- 10.06.2014, 12:21:18
- /
- OTS0121 OTW0121
Bilanz: AIT mit stabilem Gewinn und steigendem Auftragsstand
Jahresgewinn von 2.3 Mio. EUR und Betriebsleistung auf stabil hohem Niveau - für 2014 wird eine weitere positive Entwicklung erwartet

Utl.: Jahresgewinn von 2.3 Mio. EUR und Betriebsleistung auf stabil
hohem Niveau - für 2014 wird eine weitere positive Entwicklung
erwartet =
Wien (OTS) - Mit einem Jahresgewinn von 2,3 Mio. EUR und einem EGT
von 2,2 Mio. EUR kann das AIT zum sechsten Mal in Folge positiv
bilanzieren und hat damit auch 2013 eine Betriebsleistung auf stabil
hohem Niveau erbracht. Steigerungen konnten sowohl in der Auftrags-
als auch in der kofinanzierten Forschung erreicht werden.
"Das AIT konnte 2013 in fast allen Bereichen der Bilanzzahlen
stabil im positiven Bereich bleiben. Die Gewinne werden wie bereits
in den vergangenen Jahren in den Ausbau der Forschungsinfrastruktur
investiert, um die Attraktivität für unsere Kunden und Partner zu
erweitern und das Unternehmen auch international sichtbarer zu
machen", so Geschäftsführer DI Anton Plimon anlässlich der
Bilanz-Pressekonferenz des AIT Austrian Institute of Technology für
das Geschäftsjahr 2013. Für das Jahr 2014 erwartet Plimon eine
weitere positive Entwicklung für die größte außeruniversitäre
Forschungseinrichtung Österreichs.
Plimon: "Nach der Stabilisierung der Eigenkapitalquote in den
ersten Jahren nach 2007 können wir nun kontinuierlich Ergebnisse in
unsere Forschung und Forschungsinfrastruktur reinvestieren. Dies
waren im Berichtsjahr 2013 rund 2,5 Mio. EUR. Die Basis dafür sind
die Auftragsstände, die wir basierend auf dem Niveau der Vorjahre
positiv weiterentwickeln konnten."
Das AIT war 2013 insbesondere bei der Einwerbung von Förderungen
erfolgreich. Das ist deshalb wichtig, weil das 7. europäische
Rahmenprogramm nunmehr durch das 8. europäische "Horizon
2020"-Programm abgelöst wurde. Das AIT konnte bisher bis zur Vergabe
der ersten Projekte aus diesem neuen Programm eine gute Auftragslage
im Bereich der Förderungen aufbauen. Vor allem Länder der EU-28,
bei denen Einsparungen bzw. keine Steigerungen im Budget für
Forschung, Innovation und Wissenschaft zu verzeichnen sind, wandern
derzeit verstärkt in das EU Förderprogramm HORIZON 2020. Damit steigt
die Anzahl der eingereichten Förderanträge. Gleichzeitig
werden auf EU-Ebene gesamthaft weniger Anträge positiv beurteilt.
Insgesamt verschärfen sich hier der Wettbewerb und die
Rahmenbedingungen deutlich. "Unsere Strategie basiert auf
Systemkompetenz und Einzeltechnologien, aus denen Geschäftsmodelle
entstehen. Output ist ein Bündel an Forschungsleistungen in den
zentralen Infrastrukturthemen von Morgen für klar umrissene
Kundengruppen", so Plimon.
AIT und BMVIT schließen Rahmenfinanzierungsvereinbarung
Ende 2013 wurde mit dem BMVIT eine Rahmenfinanzierungsvereinbarung
für die Jahre 2013-2017 abgeschlossen. AIT Aufsichtsratspräsident Dr.
Hannes Androsch: "Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass
der erfolgreiche Weg des AIT weiter fortgesetzt wird. In der
Rahmenfinanzierung ist vorgesehen, dass in diesen vier Jahren 308
Mio. EUR aus externen Erlösen des AIT Budgetmitteln von 203 Mio. EUR
gegenüberstehen werden. Das Unternehmen soll in den vier
technologisch orientierten Departments weiter wachsen."
Aus 1 EUR Basisdotierung werden 2,5 EUR
Für jeden EURO aus der Finanzierungsvereinbarung wirbt das AIT 1,5
EUR extern ein. Zwischen 2013 und 2017 ist geplant, dass die
selbst durch das AIT erwirtschafteten Finanzmittel aus der
Auftragsforschung, EU-Förderungen etc. um 36% ansteigen.
Androsch weiter: "Das AIT stärkt der Industrie und den Partnern
aus den technologischen und öffentlichen Infrastrukturen den Rücken.
Überdurchschnittlich steigende Arbeitskosten bei gleichzeitig zu
geringer Produktivitätssteigerung und mangelnder Innovationsdynamik
machen es heimischen Unternehmen zunehmend schwerer, sich im
internationalen Wettbewerb zu behaupten. Stellhebel sind die Bildung,
die Arbeitskosten und eine erträgliche Steuerbelastung.
Leistung muss sich lohnen und die notwendigen Innovationsdynamik muss
gesteigert werden. Dadurch kann die Beschäftigung ausgebaut und
breiter Wohlstand und Wohlfahrt gesichert werden."
Das AIT hat sich das Ziel gesetzt, ein hohes wissenschaftliches
Profil und eine internationale Wettbewerbsfähigkeit in den
Infrastrukturthemen der Zukunft als Basis für einen hohen Mehrwert
für ihre Kunden zu erreichen. Die Internationalisierung dient vor
allem dazu, langfristige Partnerschaften mit
Top-Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu etablieren sowie
SpitzenforscherInnen zu rekrutieren. Androsch: "Die Kompetenzen des
AIT werden in ausgewählten Bereichen gebündelt, um eine stärkere
Marktposition zu erzielen und sowohl wissenschaftliche als auch
wirtschaftliche Synergieeffekte zu nutzen. Diese Bereiche sind z.B.
Smart Grids, Ambient Assisted Living oder Urban Systems."
Im vergangenen Jahr konnte der Mitarbeiterstand von
durchschnittlich 890 auf 915 Personen erhöht werden. Derzeit arbeiten
inkl. der Dissertantinnen und Dissertanten u.a. rd. 1.180
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am AIT an den "Grand Challenges" der
Infrastrukturthemen der Zukunft. Androsch: "Ziel ist es, bis 2017 die
Mitarbeiterzahl auf rd. 1.335 zu erhöhen. Damit kann das AIT
in diesen Themenbereichen auch eine kritische Masse aufbauen, mit der
die Forschungseinrichtung national und international optimale
Ergebnisse erreicht."
Scientific & Performance Indicators
Für das AIT als Forschungsinstitut zählen natürlich nicht nur die
finanziellen Leistungsindikatoren. Der Zielerreichungsgrad wird
regelmäßig mit Hilfe der "Scientific & Performance Indicators",
gemessen. Hierbei werden auch die nicht-finanziellen Leistungen
berücksichtigt. 2013 konnten die Anzahl der angemeldeten Patente auf
22 gesteigert werden (2011: 15, 2012: 20). Die Anzahl der
Publikationen in wissenschaftliche referenzierenden Zeitschriften mit
Impact-Faktor ist von 143 auf 183 angestiegen. Im Jahr 2013
stieg die Zahl der DissertantInnen von 153 auf 191, wobei der Anteil
aus internationalem Raum von 35% auf 38% angehoben werden
konnte. Im Berichtjahr wurden am AIT 20 Dissertationen und 53
Diplomarbeiten abgeschlossen. Prof. Dr. Wolfgang Knoll,
Geschäftsführer des AIT: "Das AIT arbeitet insgesamt an 32
Schwerpunkten im Rahmen seiner Infrastrukturforschung. Diesen sind 12
Research Areas zugeordnet, die wiederum in 5 Departments integriert
sind. Mit dieser klar definierten internen Positionierung haben
wir den Anspruch innerhalb der internationalen Forschungslandschaft
eine führende Rolle zu übernehmen."
Strategische Partnerschaft AIT und Infineon
Erst vor wenigen Wochen sind das AIT und der Halbleiterspezialist
Infineon eine strategische Partnerschaft eingegangen, mit der ihre
Zusammenarbeit gestärkt und ausgebaut werden soll. Aufgrund der
beiderseitigen Unternehmensstrategien entsteht ein hohes
Synergiepotential, das mit der strategischen Partnerschaft genutzt
wird. Neben gemeinsamen Forschungsaktivitäten zur Vorbereitung
nächster Generationen von Technologien, Produkten und
Dienstleistungen werden auch internationale Möglichkeiten zur
Umsetzung neuer Technologien erschlossen und genutzt. Dafür werden
unter anderem nationale, europäische und internationale
Forschungsprogramme strategisch genutzt.
Zusammenarbeit AIT - MedUni Wien - NTU Singapore
Ebenfalls vor wenigen Wochen wurde die Zusammenarbeit AIT - Meduni
Wien - NTU Singapore fixiert. Dabei zählen Molecular Imaging,
eHealth und Ambient Assisted Living (AAL) zu den wichtigsten
Forschungsschwerpunkten, die in Form einer Kooperation zwischen den
Organisationen vereinbart wurde. Ziel ist es dabei, Technologien für
den Gesundheitssektor gemeinsam bis zur Anwendung zu bringen.
Einige Highlights 2013 aus den Departments:
- SmartEST Laboratorium: SmartEST (Smart Electricity Systems and
Technologies) ist eine europaweit einzigartigen Forschungseinrichtung
für Smart Grids, die von Netzbetreibern, Komponentenhersteller und
öffentliche Institutionen genutzt werden um
komplexe Vorgänge und Wechselwirkungen zwischen Stromerzeugern und
-verbrauchern in Echtzeit zu simulieren.
- Mit der Konferenz IECON 2013 fand vergangenes Jahr die Konferenz
für Industrielle Elektrotechnik in Wien statt. Die
international wichtigste Konferenz für industrielle Elektronik
verzeichnete mit 1.500 Teilnehmer einen Besucherrekord. Das
Schwerpunktthema war Leistungselektronik für zukünftige
Energiesysteme. Organisiert wurde die Konferenz von AIT Principal
Scientist Peter Palensky.
- Mit LISI (Living Inspired by Sustainable Innovation) konnte der
internationale Wettbewerb Solar Decathlon (wichtigster universitären
Wettbewerb weltweit) gewonnen werden. Drei StudentInnen des AIT
Energy Department waren dabei mit der technischen Gestaltung des
Hauses betraut. Das AIT unterstütze sie mit Know-How und
Forschungsinfrastruktur.
- Mit einer Kooperation zwischen dem AIT und der TU Graz soll die
Positionierung des High-Tech-Standort Österreich im
Bildverarbeitungsbereich international führend werden.
- Das AIT hat eine Kooperation mit Bombardier im Bereich der
autonomen Systeme - Optische 3 D Sensorik geschlossen. Durch
AIT-Technologie sind Straßenbahnen künftig in der Lage, Hindernisse
zu erkennen, Gefahrenpotentiale korrekt einzuschätzen, den
Fahrer zu assistieren und so Fußgänger und Radfahrer vor Unfällen zu
schützen.
- Mit dem Europäischen Patent "Elektroporation" wurde ein neues,
schnelleres Verfahren für die Anreicherung und Detektion von
Erregern im Blut geschaffen. Der junge AIT-Mitarbeiter Klemens
Wassermann ging in diesem Themenbereich im internationalen Wettbewerb
Falling Walls LAB in Berlin anlässlich der Falling Walls Konferenz
als Sieger hervor.
- Die Algorithmen zur Pulswellenanalyse wurden an ein zweites
international tätiges Unternehmen in den Bereichen der
kardiopulmonalen Diagnostik, der Patientenüberwachung sowie der
Notfallmedizin auslizenziert.
- Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Technologien wird in Zukunft
die sog. "Technology Experience" sein, die sich mit der
Nutzung und Akzeptanz neuer Produkte und Systeme befasst. Aus diesem
Grund wurde im Department Innovation Systems auch die neue Area
"Technology Experience" eingerichtet.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5462
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARC






