• 04.06.2014, 11:01:52
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Von blutigen Nasen und Freude an der Gesellschaft

Wien (OTS) - "Kommunikationsverantwortliche sollten schon auf
Vorstandsebene in alle Entscheidungen eingebunden werden, die das
Potential haben, die Reputation eines Unternehmens zu gefährden" - so
weit fasste Paul Holmes, Keynote-Speaker des diesjährigen
Österreichischen Kommunikationstages das Aufgabengebiet der Branche -
und die ändere sich in rasantem Tempo.

Paul Holmes, CEO der Holmes Group und als Herausgeber des Holmes
Reports einer der profundesten Kenner der PR weltweit, begrüßte die
320 Teilnehmer des 2. Österreichischen Kommunikationstages am 3. Juni
2014 mit einer fulminanten Rede. Die gute Nachricht aus seiner Sicht:
Der Bedarf, die Ansprüche und der Wert von PR sind größer als je
zuvor. Die schlechte Nachricht: Der Konkurrenzdruck nimmt zu, vor
allem aus den Kanzleien der Unternehmensberater und Juristen. Um sich
in diesem Umfeld gut zu positionieren, empfiehlt er der
Kollegenschaft, sich stärker mit Betriebswirtschaft und harten Daten
zu befassen. Kommunikatoren müssen das Geschäft ihrer Kunden
verstehen, sich stärker mit Evaluierung und Controlling ihrer eigenen
Arbeit beschäftigen und sich in die Arbeit mit Marktforschungsdaten
vertiefen. Solche Daten sind, ist sich Holmes sicher, die beste
Grundlage für die Entwicklung einer wirkungsvollen Strategie. Und
damit war auch das Motto des Tages angesprochen.

Strategie und Verantwortung - dieses Begriffsduo war Richtlinie
für das Programm des 2. Österreichischen Kommunikationstages,
veranstaltet vom Public Relations Verband Austria (PRVA) in
Kooperation mit der Quadriga Hochschule Berlin. 30 internationale und
österreichische Vortragende präsentierten theoretische Erkenntnisse
und Beispiele aus der Praxis in den Themenfeldern
Organisationskommunikation, Social Media sowie Politische
Kommunikation und Public Affairs.

"Wir sehen, wie schnell und umfassend sich die Möglichkeiten,
Chancen und auch Risiken der Kommunikation weiter entwickeln", betont
PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl. "Wir stellen deshalb die Frage, ob und
welche Strategien Kommunikationsverantwortliche entwickeln und
welche Verantwortung sie damit in Unternehmen, als Agenturen oder als
Berater übernehmen."

Die Breite an Möglichkeiten der Kommunikation zeigte sich in jedem
einzelnen Vortrag, und damit verbunden auch die Herausforderung, die
effektivsten und effizientesten Kommunikationswege herauszufiltern.
"Ohne Strategie geht es nicht", war der einhellige Tenor. Mit
Strategie aber auch nicht immer - wie der zweite Keynote Speaker, der
Neurowissenschafter Manfred Spitzer ausführte. Anhand bildgebender
Verfahren zeigt er, welche Wege Information in den Gehirnen der
Menschen nimmt, unter welchen Voraussetzungen Kommunikation besser
gelingen kann und welche Auswirkungen die zunehmende Digitalisierung
in diesem Prozess spielt. Seine Untersuchungen unterstreichen die
Notwendigkeit der Fokussierung - aus einem einfachen Grund: Weil das
Gehirn immer nur einem Bedeutungsstrang folgen kann, nicht zweien,
nicht dreien. Und er unterstreicht seine Warnung "Multitasking geht
nicht" mit einem Zitat aus einer US-amerikanischen Studie: "If you do
not yet suffer from attention deficit, just media-multitask, and you
will get it." Seinen Vortrag schloss er mit einer Erkenntnis, die
Kommunikatoren natürlich besonders freut: Für die Gesundheit des
Menschen ist das Leben in Gemeinschaft, das Leben in Beziehungen
entscheidend - viel mehr als die viel diskutierten Themen gesundes
Essen und konsequenter Sport. Ein erleichtertes Aufatmen in Raum!
Anders bei der Abschlussdiskussion über "Strategie im Alltag: Luxus,
Notwendigkeit oder Feigenblatt". Wie nicht anders zu erwarten, war
der Tenor am Podium einhellig: Strategie ist ein absolutes Muss. Sie
zu entwickeln und in weiterer Folge durchzusetzen, koste Kraft und
auch viel Mut. Dabei stoße man schon öfters einmal auf Widerstand und
hole sich auch so manche blutige Nase. Dazu müsse man bereit sein,
wenn man an die Bedeutung der Kommunikation glaube.

Ähnlich hatte das schon Christopher Storck von der Quadriga
Hochschule am Vormittag postuliert: "Respekt muss man sich
erarbeiten. Respekt gewinnt man nicht, wenn man immer gleich
nachgibt." Manager seien wie Raubtiere, und "wenn Sie unter
Raubtieren überleben wollen, sollten Sie nicht als Schaf reingehen."

Impressionen finden Sie in Kürze unter www.prva.at und
www.kommunikationstag-austria.at Abdruck honorarfrei - (C)Jana
Madzigon

Der PRVA ist der größte unabhängige Kommunikationsverband
Österreichs. Mitglieder sind rund 730 PR-Fachleute aus Agenturen,
Unternehmen, Organisationen, Institutionen, Gebietskörperschaften und
der Politik, davon 72 PR-Agenturen und knapp 100 Newcomer (prNa).
Ziel des PRVA ist, neben der Interessenvertretung seiner Mitglieder,
die fachlich fundierte Aus- und Weiterbildung sowie die laufende
qualitative Weiterentwicklung der Branche. Die Mitglieder sind zur
Einhaltung des PRVA-Ehrenkodex und des Athener Codex verpflichtet.

www.prva.at

Die PRVA-Verbandsarbeit wird durch folgende Wirtschaftspartner
unterstützt:

DORDA BRUGGER JORDIS, IFES, ÖBB, Observer, OMV,
PricewaterhouseCoopers, voestalpine.

Weitere Informationen:
www.holmesreport.com
www.quadriga.eu

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