• 27.05.2014, 12:23:08
  • /
  • OTS0127 OTW0127

ÖHV fordert Antworten auf Nächtigungsrückgänge: mehr Internationalisierung, weniger Belastungen

Wien (TP/OTS) - ÖHV (Wien): Im Winter sind die Nächtigungen um 1,7 %
zurückgegangen, für den Sommer stemmt sich die Hotellerie gegen den
Trend. Österreich braucht mehr Wertschöpfung, die Arbeitgeber sollen
entlastet werden.

Die Grafik finden Sie hier zum Download.
(http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv140)

Die Bilanz des vergangenen Winters zeigt: Die Situation im
österreichischen Tourismus verschärft sich. "Für die Gäste ist das
fein: So eine Qualität zu solchen Preisen bekommen sie sonst
nirgends. Doch für die Hotels ist es ein Drahtseilakt, wenn Qualität
und Kosten steigen und die Preise sinken", erklären Michaela
Reitterer und Mag. Gregor Hoch, die Präsidenten der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV). Im vergangenen Winter sind die
Nächtigungen sogar gesunken. "Da brauchen wir eine Kehrtwende. Wir
brauchen mehr Werbung und weniger Belastungen", so die
Branchensprecher.

ÖHV: "Taten statt Worte!"

Untermauert wird das durch eine Umfrage unter Österreichs
Top-Hotellerie. Knapp jeder zweite Befragte gab an, die Wintersaison
sei schlechter als erwartet verlaufen. Erfreulicher der Ausblick für
den Sommer: 40,6 % gehen von Nächtigungssteigerungen gegenüber dem
Sommer des Jahrhunderthochwassers aus: "Da haben wir den Rückgang
dank Sonderbudget für die Österreich Werbung noch abgefangen. Am Ende
ist sich gerade ein kleines Plus ausgegangen", erinnert Hoch
angesichts der Umsatzrückgänge vom Winter: "Die im Sommer noch
aufzuholen ist illusorisch. Aber wir müssen das Maximum herausholen.
Lippenbekenntnisse und Durchhalteparolen werden nicht reichen."

Die Grafik finden Sie hier zum Download.
(http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv141)

Internationalisierung forcieren

Die vom IHS beim ÖHV-Hotelierkongress prognostizierten Rückgänge
aus Deutschland sind (zumal keine Gegenmaßnahmen gesetzt wurden)
eingetreten - und die Gäste, die kommen, geben weniger aus. Auch aus
anderen wichtigen Märkten, den Niederlanden, Großbritannien und
Italien verzeichnet Österreich Rückgänge. "Intelligent gegensteuern
heißt, Nachfrage aus zahlungskräftigen Märkten ankurbeln", so
Reitterer. Der Schlüssel zur höheren Wertschöpfung liegt in der
Internationalisierung, die auch im Tourismusbericht des
Wirtschaftsministeriums gefordert wird.

Visa-Erleichterungen, mehr Direktflüge

Auch Rückgänge aus Russland und der Ukraine sind ein Faktum. "Wir
müssen diese Nachfragelücken rasch füllen, sonst passiert das wieder
über den Preis. Diese Stagnation dokumentiert der Tourismusbericht
des Wirtschaftsministeriums für die vergangenen Jahre und sie schadet
ganzen Regionen. Die müssen wir beenden", so Hoch. Neben mehr Mitteln
für die Internationalisierung fordert die ÖHV Visa-Erleichterungen
und mehr Direktflüge in den arabischen Raum.

Politik setzt Jobs aufs Spiel

"Das ist aber nur eine Schraube, an der wir drehen müssen. Die
Lohnnebenkosten müssen gesenkt werden, der Einstiegsteuersatz muss
runter. Die im Budget vorgesehene Senkung um 0,2 % ist ein Tropfen
auf dem heißen Stein", erklärt Reitterer. Angesichts der
Arbeitslosigkeit und der prognostizierten Entwicklung muss gehandelt
werden. Mit jedem Hotel entstehen viele sichere Arbeitsplätze und
Wertschöpfung vor Ort. Aber unter den aktuellen Umständen ist der
Trend nicht fortzusetzen. "Sie werden aus der Hotellerie keine
Abwanderungsdrohung hören. Aber neue Arbeitsplätze schaffen können
wir nur, wenn die Nächtigungszahlen und die Zimmerpreise stimmen",
warnt Reitterer davor, diesen letzten Jobmotor aufs Spiel zu setzen.

Der Tourismus, der Leistungsträger der österreichischen
Wirtschaft

Mit einem Plus von 4.000 Arbeitsplätzen hat der Tourismus im
Vorjahr mehr Jobs geschaffen als jede andere Branche. In den
vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl um 25 % (in der
Gesamtwirtschaft um 10 %). Österreichweit beschäftigt der Tourismus
230.000 Mitarbeiter. Die ÖHV vertritt als unabhängige
Interessenvertretung mehr als 1.250 Betriebe: ein Rekord. Mit rund
160.000 Betten haben ihre Mitglieder rund zwei Drittel der 4- und
5-Sterne-Betten Österreichs für ihre Gäste im Angebot. Pro Jahr
erwirtschaften die ÖHV-Betriebe etwa 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und
Freizeitbetriebe zusammen 15 % des Bruttoinlandsprodukts.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | T15

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel