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The Essence 2014: Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien
Wien (OTS) -
Presseführung: 25. Juni 2014, 10 Uhr
Ausstellung
26. Juni 2014 - 13. Juli 2014
Künstlerhaus Wien, Karlsplatz 5, 1010 Wien
Öffnungszeiten:
Täglich außer Mo 10:00-18:00; Do 10:00-21:00
Eintritt: Euro 4,50, ermäßigt Euro 4,00
Ö1-Club-Ermäßigung und Ö1-Uni-Card-Ermäßigung:
20 %, gilt auch für eine Begleitperson
Eröffnung
Mittwoch, 25. Juni 2014, 19 Uhr
Begrüßung: Gerald Bast, Rektor
Zur Ausstellung: Edek Bartz, Kurator
The Essence 2014 zeigt ausgewählte künstlerische Einzel- und
Gruppenarbeiten von Studierenden und AbsolventInnen aller
künstlerischen Abteilungen aus dem Studienjahr 2013/14. Die
Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien gilt als
Höhepunkt eines Studienjahres und spiegelt - kuratiert von Edek Bartz
in Zusammenarbeit mit den Professorinnen und Professoren - die
künstlerische Disziplinenvielfalt, die intermedialen
Grenzüberschreitungen und Semesterthemen an der Angewandten wider.
Urbane und verfallende Anbaugebiete
Die Abteilungen Landschaftskunst und Industrial Design 2 setzten
sich im Sommersemester 2014 mit Veränderungsprozessen, deren
Flüchtigkeitscharakter, aber auch Nutzbarmachung im urbanen und
landschaftlichen Umfeld, auseinander.
Eine Reihe von "Fahrzeug"-Prototypen zeigt unter dem Titel Things
That Move die von Fiona Raby geleitete Abteilung Industrial Design 2.
Studententeams stellen unseren Vorstellungen, was ein Fahrzeug sein
könnte, radikale Entwürfe entgegen. Hinter Algae Harvesting
beispielsweise, ein Projekt von Ali Kerem Atalay, Thomas Krickl und
Peter Schanz, verbirgt sich ein Crop Bike, mit dem urbane Bereiche
als neue Anbaugebiete für sonnendurchflutete Großpanele erschlossen
werden können. Zurzeit ist es rentabler, Omega 3 aus den Algen zu
extrahieren als Kraftstoff. Durch die innovative Kombination eines
Lastenrades und einer Filteranlage für Algenwasser lässt sich auf
mobile Weise das "grüne Gold der Zukunft" gewinnen.
zu spät? Landschaft in Futur II ist eine Installation der seit
Wintersemester 2013/14 von Tony Heywood, Tim Richardson und Martha
Schwartz geleiteten Abteilung Landschaftskunst. Die Arbeit
thematisiert einen Konflikt in der Auseinandersetzung mit der
Landschaft, der sich um die Inszenierung von Räumen und Momenten
dreht, aber gleichermaßen deren Vergänglichkeit beinhaltet. Sie
begegnet der Herausforderung, sich auf Zeitlichkeit einzulassen.
Abgebrannte Zündhölzer stellen ein Zwischenstadium dar: nach dem
Brand, scheinbar tot, aber doch Leben in sich bergend - in Form von
Asche, dem Nährboden für Neues.
Funktionale Reduktion
Das kinetische Die Maschine - ohne von Raphael Dörfler stellt ein
menschliches Herz dar, reduziert auf seine Funktion. Die Herzkammern
sind durch Servopumpen eines Autos ersetzt. Schläuche treten an die
Stelle von Hohlvene, Lungenvene, Aorta und Lungenarterie. Den
Sinusknoten ersetzt ein Verbrennungsmotor. Was bleibt, ist eine
Pumpe, die Maschine. Das Bild sowie die Skulptur verweisen auf die
Immaterialität des Herzens. Die Arbeit ist an der von Ricarda Denzer,
Roman Pfeffer und Nita Tandon geleiteten Abteilung TransArts
entstanden.
Kunst kann es sich zur Aufgabe machen zu reduzieren. Werbung
hingegen - oft mit dem negativen Image behaftet, andere im
ökonomischen Interesse des Werbetreibenden zu beeinflussen - stellt
aus dessen Sicht einen Versuch dar, andere ohne Zwang zu überraschen
und zu überzeugen. In der sozialen Werbung kann sie Menschen berühren
- und auch dazu bewegen, die Welt ein wenig zum Besseren zu
verändern. In diesem Sinne hat die Abteilung Grafik und Werbung eine
Kampagne für Ashoka - World Leaders in Social Innovation entwickelt,
die bei der Jahresausstellung zu sehen ist.
Für die Asienvorlieben der europäischen Aristokratie in Barock und
Rokoko sind die so genannten Chinesischen Kabinette in Schloss
Schönbrunn in ihrer Geschlossenheit und Materialvielfalt die weltweit
bedeutendsten Zeugnisse. Einen wesentlichen Bestandteil bilden die
252 an den Wänden montierten Keramikobjekte - Vasen, Becher, Gefäße
und Figuren, hauptsächlich Porzellane -, die in einem vom FWF
geförderten und von Univ.-Prof. Gabriela Krist geleiteten gemeinsamen
Projekt der Angewandten, des MAK und der Schloss Schönbrunn Kultur- und
Betriebsges.m.b.H. erforscht werden. Forschungsthemen sind Herkunft
und Geschichte der Porzellane, deren Materialien und
Herstellungstechnologie, ein geeignetes Befestigungskonzept und die
Konservierung der Lacktafeln.
Die Klasse Malerei (Leitung: Emma Rendl Denk) zeigt während der
Ausstellung das Projekt PLATFORM. Studierende von Gastprof. Monika
Grzymala präsentieren die Essenz ihrer Arbeit täglich von 17 bis
17:30 Uhr, donnerstags von 20 bis 20:30 Uhr.
Als situationsbezogene, handlungsbetonte und ephemere
künstlerische Form an der Grenze des Bestimmten ist Performance ein
offener künstlerischer Prozess, dessen Medium der/die PerformerIn
selbst ist. Sie hinterfragt als Konzept und als Praxis die
Trennbarkeit von KünstlerIn und Werk, die Warenform künstlerischer
Arbeiten. Performance ist eines der künstlerischen Projektfelder am
Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und
Kunstvermittlung. Im Sommersemester 2014 arbeiteten die Studierenden
mit dem Performancekünstler William Bilwa Costa. Seine
transdisziplinäre Praxis hat ihnen mit verschiedenen disziplinären
Erfahrungen und Hintergründen ein gemeinsames Experimentieren
eröffnet. Resonanzräume sind entstanden, in denen
Übersetzungsprozesse ungewöhnlicher Art in Gang gesetzt wurden, die
es jedem ermöglichen, mit größtmöglicher Offenheit wahrzunehmen,
aufzufassen, abzuwägen und zu antworten.
The Essence 14 ist vom 26. Juni bis zum 13. Juli 2014 im Künstlerhaus
Wien, Karlsplatz 5, 1010 Wien zu sehen.
Foto-Credits
Druckfähige Pressefotos finden Sie auf www.dieangewandte.at
Rahmenprogramm
JENNY.
Denken, Behaupten, Großtun
Lesung von Studierenden des Instituts für Sprachkunst
Mittwoch, 25. Juni 2014, 20 Uhr, Künstlerhaus Wien
JENNY ist die Anthologie des Instituts für Sprachkunst. JENNY
stellt neben Texten von Studierenden an der Angewandten auch Texte
aus anderen Schreibinstituten vor. Nebenbei reflektiert JENNY
darüber, was es heißt, heute zu schreiben. JENNY erforscht Trends.
Musikalischer Beitrag
Mittwoch, 25. Juni 2014, 20:30 Uhr
Künstlerhaus Wien
Cornelia Frischauf & Rick Lins,
veranstaltet vom Institut für Architektur / Studio Lynn
Essence Opening Night
Angewandte Party
Mittwoch, 25. Juni 2014
Ludwig und Adele,
Karlsplatz 5, 1010 Wien
Musikalischer Beitrag von Cornelia
Frischauf & Rick Lins (Wiederholung),
veranstaltet vom Institut für Architektur / Studio Lynn
Natures. Scaping the Prater
Ausstellung
4. Juni - 11. Juli 2014
Di, Mi 13 - 18 Uhr / Do, Fr 10 - 15 Uhr
Galerie IG Bildende Kunst, Gumpendorfer Straße 10 - 12, 1060 Wien
Horticultural Installation Art mit Tony Heywood und Studierenden der
Abteilung Landschaftskunst. Francesca Aldegani, Alice von Alten,
Juliette Barth, Lu Da, Anna Doppler, Linda Eder, Friedrich Engl, Nora
Gutwenger, Lisa Kuglitsch, Angelica Lorenzi, Mahsa Mahootchi,
Benedikt Meixl, Wu Pai, Clemens Schneider
Talk about Hollein!
Dienstag, 24. Juni 2014
14 - 16:30 Uhr
Universität für angewandte Kunst Wien,
Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien
Die Universität für angewandte Kunst Wien organisiert anlässlich
der Ausstellungseröffnung HOLLEIN im MAK, Museum für angewandte Kunst
/ Gegenwartskunst, ein Gespräch. Hans Hollein war durch seine Arbeit
und Begeisterung für die institutionelle Entwicklung der Universität
von entscheidender Bedeutung. Er war an der Angewandten ab 1967 als
Professor für Design tätig und leitete von 1979 bis 2002 die
Meisterklasse für Architektur.
Eingeladen sind: Francois Burkhardt, Günther Feuerstein, Lilli
Hollein, Christoph Monschein, Katarina Noever und Franziska Ullmann,
moderiert von Matthias Boeckl.
Konservierungswissenschaften heute
Aktuelle Diplomarbeiten am Institut für Konservierung und
Restaurierung
Donnerstag, 26. Juni 2014, 16 Uhr,Künstlerhaus Wien
Das Institut für Konservierung und Restaurierung lädt herzlich zu
einer Vortragsreihe im Rahmen der Essence ein. DiplomandInnen
präsentieren ihre aktuellen konservierungswissenschaftlichen
Abschlussarbeiten. Es folgt eine Diskussion mit
dem Fachpublikum. Veranstaltet von der Universität für angewandte Kunst
Wien und dem Institut für Konservierung und Restaurierung unter der
Leitung von Gabriela Krist.
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