Scheele: Shisha-Verbot für Jugendliche gefordert

Maßnahmen zur Prävention und Aufklärung wären notwendig

St. Pölten (OTS/SPI) - Wasserpfeifen sind derzeit groß in Mode. Vor allem bei jungen Leuten erfreuen sie sich großer Beliebtheit. "Problematisch ist dabei vor allem, dass das Rauchen von Wasserpfeifen oft der erste Schritt hin zum Tabakkonsum ist und dass vor allem schon sehr früh damit angefangen wird, sogar 10- oder 12-Jährige rauchen bereits die hippen Wasserpfeifen und sind sich dabei der Folgen oft nicht bewusst. Weil der Tabak meist mit fruchtigen Aromen konsumiert wird, wirken die Shishas harmloser als etwa Zigaretten, weil sie eben oft süß schmecken und durch die Abkühlung des Rauchs auch nicht im Hals kratzen. Man könnte den Effekt mit dem von Alkopops vergleichen, bei denen ebenfalls die Süße den Alkoholgehalt maskiert. Dabei sind die Risiken des Wasserpfeifentabaks keineswegs geringer als die von herkömmlichem Zigarettentabak", erläutert LAbg. Mag. Karin Scheele einige der Beweggründe für den von ihr im Landtag eingebrachten Antrag auf ein Verbot des Verkaufs an und des Konsums von Wasserpfeifen durch Jugendliche unter 16 Jahren.

Normaler, nikotinhaltiger Tabak in Wasserpfeifen ist zwar für Jugendliche unter 16 nach dem NÖ Jugendschutzgesetz bereits jetzt verboten. Werden andere Substanzen in den Wasserpfeifen geraucht wie etwa Kräuter, gilt dieses Verbot nicht. Dabei sind viele der durch die Verbrennung entstehenden giftigen Stoffe wie Teer oder Kohlenmonoxyd ganz ähnlich wie bei der Verwendung von herkömmlichem Tabak. "Weil die Gefahren ähnlich sind, müssten auch die Schutzbestimmungen für Jugendliche gleich sein. Außerdem ist es problematisch, dass ständig neue Produkte auf den Markt kommen. Diese überholen immer wieder die gesetzlichen Regelungen und oft ist gar nicht gleich klar, welche Substanzen im Shisha-Tabak enthalten sind. Daher ist es schade, dass sich im Landtag keine Mehrheit für ein Verbot dieser Wasserpfeifen für Jugendliche unter 16 gefunden hat. Dringend notwendig wären zudem auch Prävention und Aufklärung. Denn die Shishas sind eben nicht nur eine schicke Modeerscheinung, sondern können durchaus eine ernste Gefahr für junge Menschen darstellen", so LAbg. Mag. Scheele abschließend.

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