- 06.06.2014, 12:18:46
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ORF SPORT + mit Thementag "Österreich und die Fußball-WM"
Am 9. Juni mit Sindelar-Doku und historischen WM-Spielen
Utl.: Am 9. Juni mit Sindelar-Doku und historischen WM-Spielen =
Wien (OTS) - Programmhighlight am Montag, dem 9. Juni 2014, in ORF
SPORT + ist der Thementag "Österreich und die Fußball-WM". Drei Tage
vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien (alle
Infos zur ORF-Berichterstattung auf presse.ORF.at) blickt ORF SPORT +
noch einmal auf die rot-weiß-roten WM-Highlights zurück - mit der
Dokumentation "Das Wunderteam", der Dokumentation "Fußball-WM 1954",
mit Reminiscencas Argentinas und mit Höhepunkten von Spielen bei den
Weltmeisterschaften 1978, 1982, 1990 und 1998.
Bei sieben Weltmeisterschaften war Österreichs Nationalteam bisher
mit dabei. Den größten Erfolg feierten die rot-weiß-roten Kicker 1954
in der Schweiz. Im Spiel um Platz drei besiegte Österreich den
amtierenden Weltmeister Uruguay mit 3:1. Bei der ersten
Weltmeisterschaft 1934 musste man sich im Spiel um Platz drei dem
Deutschen Reich mit 2:3 geschlagen geben. Platz 15 in der Hauptrunde
war die Bilanz von Österreichs Team bei der WM 1958 in Schweden. 1978
schaffte Österreich bei der WM in Argentinien den siebenten Platz.
Und besiegte im bisher wohl legendärsten WM-Match in Cordoba
Deutschland mit 3:2. Vier Jahre später, bei der WM 1982 in Spanien,
belegten die rot-weiß-roten Kicker Platz acht. 1990 in Italien schied
Österreich in der Vorrunde aus. Bei Österreichs bisher letzter
WM-Teilnahme 1998 in Frankreich kam Österreich ebenfalls über die
Vorrunde nicht hinaus.
Der Thementag in ORF SPORT + in der Übersicht:
9.50-10.20 Uhr: Fußball-WM Argentinien 1978: Highlights vom Spiel
Österreich - Spanien (2:1)
10.20-10.50 Uhr: Fußball-WM Argentinien 1978: Highlights vom Spiel
Österreich - Schweden (1:0)
10.50-12.35 Uhr: Fußball-WM Argentinien 1978: Highlights vom Spiel
Österreich - Deutschland (3:2)
12.35-12.55 Uhr: Reminiscencas Argentinas (WM 1978)
12.55-14.40 Uhr: Fußball-WM Spanien 1982: Highlights vom Spiel
Österreich - Chile (1:0)
14.40-16.25 Uhr: Fußball-WM Spanien 1982: Highlights vom Spiel
Österreich - Algerien (2:0)
16.25-17.05 Uhr: Dokumentation "Fußball-WM 1954"
17.05-18.55 Uhr: Fußball-WM Italien 1990: Highlights vom Spiel
Österreich - USA (2:1)
18.55-20.45 Uhr: Fußball-WM Frankreich 1998: Highlights vom Spiel
Österreich - Kamerun (1:1)
20.45-22.35 Uhr: Fußball-WM Frankreich 1998: Highlights vom Spiel
Österreich - Italien (1:2)
22.35-23.15 Uhr: Dokumentation "Das Wunderteam" (Matthias Sindelar /
Fußball-WM 1934)
Reminiscencas Argentinas (WM 1978)
Ein Rückblick auf die Weltmeisterschaft 1978 aus dem Jahr 1979.
Dokumentation "Fußball-WM 1954"
Es gab eine Zeit, da hat Österreich tatsächlich um den
Weltmeistertitel mitgespielt. Und dabei WM-Geschichte geschrieben:
Das 7:5 gegen die Schweiz ist bis heute das trefferreichste Spiel der
WM-Historie! Mit einem österreichischen Torhüter, der einen
Sonnenstich hatte, aber nicht ausgetauscht werden durfte. Und mit
fünf österreichischen Toren in neun Minuten. Auch das hat kein
anderes Team bei einer WM bisher geschafft. Doch auf diesen Triumph
folgte vier Tage später eine Tragödie: Ein 1:6 gegen Deutschland, das
Turl Wagner und Alfred Körner, den beiden letzten noch lebenden
österreichischen Spielern, noch immer wehtut. Die WM 1954 nach 60
Jahren aus der Sicht von heute - mit einem prominenten Zeitzeugen und
Fußballbegeisterten, der diese Weltmeisterschaft damals als
15-Jähriger gebannt vor dem Radiogerät miterlebt hat: Bundespräsident
Heinz Fischer. Immer wieder Österreich. Oder besser gesagt: So gut
wie nimmer wieder - Österreich bei der WM 1954.
Dokumentation "Das Wunderteam" (Matthias Sindelar / Fußball-WM 1934)
Was verbindet zwei große Burgschauspieler und einen berühmten
österreichischen Schriftsteller mit dem Fußball? Die Dokumentation
"Das Wunderteam" gibt darüber Auskunft! ORF SPORT + blendet in längst
vergangene Zeiten zurück, in denen die rot-weiß-rote Auswahl absolute
Weltklasse war: Vor 50 Jahren, 1954, belegte sie in der Schweiz den
dritten Platz, vor gut 80 Jahren war sie zwei Jahre lang eine der
allerbesten Mannschaften Europas, wurde als das "Wunderteam"
gefeiert. In 15 Matches zwischen 1931 und 1933 gab es für die
Mannschaft von Bundeskapitän Hugo Meisl zwölf Siege, zwei Remis und
nur eine Niederlage. Aber auch sie, ein unerwartet knappes 3:4 gegen
England, dem Mutterland des Fußballs, wurde 1932 wie ein Sieg
gefeiert.
Der frühere ORF-Journalist und Dokumentarfilmer Lutz Maurer griff für
seine Erinnerungen an eine große Sportvergangenheit zunächst auf sein
Matthias-Sindelar-Porträt aus dem Jänner 1979 zurück, das zum 40.
Todestag des Austrianers an die die herausragende Persönlichkeit des
Wunderteams erinnerte. Noch einmal kamen damals Mitspieler Sindelars
(1903-1939) zu Wort: Unter anderem Pepi Smistik, Roman Schramseis,
Karl Rainer, Hans Pesser, Pepi Stroh, Karl Adamek. Durch die Sendung
führte ein Schriftsteller, für den der Sport immer ein Teil der
Kultur gewesen war: Friedrich Torberg (1908-1979). Er schrieb auch
sein berühmtes Gedicht auf Sindelar ("Er war ein Kind aus Favoriten
..."), das Burgschauspieler Attila Hörbiger (1896-1987), ein
glühender Verehrer des "Papierenen", wie der eher schmächtige
Wunderteam-Mittelstürmer genannt wurde, im tief verschneiten Wiener
Stadion las. Von allen Interviewpartnern des Jahres 1979 lebt nur
noch einer: der langjährige Austria-Sekretär Norbert Lopper, 94 Jahre
alt.
Die Nachfahren zweier berühmter Männer führen diesmal durch die
Dokumentation: Wolfgang Hafer ist der Enkel des Wunderteam-Schöpfers
Hugo Meisl. Der Frankfurter Historiker schrieb auch ein Buch über
seinen Großvater: "Hugo Meisl oder die Erfindung des modernen
Fußballs". Der Titel ist nicht zu hoch gegriffen. Denn der in Böhmen
geborene Meisl (1881-1937) war eine faszinierende, vielseitige
Persönlichkeit: Er sprach acht Sprachen, schuf nicht nur das
Wunderteam, sondern half auch, den Mitropa-Cup, einen Vorläufer der
Champions League, und den Europa-Pokal, einen Vorläufer der
Fußball-Europameisterschaft, ins Leben zu rufen. Zudem war er auch
lange Jahre ÖFB-Generalsekretär. Damit wurde Meisl eine der
herausragendsten Persönlichkeiten des europäischen Fußballs.
An Hafers Seite der Enkel Attila Hörbigers: Cornelius Obonya, nicht
nur Fußballfan wie sein Großvater, sondern auch in künstlerischen
Belangen auf dessen Spuren - im Burgtheater, aber auch als Salzburger
Jedermann (seit 2013). Hörbiger hatte diese Rolle zwischen 1935 und
1951 nicht weniger als achtmal verkörpert. "Ich wäre bei aller
Leidenschaft kein guter Fußballer geworden; aber vielleicht kann ich
in einem Film einmal einen Fußballtrainer spielen ...", sagt Obonya
bei den Dreharbeiten in einer Schatzkammer der Wiener Austria, dem
prächtige Vereinsmuseum unter der Tribüne des Stadions am Horrplatz.
Details unter presse.ORF.at.
(Stand vom 6. Juni, kurzfristige Programmänderungen möglich)
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