! "Wie will das Land NÖ bis Ende 2016 diesen Betrag einsparen? Landesrat Sobotka muß jetzt schon einmal sagen wie er das anstellen will! Wie macht das der Sobotka? Etwa mit Public-Private Partnership (PPP) im Gesundheitsbereich? Wird die Holding ausgelagert? Dann sinken die Kosten im Budget - und ist wieder nur ein Taschenspielertrick der Buchhalter", zeigt die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ auf.

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