• 02.06.2014, 15:26:15
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Arbeitsmarkt aus den Fugen: Arbeitslosigkeit steigt bei 50+ Generation um 20 Prozent

AKNÖ-Vizepräsident Fiala: Bonus-/Malus-System nicht länger hinausschieben

Utl.: AKNÖ-Vizepräsident Fiala: Bonus-/Malus-System nicht länger
hinausschieben =

Wien (OTS/AKNÖ) - Die sonst übliche Frühlingserholung des
Arbeitsmarktes bleibt heuer offenbar aus: In Niederösterreich stieg
die Arbeitslosigkeit im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4
Prozent. Besonders hart trifft es Frauen über 50 Jahren: Plus 22,9
Prozent zeichnen ein trauriges Bild, Männer in dieser Altersgruppe
haben es mit plus 19,5 Prozent nicht viel besser. AKNÖ-Vizepräsident
Michael Fiala: "Jetzt muss jedem klar sein, dass das
Bonus-Malus-System längst überfällig ist. Unternehmen, die
überdurchschnittlich viele ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen,
sollen belohnt werden. Wer Ältere hinausdrängt, soll eine Abgabe
leisten."

Auch wenn in Wien und Oberösterreich die Arbeitslosigkeit mit fast 20
Prozent Zuwachs noch stärker steigt als in Niederösterreich, ist das
für die Betroffenen kein Trost. AKNÖ-Arbeitsmarktexpertin Mag.
Claudia Tschernutter: "Es herrscht historische
Rekordarbeitslosigkeit, darüber können die im internationalen
Vergleich - noch - günstigen Daten nicht länger hinwegtäuschen. Vor
allem Beschäftigte mit gesundheitlichen Problemen haben derzeit in
sehr hohes Risiko, arbeitslos zu werden." Erfreulich ist, dass die
Arbeitslosigkeit bei Unter-19-Jährigen weiter sinkt.

AKNÖ-Forderungen: Höheres Arbeitslosengeld, mehr AMS-Personal

Die Ersatzrate des Arbeitslosengeldes ist in Österreich mit rund 55
Prozent im internationalen Vergleich niedrig und stellt immer mehr
Menschen vor existentielle Probleme.
Verschärft wird die Arbeitsmarktlage durch die Verlagerung auf
Teilzeitbeschäftigung und selbst Vollzeitstellen sind keine Garantie
auf ganzjährige Beschäftigung.

Die AKNÖ fordert angesichts der sich zuspitzenden Lage:

o Bonus-Malus-System zur Unterstützung für längere Beschäftigung
älterer Personen,
o Erhöhung des Arbeitslosengeldes,
o chluss mit der Anrechnung des Partnereinkommens auf die
Notstandshilfe (von der in manchen Fällen kaum etwas zur Auszahlung
kommt).
o Mehr Beratungszeit in den AMS-Stellen erfordert mehr Personal im
AMS,
o Keine Kürzung der Mittel für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen.

Rückfragen: Mag. Claudia Tschernutter, Tel. 05-7171-1637

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