Tatort Krankenhaus: Tanja Wedhorn und Alexander Beyer im ORF/ARD-Drama "Die Kraft, die du mir gibst"

ORF-Premiere am 13. Juni in ORF 2

Wien (OTS) - Wenn das Krankenhaus krank macht - genau darum geht es am Freitag, dem 13. Juni 2014, um 20.15 Uhr in ORF 2, wenn Zoltan Spirandellis ORF/ARD-Drama "Die Kraft, die du mir gibst" von einer jungen Familie erzählt, deren Leben durch vermeidbare Hygienemängel beinahe zerstört wird. Denn jährlich infizieren sich Hunderttausende Menschen mit gefährlichen Keimen an einem Ort, an dem sie eigentlich gesund werden sollen. Grund dafür sind sogenannte MRSA-Viren, Krankenhauskeime, die in Spitälern lauern. Und genau durch diese wird das Leben eines jungen Vaters und dessen Familie von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Tanja Wedhorn spielt eine passionierte Wissenschafterin, die hin- und hergerissen ist zwischen ihrem beruflichen Erfolg und der Verantwortung für ihren Mann. Alexander Beyer spielt diesen lebenslustigen Familienvater, der bald nur noch ein Schatten seiner selbst ist. In weiteren Rollen sind u. a. Max Urlacher, Barbara-Magdalena Ahren, Michael Schönborn, Hary Prinz, Neo-"Soko Kitzbühel"-Kommissarin Julia Cencig, Peter Raffalt und Doris Schretzmayer zu sehen. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Martin Douven. Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2013 in Graz und Umgebung statt.

Tanja Wedhorn: "Die Thematik ist sehr spannend, ergreifend und hochaktuell"

"'Die Kraft, die du mir gibst' ist kein fröhlicher Familienfilm. Das Thema geistert überall durch die Medien, ist ergreifend und hochaktuell - und man kann es in diesem Film noch bewusster machen. Denn es ist genau so, wie wir es auch im Film beschreiben. Da ist nichts weit hergeholt oder "Hollywood-like", es ist nichts aufgebauscht - sondern offensichtlich Alltag", so Tanja Wedhorn. Ob ihrer Meinung nach besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind? "Ich bin ein ganz positiver Mensch, das würde mich zu sehr belasten, wenn ich nur immer an das Schlimmste denken würde. So kann man nicht leben. Jeder Tag kann der letzte sein, es kann alles passieren, aber so möchte ich nicht leben." Obwohl sie in Österreich bereits 2005 die Goldene Romy in der Kategorie "Beliebtester weiblicher Shootingstar" erhalten hat, führten sie die Dreharbeiten damals erstmals nach Österreich: "Es ist das erste Mal, dass ich in Österreich drehe, und es ist wunderschön hier. Ich bin auch schon etwas herumgekommen, aber manchmal fehlt dazu einfach die Zeit."

Michael Schönborn: "Es gibt auch viele Fälle, die bleibende Schäden nach sich ziehen"

"Faktum ist, dass das Problem in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig ist und dass es in Kliniken immer wieder zu schweren Infektionsproblemen kommt. Es gibt auch viele Fälle, die bleibende Schäden nach sich ziehen. Ich spiele den Geschäftsführer einer Klinik, bin kein Mediziner. Meine Rolle missachtet gewisse Hygienevorschriften, spart am Personal - und das führt im Film zu einer schweren Infektion, die beinahe tödlich endet", so Michael Schönborn.

Regisseur Zoltan Spirandelli: "Wir wollen das Bewusstsein für ein Problem schärfen"

"Im Grunde erzählen wir eine Familiengeschichte, ein Drama über eine junge Familie, in der der Vater krank wird, chronisch krank, und sich über einen langen Zeitraum nicht erholt. Das belastet natürlich die Beziehung zwischen den Eltern und die Verhältnisse in der Familie. Aufgehängt ist das Ganze an einer MRSA-Infektion - und das ist das Brisante an dem Thema, es ist nichts Seltenes heutzutage", gibt Regisseur Zoltan Spirandelli Einblick. "In Deutschland allein sterben sehr viele Menschen aufgrund von Krankenhauskeimen. Es ist ein Thema, das in der Gesundheitspolitik eine große Rolle spielen sollte - und genau deshalb wollen wir mit diesem Film das Bewusstsein für dieses Problem schärfen. Diese MRSA-Keime sind resistente Keime, deswegen ist die Krankheit so langwierig und schwer zu therapieren. Das Thema hat Brisanz, weil es eine zunehmende Bedrohung im Gesundheitswesen darstellt."

Mehr zum Inhalt

Die Diagnose ist erschreckend: Bei einer harmlosen Bein-OP infiziert sich Konrad (Alexander Beyer) mit gefährlichen Krankenhauskeimen. Seine Frau Maja (Tanja Wedhorn) steckt in einer Zwickmühle: Die frisch promovierte Molekularbiologin hat gerade ihre erste Stelle angetreten - ausgerechnet in der Klinik, die Konrad behandelt hat. So richtig freuen kann sich Maja sich über ihren Traumjob als Molekularbiologin in einer renommierten Klinik nicht. Doch eigentlich beginnt alles ganz gut, gemeinsam mit ihrem Team macht die ambitionierte Forscherin eine bedeutende Entdeckung. Klinikchef Professor Adler (Hary Prinz) ist sehr zufrieden mit ihr. Doch den Fall ihres Mannes will er am liebsten unter den Teppich kehren, zumal ein unabhängiges Hygienegutachten keinerlei Versäumnisse seines Hauses erkennen lässt. Unterdessen verschlechtert sich Konrads Zustand dramatisch. Er muss seinen Beruf als Gärtner aufgeben, zieht sich immer mehr zurück und hängt dunklen Gedanken nach. Maja versucht auf eigene Faust herauszufinden, wie sich Konrad in der Klinik mit den multiresistenten Keimen infizieren konnte. Dabei stößt sie auf erschreckende Mängel bei der Patientenversorgung.

"Die Kraft, die du mir gibst" ist eine Produktion der Maran Film und MR-Film im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste und des ORF, hergestellt mit Unterstützung von Cinestyria Filmcommission and Fonds und der Stadt Graz.

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