- 04.06.2014, 10:36:35
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"Am Schauplatz" am 5. Juni: "Ein Tag am Strom"
Im Rahmen der ORF-Umweltinitiative "Mutter Erde braucht dich."
Utl.: Im Rahmen der ORF-Umweltinitiative "Mutter Erde braucht dich." =
Wien (OTS) - Anlässlich des Weltumwelttags am 5. Juni 2014
präsentiert der ORF im Rahmen der Umweltinitiative "Mutter Erde
braucht dich." vom 29. Mai bis 6. Juni in allen seinen Medien eine
Schwerpunktwoche zum Thema "Wasser" (Infos unter
http://presse.ORF.at). Tiba Marchetti und Alfred Schwarzenberger
haben für die "Am Schauplatz"-Reportage "Ein Tag am Strom" - zu sehen
am Donnerstag, dem 5. Juni, um 21.05 Uhr in ORF 2 - Menschen
getroffen, für die ein Leben ohne die Donau nicht vorstellbar wäre.
Auf 350 Kilometern fließt die Donau durch Österreich. Wer genau
hinschaut, sieht mehr als Brücken, Schiffe und Postkartenidylle. An
den Ufern trifft man Schamanen, Nackedeien, Fischer, Obdachlose und
Freizeitkapitäne. Menschen, die das bürgerliche Leben einengt, finden
an der Donau Freiraum für ihre Form der Freiheit. Und so mancher hat,
wie der 83-jährige Korbflechter Gottfried, eine durchaus amouröse
Beziehung zum Fluss. "Ich bin zwar verheiratet. Aber die Donau ist
meine Freundin", sagt er.
Jeden Freitag gehen Horst Steffek und seine Frau Vera einkaufen:
Lebensmittel, Klopapier und Mais. Eine Woche lang leben sie dann in
einem kleinen Häuschen nahe dem Alberner Hafen. Die Arbeitsaufteilung
ist klar: Herr Steffek widmet sich seiner Leidenschaft, der
Daubelfischerei. Frau Steffek kocht, putzt und assistiert ihm beim
Herauskurbeln des Netzes. Sie hätte gern ein bisschen mehr Komfort.
Für ihn ist die Hütte das Paradies. "Nicht für eine Million Euro
würde ich es hergeben", sagt er.
Noch spartanischer lebt der Schweizer Jacques. Er wohnt in einem
provisorischen Zelt auf der Donauinsel. Früher hat er gut verdient
und fesche Anzüge getragen. "Jetzt bin ich ein Müllwühler", sagt
Jacques. Sein Essen holt er sich aus den Abfalltonnen der
Supermärkte. Wenn es regnet oder eiskalt wird, zieht er sich in sein
Zelt zurück und liest - am liebsten die "Neue Zürcher Zeitung" oder
die "Financial Times". Was ihm am meisten abgeht? "Eine Freundin."
Deshalb lässt er sich jetzt auch die Zähne richten. Denn Frauen, so
Jacques, mögen keine Zahnlücken.
Stromaufwärts, in der Wachau, lebt eine Frau, die sich über solche
Äußerlichkeiten vermutlich wenig Gedanken macht. Tatjana Salomon wird
von den Einheimischen "Zauberin" genannt. Sie selbst bezeichnet sich
als "Schamanin". Am Donauufer schlägt sie singend die Trommel und
lässt Blüten ins Wasser gleiten. Auch beim Hochwasser im Vorjahr hat
sie Naturrituale vollzogen und gebetet, damit der Pegel nicht noch
weiter steigt. Ihr Ritual habe Schlimmeres verhindert, ist sie
überzeugt.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.
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