• 12.06.2014, 09:18:19
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Mailath zeichnet Wiener Schule mit Leon Zelman-Preis aus

Preis für lebendiges Miteinander an Bundesgymnasium 19

Utl.: Preis für lebendiges Miteinander an Bundesgymnasium 19 =

Wien (OTS) - Der Leon Zelman-Preis 2014 wird heute Donnerstag, an das
Bundesgymnasium 19 (G 19), Gymnasiumstraße verliehen. Der Preis ist
mit 5.000,- Euro dotiert und wird von der Stadt Wien gestiftet.

"Das intensive und langjährige Bemühen der Schulgemeinschaft des
Bundesgymnasiums 19 hat mich tief berührt. Ich freue mich auch, dass
es einen würdigen Preis dafür gibt, um dieses so wichtige Wirken im
Dienste des Erinnerns auszuzeichnen. Der Wert der hier von den
SchülerInnen und PädagogInnen geleisteten Aufarbeitung jüdischer
Vertreibung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Sie
verbindet sinnvolle Pädagogik, aktives, kreatives Lernen und Forschen
mit der so wichtigen lebendigen Vermittlung unserer Vergangenheit -
ohne die wir letztendlich keine Zukunft haben. Die Annäherung an
dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte gelingt hier auch deshalb so
wirkungsvoll, weil es ebenso die SchülerInnen von einst einbindet.
Ein Schulprojekt, von dem zu hoffen ist, dass es Schule macht." so
Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der Initiator des
Preises.

Die Jury würdigt mit der Vergabe des Leon Zelman-Preises die
umfassende Leistung der PädagogInnen, insbesondere von Mag. Martin
Krist, sowie der SchülerInnen des G 19: insbesondere das genaue
Aufarbeiten der Schulgeschichte während der NS-Zeit, die Aufzeichnung
der Lebensläufe und Schicksale der jüdischen SchülerInnen verbunden
mit der Kontaktaufnahme und Einladung der vertriebenen jüdischen
SchülerInnen nach Wien wurden belohnt.

Dieses vielfältige Wirken der Schulgemeinschaft des
Bundesgymnasium 19 steht für das, was Leon Zelman Zeit seines Lebens
angetrieben hat: die Erinnerung an die Shoah und ihre Opfer sowie das
Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus.
Die Laudatio wird Dr. Werner Dreier, Geschäftsführer des Vereins
"erinnern.at" halten, der Preis wird von Stadtrat Andreas
Mailath-Pokorny heute Donnerstag, 12. Juni, um 18.30 Uhr im Wiener
Rathaus, im Stadtsenatsitzungssaal, übergeben.

Der Preis

Die Auszeichnung wird seit 2013 im Gedenken an Leon Zelman und
sein Wirken als langjähriger Leiter des Jewish Welcome Service und
Herausgeber der Zeitschrift "Das Jüdische Echo" einmal jährlich
verliehen. Sie ergeht an Personen, Projekte, und Organisationen die
sich für Dialog, Erinnern und das Engagement gegen Rassismus
und Antisemitismus verdient gemacht haben. Ihrem Bemühen soll hiermit
eine breite Öffentlichkeit gewidmet werden.

Jewish Welcome Service

1980 wurde der Jewish Welcome Service auf Initiative des damaligen
Bürgermeisters Leopold Gratz und des Stadtrates Heinz Nittel
gemeinsam mit dem 2007 verstorbenen Leon Zelman gegründet. Präsident
ist der jeweilige Bürgermeister der Stadt Wien. Hauptaufgaben sind
das Besuchsprogramm für vertriebene jüdische BürgerInnen, Einladungen
für die jüngere Generation sowie die Unterstützung von Gedenk-und
Erinnerungsinitiativen. Seit dem Jahr 2012 unterstützt auch der
Wiener Städtische Versicherungsverein, Hauptaktionär der Vienna
Insurance Group, die Arbeit des Jewish Welcome Service.

Leon Zelman-Preis
Donnerstag, 12. Juni,
um 18.30 Uhr im Wiener Rathaus, Stadtsenatsitzungssaal.

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