Ruck: Anwohnerparken muss Platz für Wirtschaft lassen

Innere Stadt: 20 Prozent der Stellflächen sollen wegfallen - Ansässige Unternehmer gegenüber Anrainern benachteiligt - Probleme für Lieferanten, Handwerker und Kunden

Wien (OTS) - Künftig sollen 1600 Stellplätze im Ersten Bezirk für Anrainer reserviert sein. Die Wirtschaftskammer Wien befürchtet massive negative Folgen für den Wirtschaftsverkehr und für die Erreichbarkeit der 8300 Betriebe in der Innenstadt. Denn:
- Ansässige Unternehmer mit Parkkarten für den Ersten Bezirk dürfen Anwohnerzonen nicht benutzen. Damit sind sie gegenüber Anrainern klar diskriminiert.
- Durch die Beschilderung als Halteverbot sind selbst kurze Ladetätigkeiten für Lieferanten und Kunden nicht mehr möglich.
- Damit werden auch Lieferungen zu den Bewohnern, Service- und Montagetätigkeiten verhindert. Selbst das Ein- und Aussteigenlassen ist verboten.

"Die neue Regelung beeinträchtigt die Anliegen der Betriebe, Lieferanten und Kunden massiv. Es muss eine Lösung gefunden werden, mit der alle Seiten leben können - auch die Unternehmer", sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Konkret schlägt Ruck folgende Maßnahmen vor, um den Wirtschaftsverkehr aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Anliegen der Anrainer zu berücksichtigen:
1. Verwendung eines Park- anstelle eines Halteverbots, um kurze Liefertätigkeiten zu ermöglichen.
2. Forderung nach einer zeitlichen Staffelung der Anwohnerzonen entsprechend tatsächlichem Bedarf: Anders als in vergleichbaren Städten würde die neue Wiener Regelung derzeit rund um die Uhr gelten.
3. Gleichbehandlung Anrainer und Betriebe: Öffnen der Anwohnerzonen für betriebliche KFZ mit Parkkarte für den Ersten Bezirk und für Montage- und Servicefahrzeuge.
4. Anwohnerzonen nur an einer Straßenseite und nur dort, wo keine Betriebe mit Zufahrts- und Ladebedürfnissen angesiedelt sind.

"Wer den Wirtschaftsverkehr vertreibt, gefährdet die Nahversorgung und die tausenden Arbeitsplätze im Bezirk", so Ruck, der an die Stadt appelliert, die Forderungen der WK Wien zu berücksichtigen.

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