- 06.06.2014, 14:21:58
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Leitl: Vormarsch der Europagegner differenziert betrachten
WKÖ-Präsident Leitl zeigte sich in Brüssel beeindruckt von der Arbeit der EU-Parlamentarier
Utl.: WKÖ-Präsident Leitl zeigte sich in Brüssel beeindruckt von der
Arbeit der EU-Parlamentarier =
Wien (OTS/PWK388) - Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer
Österreich und Ehrenpräsident des europäischen
Wirtschaftskammerndachverbandes EUROCHAMBRES, traf heute, Freitag, in
Brüssel mit Klaus Welle, Generalsekretär des Europäischen Parlaments,
und Henri Malosse, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und
Sozialausschusses, zusammen, um über die Möglichkeiten des
Europäischen Parlaments in den kommenden fünf Jahren zu beraten.
Leitl zeigte sich beeindruckt von der Arbeitsweise des europäischen
Abgeordnetenhauses. Vor allem die Folgenabschätzung könnte für
Österreich vorbildlich wirken. Auch das Ziel einer bürgerfreundlichen
Kommunikation und einfach lesbarer Dokumente sei ein gemeinsames:
"Diese Dinge gehören auch in Österreich im Zuge der bürokratischen
Vereinfachung umgesetzt", fordert Leitl.
Leitl und Welle stimmen überein, dass der Kern der Bürger Europas
pro-europäisch ist und der vielzitierte Vormarsch der EU-Gegner sehr
differenziert zu betrachten sei: "Es gibt sicher einige
Gruppierungen, die skeptisch sind. Die Fundamentalopposition macht
aber nur einen ganz kleinen Bruchteil aus", so der WKÖ-Präsident. Bei
den EU-Wahlen habe die überwältigende Mehrheit in Österreich wie in
Europa Parteien ihr Vertrauen geschenkt, die prinzipiell
pro-europäische eingestellt sind. Er, Leitl, sei auch zuversichtlich,
was die künftige Arbeit des EU-Parlaments betrifft: "Das Parlament
arbeitet aus Sicht der Wirtschaft gut. Die Modernisierung der
Wirtschaft und damit die Zukunftssicherung Europas sind von
essentieller Bedeutung für alle Menschen."
Die kommenden fünf Jahre werden über Europas Position im globalen
Wettbewerb entscheiden: "Wenn wir zurückfallen, können wir unsere
Standards nicht mehr halten, wenn wir erfolgreich sind, können wir
die Lebensqualität und Zukunftschancen unserer Jugend verbessern. Wir
müssen uns etwas einfallen lassen: Asien hat ein Prozent der
Lohnkosten Europas, Amerika ein Drittel der Energiekosten. Europa
muss daher bei Kreativität und Innovation vorne sein", betont der
WKÖ-Präsident. Die Abgeordneten könnten hier einen entscheidenden
Beitrag leisten, was auch den Bürgern direkt zugutekommen würde und
die Skeptiker, denen in einer Demokratie ein wichtiger Stellenwert
zukommt, durch positive Entwicklungen überzeugen. (FA)
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