- 12.06.2014, 14:19:03
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Ruck: Anwohnerparken muss Platz für Wirtschaft lassen
Innere Stadt: 20 Prozent der Stellflächen sollen wegfallen - Ansässige Unternehmer gegenüber Anrainern benachteiligt - Probleme für Lieferanten, Handwerker und Kunden
Utl.: Innere Stadt: 20 Prozent der Stellflächen sollen wegfallen -
Ansässige Unternehmer gegenüber Anrainern benachteiligt -
Probleme für Lieferanten, Handwerker und Kunden =
Wien (OTS) - Künftig sollen 1600 Stellplätze im Ersten Bezirk für
Anrainer reserviert sein. Die Wirtschaftskammer Wien befürchtet
massive negative Folgen für den Wirtschaftsverkehr und für die
Erreichbarkeit der 8300 Betriebe in der Innenstadt. Denn:
- Ansässige Unternehmer mit Parkkarten für den Ersten Bezirk dürfen
Anwohnerzonen nicht benutzen. Damit sind sie gegenüber Anrainern klar
diskriminiert.
- Durch die Beschilderung als Halteverbot sind selbst kurze
Ladetätigkeiten für Lieferanten und Kunden nicht mehr möglich.
- Damit werden auch Lieferungen zu den Bewohnern, Service- und
Montagetätigkeiten verhindert. Selbst das Ein- und Aussteigenlassen
ist verboten.
"Die neue Regelung beeinträchtigt die Anliegen der Betriebe,
Lieferanten und Kunden massiv. Es muss eine Lösung gefunden werden,
mit der alle Seiten leben können - auch die Unternehmer", sagt Walter
Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Konkret schlägt Ruck
folgende Maßnahmen vor, um den Wirtschaftsverkehr aufrechtzuerhalten
und gleichzeitig die Anliegen der Anrainer zu berücksichtigen:
1. Verwendung eines Park- anstelle eines Halteverbots, um kurze
Liefertätigkeiten zu ermöglichen.
2. Forderung nach einer zeitlichen Staffelung der Anwohnerzonen
entsprechend tatsächlichem Bedarf: Anders als in vergleichbaren
Städten würde die neue Wiener Regelung derzeit rund um die Uhr
gelten.
3. Gleichbehandlung Anrainer und Betriebe: Öffnen der Anwohnerzonen
für betriebliche KFZ mit Parkkarte für den Ersten Bezirk und für
Montage- und Servicefahrzeuge.
4. Anwohnerzonen nur an einer Straßenseite und nur dort, wo keine
Betriebe mit Zufahrts- und Ladebedürfnissen angesiedelt sind.
"Wer den Wirtschaftsverkehr vertreibt, gefährdet die Nahversorgung
und die tausenden Arbeitsplätze im Bezirk", so Ruck, der an die Stadt
appelliert, die Forderungen der WK Wien zu berücksichtigen.
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