- 31.05.2014, 08:00:33
- /
- OTS0004 OTW0004
"profil"-Interview: ÖIAG-Arbeitnehmervertreter zu Telekom-Syndikat
Kritik an ÖIAG-Vorstand und Bundesregierung - "Bei der Telekom läuft es in die gleiche Richtung wie bei der AUA"
Utl.: Kritik an ÖIAG-Vorstand und Bundesregierung - "Bei der Telekom
läuft es in die gleiche Richtung wie bei der AUA" =
Wien (OTS) - Der Telekom-Austria-Syndikatsvertrag zwischen ÖIAG und
América Móvil sorgt weiter für Diskussionen. In einem Interview in
der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"
üben die Arbeitnehmervertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat Helmut Köstinger
(Post), Walter Hotz und Werner Luksch (beide Telekom Austria) scharfe
Kritik an ÖIAG-Vorstand, Finanzminister und Bundeskanzler. "Wir haben
weder ein Problem mit América Móvil, noch sind wir gegen diese
Partnerschaft an sich", so Telekom-Betriebsratsvorsitzender Walter
Hotz: "Unser Problem ist die ÖIAG". Post-Betriebsratschef Köstinger:
"Wenn man einen Vertrag schließt, in dem man sich selbst zum
Juniorpartner macht und im günstigsten Fall da und dort ein Vetorecht
eingeräumt bekommt, dann ist das ein schlechter Vertrag." Am 23.
April hatten die Arbeitnehmervertreter gegen das Syndikat gestimmt
und waren einer Aufsichtsratssitzung aus Protest ferngeblieben. "Wir
wollten uns an dem Versagen der ÖIAG nicht beteiligen", so Luksch.
Laut den Betriebsräten ist die ÖIAG heute eine reine
"Ausverkaufsgesellschaft", deren Kapitalvertreter die
"Erfüllungsgehilfen" von Finanzminister Michael Spindelegger sind.
"Bei der Telekom läuft es jetzt in die gleiche Richtung wie
seinerzeit bei der AUA", so Köstinger. "Die Haltung des
Bundeskanzlers stimmt uns sehr nachdenklich", ergänzt Walter Hotz.
"Er hätte in Machtwort sprechen müssen. Eine so wichtige Entscheidung
darf nicht der ÖVP alleine überlassen werden." Die Betriebsräte
fordern eine Reform des ÖIAG-Gesetzes.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRO






