• 05.06.2014, 12:54:16
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Die Angewandte präsentiert sich auf der Architekturbiennale in Venedig

Wien (OTS) - Die Universität für angewandte Kunst Wien wird mit zwei
Veranstaltungen auf der 14. Internationalen Architekturbiennale in
Venedig vertreten sein: 'Endless Future', eine Podiumsdiskussion in
Kooperation mit der österreichischen Friedrich und Lillian Kiesler
Stiftung und 'OnLine', eine Performance der Abteilung Digitale Kunst.

Endless Future

Eine Podiumsdiskussion zu Strategien in der Architektur und der
Kunst des 21. Jahrhunderts - und Friedrich Kieslers Einfluss darauf.
Es sprechen Erwin Wurm , Tomás Saraceno, Sanford Kwinter, Theoretiker
an der Harvard Graduate School of Design und der Angewandten, Sylvia
Lavin, Direktorin Critical Studies und MA/PhD Programs, UCLA sowie
Hani Rashid, Architekt und Leiter des Studio Rashid an der
Angewandten und Präsident der Österreichischen Friedrich und Lillian
Kiesler Stiftung.

OnLine

Eine Performance von Studierenden der Abteilung Digitale Kunst
unter der Leitung von Ruth Schnell, Leiterin der Abteilung für
Digitale Kunst und Wolfgang Fiel.

In konzeptueller Referenz zur 14. Auflage der heuer von Rem
Koolhaas kuratierten internationalen Architekturausstellung blicken
die Studierenden in die Zukunft jener künstlerischen Praxis, deren
räumliche Narrative zunehmend von der Vorherrschaft technologischer
Ökologien geformt werden. Letztere üben schon seit geraumer Zeit
einen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung und folglich auch
auf die Interpretation unserer natürlichen bzw. von Menschenhand
geschaffenen Umgebung aus. Von einer gegenwärtigen Perspektive aus
gesehen, scheint das modernistische Versprechen eines endlosen
Fortschritts nahtlos mit unserem täglichen Erleben einer Realität zu
verschmelzen, welche von der Bewältigung riesiger Mengen an digitaler
Information geprägt ist.

Mit der Performance "OnLine" wird versucht, mit der fundamentalen
Wichtigkeit der digitalen Medien für unser heutiges Lebensgefühl
auseinanderzusetzen: dem Leben in einem sozialen Universum mit Hilfe
audiovisueller Informationen, welche nur durch die Präsenz ihrer
Nutzerinnen und Nutzer gewonnen werden können. Während ein
Gesichtserkennungsprogramm die Selbstähnlichkeit von Meta-Communities
veranschaulicht, wird dessen Code an das Publikum mittels
Ultraschallwellen übermittelt.

Eine neue User-Generation ist geboren: gesichtslos, auf die
rekursive Logik eines Algorithmus beschränkt, verbunden mit und
angezogen von dem energisch vorgetragenen Versprechen einer
fortschrittlichen Symbiose zwischen Technologie und Humanität.

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