- 13.06.2014, 12:23:15
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LOVE SEXUALITY - FIGHT SEXISM: Demonstration gegen "Marsch für die Familie"
Fundamentalistische Christ_innen wollen gegen Homosexualität, Emanzipation und Selbstbestimmung auf die Straße gehen
Utl.: Fundamentalistische Christ_innen wollen gegen Homosexualität,
Emanzipation und Selbstbestimmung auf die Straße gehen =
Wien (OTS) - Wie jedes Jahr wollen homophobe, sexistische und
reaktionäre Christ_innen eine Gegendemo zur Regenbogenparade
veranstalten. Unter dem Titel "Marsch für die Familie" soll gegen
"Gender-Wahn" (sic!), das Frauenrecht auf Abtreibung, Homosexualität
und Selbstbefriedigung marschiert werden. Die Veranstalter_innen
sind großteils aus dem Umfeld von kreuz.net, arbeiten aber unter der
harmlosen Bezeichnung "Plattform Familie". Tatsächlich handelt es
sich jedoch bei der Gruppe um Fundamentalist_innen, die in der
Vergangenheit nicht nur durch aggressive Homophobie, sondern auch
durch ihre Nähe zu rechtsextremen und antisemitischen Positionen in
Erscheinung getreten sind.
Mit rückständigen Forderungen wie jener nach einer "Abschaffung von
Kinderkrippen" und ersatzweiser "Einführung von Muttergehalt" zeigen
sie unverhohlen ihr reaktionäres Rollen- und Familienbild, nach dem
nur die Frau für die Erziehung der Kinder sowie Hausarbeit zuständig
sei. Mit "Familie" ist im Weltbild der christlichen
Fundamentalist_innen lediglich eine heterosexuelle
Mutter-Vater-Kind-Familie gemeint. Auch die geforderte "Abschaffung
des Sexualkundeunterrichts" in der Schule ist absurd und gleicht
mittelalterlichen Vorstellungen.
Trotz ihrer geringen Anzahl stellen diese verklemmten Lustfeind_innen
eine ernst zu nehmende Gefahr dar. In vielen Ländern finden
bedrohliche Rückschritte gegen Aufklärung und Befreiung statt.
Homophobe, transphobe und faschistische Gruppen terrorisieren und
ermorden Menschen aufgrund ihrer Sexualität, das Recht auf Abtreibung
wird vielerorts stärker beschränkt oder sogar komplett gestrichen.
Homophobe und frauen*feindliche Aufmärsche wie dieser dürfen nicht
unwidersprochen bleiben. Schon in den vergangenen Jahren ist es
gelungen, die klägliche Ansammlung der Christ_innen durch lautstarke,
bunte und entschlossene Proteste in die Schranken zu weisen. Deshalb
gilt es - wie jedes Jahr - sich diesen Sexist_innen und ihrem
"Marsch für die Familie" in den Weg zu stellen. Wir fordern das
Adoptionsrecht für alle unabhängig ihrer Sexualität und setzen uns
gegen jegliche Diskriminierung aufgrund von Sexualität und Identität
ein.
Deshalb rufen wir am Samstag, den 14. Juni, ab 14 Uhr beim
Stephansdom (Südseite) zur Gegendemonstration auf.
HOMOPHOBEN AUFMARSCH VERHINDERN!
LOVE SEXUALITY - FIGHT SEXISM!
Die ÖH Uni Wien ist die Interessensvertretung an der größten
Universität in Österreich.
Die ÖH Uni Wien bekennt sich ausdrücklich zum allgemeinpolitischen
Mandat, seit Jahren setzten wir uns für die Rechte von LGBTIQA
Personen ein, zudem haben wir ein Referat für
HomoBiTrans*-Angelegenheiten, das sich explizit mit diesem Thema an
der Universtiät Wien auseinandersetzt.
Love Sexuality - Hate Sexism
Aufruf zur Demo gegen den "Marsch der Familie" von
fundamentalistischen Christ_innen
Datum: 14.6.2014, um 14:00 Uhr
Ort: Stephansdom (Südseite)
Stephansplatz 3, 1010 WienOTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW






