Grüne-Holub: "Werde auf Einhaltung der Naturschutzbestimmungen achten!"

Petition "Rettet die Kleinfragant" an Landtag übergeben

Klagenfurt (OTS) - Vor der heutigen Landtagssitzung übergaben Walter Papst, der Sprecher der Bürgerinitiative "Schützt Kärntens Alpinregionen", Joachim Gfreiner, der Vorsitzende des Alpenvereins in Kärnten und Klaus Bayer von den Naturfreunden die Petition "Rettet die Kleinfragant" an Umweltlandesrat Rolf Holub und die Abgeordneten des Grünen Landtagsklubs. Die Petition, die binnen von knapp drei Wochen 2700 Unterschriften erhielt, spricht sich für den Erhalt des Naturschutzgebietes und gegen Lift- und Schipistenprojekte in der Kleinfragant aus.

Landesrat Rolf Holub versichert den Antragstellern, auf die Einhaltung der Gesetze und Naturschutzbestimmungen zu achten: "Eine Aufhebung der Verordnungen für die Naturschutzgebiete Kleinfragant und Wurten West würde der Alpenkonvention widersprechen, zu deren Einhaltung sich Österreich verpflichtet hat. Der Naturschutzbeirat hat bereits sein "Nein" zur Errichtung von Aufstiegsanlagen und Skipisten im Naturschutzgebiet Kleinfragant erklärt."

Klubobfrau Barbara Lesjak: "Hier haben in derselben Frist mehr als dreimal soviel Menschen für den Naturschutz unterschrieben, als bei der Petition der Wirtschaftskammer, die für die Talabfahrt Werbung macht. Damit setzen die Kärntnerinnen und Kärntner ein eindeutiges Zeichen für den Naturschutz. Naturzerstörung ist retro! Ich hoffe, diese Überzeugung setzt sich auch hier in diesem Haus, das die Menschen im Land vertreten soll, durch!"

Michael Johann, der Vorsitzende des Umweltausschusses im Kärntner Landtag, sieht erhebliche Mängel beim Ende Mai eingereichten Projekt für die Talabfahrt: "Der UVP-Feststellungsantrag weist erhebliche Mängel auf, so fehlen für mindestens ein Viertel der Talabfahrt die erforderlichen vegetationsökologischen Untersuchungen. Überdies führt die Piste durch geologisch extrem gefährliches Gelände, das darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden!"

Eine Aufhebung des Naturschutzstatus der Kleinfragant erscheint auch für Johann undenkbar: "Was wäre der Sinn des Naturschutzes, wenn geschützte Flächen wie Spielfiguren über das Brett geschoben werden, wenn Naturschutz nur dort gilt, wo es keine Bedrohung gibt, aber dort weichen muss, wo Nutzungsinteressen bestehen?"

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