• 27.05.2014, 14:31:00
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Staat, Kirchen und Religionen verstärken Zusammenarbeit

Erste Dialogrunde aller 16 anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften im Außenministerium - Kurz: Religionsfreiheit in Österreich und weltweit stärken - Schönborn: Religion muss Platz im öffentlichen Leben haben

Utl.: Erste Dialogrunde aller 16 anerkannten Kirchen und
Religionsgemeinschaften im Außenministerium - Kurz:
Religionsfreiheit in Österreich und weltweit stärken -
Schönborn:
Religion muss Platz im öffentlichen Leben haben =

Wien, 27.05.14 (KAP) Die in Österreich anerkannten Kirchen und
Religionsgesellschaften wollen künftig noch enger zusammenarbeiten,
um den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land zu stärken und sich
zugleich weltweit für mehr Religionsfreiheit einzusetzen. Das ist
das Ergebnis der ersten Dialogrunde von Vertretern der 16
Religionsgemeinschaften mit Außen- und Integrationsminister
Sebastian Kurz am Dienstag in Wien. In Österreich gebe es eine gute
Tradition des Dialogs zwischen den Religionen, so Kurz im Anschluss
an das Treffen bei einer Pressekonferenz. Diese Tradition solle nun
noch intensiviert werden.

Er erhoffe sich davon nicht nur Fortschritte bei der Integration von
Migranten in Österreich, sondern wolle auch die österreichische
Außenpolitik verstärkt profilieren. "Wir wollen Religionsfreiheit zu
einem Thema machen und uns weltweit für eine stärkere Beachtung
dieses grundlegenden Menschenrechts einsetzen", so der Außenminister.

Kardinal Christoph Schönborn würdigte so wie die anderen Vertreter
der Kirchen und Religionen die neue Initiative. Damit werde auch der
EU-Vertrag von Lissabon, wonach es einen strukturierten Dialog
zwischen Religionsgemeinschaften und Politik geben soll, in die
nationale Praxis umgesetzt.

Eine Grundhaltung des Respekts und der Achtung der religiösen
Überzeugung des anderen sei die Basis für jedes Zusammenleben, so
der Kardinal weiter. Zugleich betonte er, dass religiöse Symbole im
öffentlichen Raum ihren Platz haben müssten. Die jüngste Debatten
über Kreuze in Klassenzimmern, religiöse Beschneidungen oder das
Kopftuch würden zeigen, dass dies aber keine Selbstverständlichkeit
sei. Auf Nachfrage betonten sowohl Schönborn als auch Kurz, dass sie
die derzeitige Rechtsordnung bzgl. Kreuzen in Klassenzimmern für
angebracht hielten.

Ein Ergebnis der ersten Dialog-Runde der Religionen: Im Juni soll
eine Expertenkommission ihre Arbeit aufnehmen, die sich dem Thema
Religionsfreiheit widmen wird. U.a. sollen Strategien entwickelt
werden, wie in der österreichischen Außenpolitik dieses Anliegen
noch besser umgesetzt werden kann.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) gpu/pwu/

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