NEWS: Steueraffäre Nitsch - Geheim-Video belastet den Künstler und seine Frau

Rita Nitsch bestätigt laut Video Wochenend-Verkäufe, spricht über ihre Angst vor der Finanz und darüber, wie viel Geld wirklich in ihrem Tresor gewesen sein soll.

Wien (OTS) - In der Steueraffäre um den Aktionskünstler Hermann Nitsch (75) und seine Frau Rita liegt dem Nachrichtenmagazin NEWS exklusiv ein wichtiges Beweisstück vor, das das Ehepaar schwer belastet. Es handelt sich um Videoaufnahmen, auf denen Rita Nitsch zu sehen ist. Laut Video erklärt die Ehefrau des Künstlers, eine frühere Mitarbeiterin habe "mitgekriegt (...), dass ich etwas verkauft habe -und nicht übers Konto". In ihrem Tresor, der im März 2013 bei einem Einbruch geknackt wurde, soll laut Videoaufnahme deutlich mehr Bargeld gelegen sein, als jene 400.000 Euro, die Rita Nitsch unter Wahrheitspflicht bei der Polizei angegeben hat: "Es war über eine Million drinnen (...) - wenn nicht noch zwei, drei Hunderttausend mehr."

Den Aussagen auf dem Video zufolge hatte das Ehepaar Nitsch Angst, von einer ehemaligen Mitarbeiterin bei der Finanz angezeigt zu werden: "Und dann habe ich gesagt: Bitte, Nitsch, ruf du sie an. Weil nicht ich gehe ins Gefängnis - du. Das ist dein Betrieb. Du gehst ins Gefängnis." Außerdem spricht Rita Nitsch laut Video über ihre Bekanntschaft mit Ernst Strasser, der ihr einen Tipp in Bezug auf die Beschäftigung ausländischer Arbeiter gegeben haben soll. Strasser weist das entschieden zurück.

NEWS zitiert in seiner aktuellen Ausgabe ausführlich aus den Videoaufnahmen. Ein Anwalt von Hermann und Rita Nitsch erklärte auf Anfrage, seinen Mandanten wären die "angeblichen" Aufnahmen unbekannt: "Jedenfalls aber habe ich festzuhalten, dass die Zitate (...) unrichtig sind. Hermann Nitsch und Rita Nitsch behalten sich rechtliche Schritte vor." Für alle genannten Personen gilt in vollem Umfang die Unschuldsvermutung.

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