• 02.06.2014, 11:07:12
  • /
  • OTS0089 OTW0089

AMS Wien: Mehr als die Hälfte der Wiener Arbeitslosen hat höchstens Pflichtschulabschluss

Zahl der älteren Arbeitslosen um ein Viertel gestiegen - allerdings auch mehr offene Stellen als vor einem Jahr

Utl.: Zahl der älteren Arbeitslosen um ein Viertel gestiegen -
allerdings auch mehr offene Stellen als vor einem Jahr =

Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist im Mai 2014 im Jahresvergleich um 19,7 Prozent auf
97.059 gestiegen. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung
ist in Wien um 0,7 Prozent auf 33.350 angewachsen, die Summe beider
Gruppen um 14,2 Prozent.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit vor
allem im Bau (+ 30,4 Prozent) und im Tourismus (+ 20,2 Prozent) stark
gestiegen. "Diese Entwicklung ist hoch unerfreulich", sagt
AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. "Sie zeigt, dass der wirtschaftliche
Aufschwung noch nicht groß genug ist, die Arbeitslosigkeit zu
stabilisieren."

Ein Lichtblick in der insgesamt schwierigen Arbeitsmarktlage ist
allerdings die Zahl der offenen Stellen, die die Wiener Unternehmen
dem AMS Wien gemeldet haben: Sie ist um 11 Prozent höher als noch vor
einem Jahr.

Mehr als 39.700 arbeitslose Wienerinnen und Wiener haben keinen
höheren Abschluss als den der Pflichtschule, weitere 12.300 haben
überhaupt keinen Schulabschluss. Damit fällt mehr als jede/r zweite
Wiener Arbeitslose in eine dieser Gruppen. "Für Menschen ohne
weiterführenden Abschluss gibt es in Wien immer weniger Jobs", sagt
AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. "Im Rahmen des Qualifikationsplans Wien
2020 haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, so viele Menschen wie
möglich zu einer Höherqualifizierung zu motivieren." Nur dadurch
haben sie eine Chance auf eine Beschäftigung, von der sie leben und
in der sie sich weiterentwickeln können.

Während die Zahl der unter-20-jährigen Arbeitslosen um 11 Prozent
angestiegen ist, hat sich die der Über-50-Jährigen um 24,7 Prozent
vergrößert. Aus diesem Grund gewährt das AMS Wien Unternehmen, die
ältere Arbeitslose einstellen, besonders großzügige Zuschüsse zu den
Lohn- und Lohnnebenkosten, wenn die neue Arbeitskraft zumindest ein
halbes Jahr auf Jobsuche war. "Je nach Alter übernehmen wir bis zu
drei Monate lang sogar die gesamten Kosten", sagt Draxl. "Wir sind
sicher, dass die Unternehmen dieses attraktive Angebot nutzen
werden."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AMW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel