Mailath zeichnet Wiener Schule mit Leon Zelman-Preis aus

Preis für lebendiges Miteinander an Bundesgymnasium 19

Wien (OTS) - Der Leon Zelman-Preis 2014 wird heute Donnerstag, an das Bundesgymnasium 19 (G 19), Gymnasiumstraße verliehen. Der Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert und wird von der Stadt Wien gestiftet.

"Das intensive und langjährige Bemühen der Schulgemeinschaft des Bundesgymnasiums 19 hat mich tief berührt. Ich freue mich auch, dass es einen würdigen Preis dafür gibt, um dieses so wichtige Wirken im Dienste des Erinnerns auszuzeichnen. Der Wert der hier von den SchülerInnen und PädagogInnen geleisteten Aufarbeitung jüdischer Vertreibung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Sie verbindet sinnvolle Pädagogik, aktives, kreatives Lernen und Forschen mit der so wichtigen lebendigen Vermittlung unserer Vergangenheit -ohne die wir letztendlich keine Zukunft haben. Die Annäherung an dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte gelingt hier auch deshalb so wirkungsvoll, weil es ebenso die SchülerInnen von einst einbindet. Ein Schulprojekt, von dem zu hoffen ist, dass es Schule macht." so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der Initiator des Preises.

Die Jury würdigt mit der Vergabe des Leon Zelman-Preises die umfassende Leistung der PädagogInnen, insbesondere von Mag. Martin Krist, sowie der SchülerInnen des G 19: insbesondere das genaue Aufarbeiten der Schulgeschichte während der NS-Zeit, die Aufzeichnung der Lebensläufe und Schicksale der jüdischen SchülerInnen verbunden mit der Kontaktaufnahme und Einladung der vertriebenen jüdischen SchülerInnen nach Wien wurden belohnt.

Dieses vielfältige Wirken der Schulgemeinschaft des Bundesgymnasium 19 steht für das, was Leon Zelman Zeit seines Lebens angetrieben hat: die Erinnerung an die Shoah und ihre Opfer sowie das Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus.
Die Laudatio wird Dr. Werner Dreier, Geschäftsführer des Vereins "erinnern.at" halten, der Preis wird von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny heute Donnerstag, 12. Juni, um 18.30 Uhr im Wiener Rathaus, im Stadtsenatsitzungssaal, übergeben.

Der Preis

Die Auszeichnung wird seit 2013 im Gedenken an Leon Zelman und sein Wirken als langjähriger Leiter des Jewish Welcome Service und Herausgeber der Zeitschrift "Das Jüdische Echo" einmal jährlich verliehen. Sie ergeht an Personen, Projekte, und Organisationen die sich für Dialog, Erinnern und das Engagement gegen Rassismus
und Antisemitismus verdient gemacht haben. Ihrem Bemühen soll hiermit eine breite Öffentlichkeit gewidmet werden.

Jewish Welcome Service

1980 wurde der Jewish Welcome Service auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Leopold Gratz und des Stadtrates Heinz Nittel gemeinsam mit dem 2007 verstorbenen Leon Zelman gegründet. Präsident ist der jeweilige Bürgermeister der Stadt Wien. Hauptaufgaben sind das Besuchsprogramm für vertriebene jüdische BürgerInnen, Einladungen für die jüngere Generation sowie die Unterstützung von Gedenk-und Erinnerungsinitiativen. Seit dem Jahr 2012 unterstützt auch der Wiener Städtische Versicherungsverein, Hauptaktionär der Vienna Insurance Group, die Arbeit des Jewish Welcome Service.

Leon Zelman-Preis
Donnerstag, 12. Juni,
um 18.30 Uhr im Wiener Rathaus, Stadtsenatsitzungssaal.

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Jewish Welcome Service
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Mediensprecher des Stadtrates für Kultur und Wissenschaft
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