LOVE SEXUALITY - FIGHT SEXISM: Demonstration gegen "Marsch für die Familie"

Fundamentalistische Christ_innen wollen gegen Homosexualität, Emanzipation und Selbstbestimmung auf die Straße gehen

Wien (OTS) - Wie jedes Jahr wollen homophobe, sexistische und reaktionäre Christ_innen eine Gegendemo zur Regenbogenparade veranstalten. Unter dem Titel "Marsch für die Familie" soll gegen "Gender-Wahn" (sic!), das Frauenrecht auf Abtreibung, Homosexualität und Selbstbefriedigung marschiert werden. Die Veranstalter_innen sind großteils aus dem Umfeld von kreuz.net, arbeiten aber unter der harmlosen Bezeichnung "Plattform Familie". Tatsächlich handelt es sich jedoch bei der Gruppe um Fundamentalist_innen, die in der Vergangenheit nicht nur durch aggressive Homophobie, sondern auch durch ihre Nähe zu rechtsextremen und antisemitischen Positionen in Erscheinung getreten sind.

Mit rückständigen Forderungen wie jener nach einer "Abschaffung von Kinderkrippen" und ersatzweiser "Einführung von Muttergehalt" zeigen sie unverhohlen ihr reaktionäres Rollen- und Familienbild, nach dem nur die Frau für die Erziehung der Kinder sowie Hausarbeit zuständig sei. Mit "Familie" ist im Weltbild der christlichen Fundamentalist_innen lediglich eine heterosexuelle Mutter-Vater-Kind-Familie gemeint. Auch die geforderte "Abschaffung des Sexualkundeunterrichts" in der Schule ist absurd und gleicht mittelalterlichen Vorstellungen.

Trotz ihrer geringen Anzahl stellen diese verklemmten Lustfeind_innen eine ernst zu nehmende Gefahr dar. In vielen Ländern finden bedrohliche Rückschritte gegen Aufklärung und Befreiung statt. Homophobe, transphobe und faschistische Gruppen terrorisieren und ermorden Menschen aufgrund ihrer Sexualität, das Recht auf Abtreibung wird vielerorts stärker beschränkt oder sogar komplett gestrichen.

Homophobe und frauen*feindliche Aufmärsche wie dieser dürfen nicht unwidersprochen bleiben. Schon in den vergangenen Jahren ist es gelungen, die klägliche Ansammlung der Christ_innen durch lautstarke, bunte und entschlossene Proteste in die Schranken zu weisen. Deshalb gilt es - wie jedes Jahr - sich diesen Sexist_innen und ihrem "Marsch für die Familie" in den Weg zu stellen. Wir fordern das Adoptionsrecht für alle unabhängig ihrer Sexualität und setzen uns gegen jegliche Diskriminierung aufgrund von Sexualität und Identität ein.

Deshalb rufen wir am Samstag, den 14. Juni, ab 14 Uhr beim Stephansdom (Südseite) zur Gegendemonstration auf.

HOMOPHOBEN AUFMARSCH VERHINDERN!
LOVE SEXUALITY - FIGHT SEXISM!

Die ÖH Uni Wien ist die Interessensvertretung an der größten Universität in Österreich.
Die ÖH Uni Wien bekennt sich ausdrücklich zum allgemeinpolitischen Mandat, seit Jahren setzten wir uns für die Rechte von LGBTIQA Personen ein, zudem haben wir ein Referat für HomoBiTrans*-Angelegenheiten, das sich explizit mit diesem Thema an der Universtiät Wien auseinandersetzt.

Love Sexuality - Hate Sexism

Aufruf zur Demo gegen den "Marsch der Familie" von
fundamentalistischen Christ_innen

Datum: 14.6.2014, um 14:00 Uhr

Ort:
Stephansdom (Südseite)
Stephansplatz 3, 1010 Wien

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