- 22.05.2014, 11:58:22
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Vorsicht Pfingsten: Mit dem Motorrad sicher unterwegs
AUVA-Landesstelle Wien unterstützt Fahrtechnikkurse für Betriebe.
Utl.: AUVA-Landesstelle Wien unterstützt Fahrtechnikkurse für
Betriebe. =
Wien (OTS) - Die Motorrad-Saison hat begonnen. Rund um Pfingsten
steigen viele auf das Bike um. Aber auch sonst wechseln immer mehr
Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer beruflich und privat
auf motorisierte Zweiräder. Parallel dazu wächst die Anzahl der
Unfälle. Rund 70 Prozent der Motorradunfälle in Österreich sind
bereits Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern auf Landes- und
Bundesstraßen. Vor wenigen Jahren dominierten noch die Alleinunfälle.
Waren es früher hauptsächlich die jugendlichen Biker, so verlagert
sich das Unfallgeschehen verstärkt in die Altersgruppe 40+. Dazu
kommt, dass die Hälfte aller tödlichen Arbeitsunfälle auf der Straße
passieren. Die AUVA-Landesstelle Wien erinnert an die im September
2013 gestartete Aktion "Sicher am Motorrad": Firmen in Wien,
Niederösterreich und Burgenland, die ihre Zweiradfahrer in spezielle
Fahrtechnikkurse von geprüften Fahrtechnikzentren schicken, ersparen
sich die Hälfte der Kurskosten. 50 Prozent übernimmt die
AUVA-Landesstelle Wien. Das Training konzentriert sich darauf,
Gefahren rechtzeitig erkennen und ihnen ausweichen zu können.
Zehn Motorradfahrer verunglücken jeden Tag auf Österreichs Straßen
- rund 100 Biker sterben jedes Jahr. In jüngster Zeit gehen zwar die
Todesfälle im Verkehr und die Arbeitsunfälle zurück, dafür steigt der
Anteil der Motorradfahrerinnen und -fahrer deutlich an. Seit 2005 ist
der Bestand an Motorrädern (inklusive Leichtmotorrädern) um etwas
mehr als 100.000 Zweiräder auf rund 430.000 gewachsen.
"Der Verkehr nimmt zu, mit dem Motorrad kommt man schneller
vorwärts. Aber auch aus Kostengründen steigen viele auf motorisierte
Zweiräder um. Wir vom Unfallverhütungsdienst der AUVA-Landesstelle
Wien beobachten die Entwicklung mit Besorgnis: immer mehr Menschen
sind auch auf ihren Arbeitswegen einspurig unterwegs und in Unfälle
verwickelt, die meist schwere gesundheitliche Folgen haben. An den
Verkehrsunfällen während der Arbeit sind bereits zu 11 Prozent
motorisierte Einspurige beteiligt. Dazu kommt, dass die Hälfte aller
tödlichen Arbeitsunfälle Wegunfälle sind.
Während wir mit unserer Aktion Arbeitsplatz Straße bereits ein
umfassendes Programm für berufliche Pkw- und Lkw-Lenkerinnen und
-Lenker anbieten, haben wir nun die Lücke für Motorradfahrerinnen und
-fahrer geschlossen: Bei der Pilotaktion "Sicher am Motorrad" für
Betriebe in Wien, Niederösterreich und Burgenland übernehmen wir 50
Prozent der Kurskosten. Diese speziellen Trainings werden derzeit von
den Fahrtechnikzentren in Teesdorf, Melk, Pachfurth und Gmünd
angeboten. Die zweite Hälfte der Kurskosten trägt der Arbeitgeber für
seine Mitarbeiter", sagt Dipl.-Ing. Wolfgang Glaser, Leiter des
Unfallverhütungsdienstes der AUVA-Landesstelle Wien.
Die Betriebe können sich bei Ing. Manfred Albich unter der
E-Mail-Adresse [email protected] oder unter
[email protected] anmelden. Nähere Infos gibt es auf der Website
der AUVA unter www.auva.at/sicher-am-motorrad sowie bei den
Fahrtechnikzentren.
Die Kosten für die Kurse variieren je nach Fahrtechnikzentrum und
Zeitpunkt von 140 bis 200 Euro pro Teilnehmer und Tag. Pro Trainings
ist die Teilnahme von maximal zehn Personen vorgesehen. Geübt wird
mit den eigenen Zweirädern. Der Kurs besteht aus einem
Sicherheitstraining mit rund einer Stunde Theorie und fünf Stunden
Praxis. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Lenk-, Kurven-, Brems- und
Blicktechnik, Gefahren erkennen, Ausweich- und Notmanöver. Zielgruppe
sind Lenkerinnen und Lenker mit Zweirädern (ab 125 ccm, auch mit
Motorrollern) die ihr Fahrzeug beruflich oder auf dem Weg zur Arbeit
verwenden. Im Visier die AUVA-Landesstelle Wien ist die Senkung der
Wegunfälle und Arbeitsunfälle im engeren Sinn. Motorradunfälle führen
zu schweren gesundheitlichen Schäden bei den Betroffenen und zu
langen Ausfallszeiten für den Betrieb. Die durchschnittlichen Kosten
bei Wegunfällen liegen mit mehr als 13.000 Euro um 20 Prozent über
den durchschnittlichen Kosten von Arbeitsunfällen.
Fotolink:
http://auva.celumimagine.com/pindownload/login.do?pin=RC6XY
PIN-Code: RC6XY
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 500.000
Selbständige sowie 1,5 Millionen Schulkinder und Studierende. Die
Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich
und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten
rund 150.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern
Meidling und Lorenz Böhler sowie rund 1.900 Patienten in den
Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg,
die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als
soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der
Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der
AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren
Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle
Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.
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