• 21.05.2014, 17:06:41
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Eröffnung des geomagnetischen Teils des Conrad Observatoriums in Muggendorf

LH Pröll und BM Mitterlehner: Setzen auf Rohstoffe Bildung, Wissenschaft und Forschung

Utl.: LH Pröll und BM Mitterlehner: Setzen auf Rohstoffe Bildung,
Wissenschaft und Forschung =

St. Pölten (OTS/NLK) - Nach knapp vier Jahren Bauzeit wurde heute,
Mittwoch, am Trafelberg in Muggendorf der geomagnetische Teil des
Conrad Observatoriums eröffnet. Das Conrad Observatorium der
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist fast
vollständig unterirdisch angelegt und ist eines der modernsten
geophysikalischen Observatorien der Welt. Errichtet wurde es von der
Bundesimmobiliengesellschaft. Investiert wurden 8,5 Millionen Euro,
das Land NÖ förderte das Projekt mit zwei Millionen Euro. Die
Eröffnung nahmen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundesminister Dr.
Reinhold Mitterlehner, ZAMG-Direktor Dr. Michael Staudinger und Dr.
Roman Leonhardt, Leiter des Conrad Observatoriums, vor.

"Unser Ziel ist es, ein Land von Talenten und Patenten zu werden",
so Pröll. Niederösterreich setze auf die Rohstoffe Bildung,
Wissenschaft und Forschung. Das Conrad Observatorium sei dafür nur
eines von vielen Beispielen. "Es ist wichtig, dass wir entsprechende
Wissenschaftsinfrastruktur vorantreiben", so Pröll. Aufgabe der
Politik sei es, verantwortungsvoll mit Steuergeld umzugehen. Auf dem
Trafelberg werde etwas für die Gesellschaft und die nächsten
Generationen geleistet. Auf die Frage, warum sich Niederösterreich so
stark in der Wissenschaftspolitik engagiere, sagte der
Landeshauptmann: "Weil wir gut daran tun, als Bundesland eine
effiziente Wissenschaftspolitik im Hinblick auf die gesamte Republik
zu betreiben." Er betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung
der Wissenschaftsachse in Niederösterreich und hob betreffend des
heurigen Jahres der Wissenschaft das Promotionsrecht der
Donau-Universität Krems, die Karl-Landsteiner-Privatuniversität für
Gesundheitswissenschaften, das Fünf-Jahres-Jubiläum des IST Austria
in Klosterneuburg und MedAustron in Wiener Neustadt hervor.

Wir würden in einer Wissensgesellschaft leben und Niederösterreich
sei ein Partner, der genau das umsetze, so Mitterlehner. Mit dem
Conrad Observatorium sei in die Zukunft investiert worden. Der
Minister bezeichnete das Projekt als ein "gutes Beispiel für die gute
Kooperation zwischen dem Bund und den Bundesländern". "Unser
Rohstoffkapital ist der Forscherbereich, aber auch Kultur und
Bildung. Wir müssen daher schauen, dass die Rahmenbedingungen
stimmen", so Mitterlehner.

Das Conrad Observatorium besteht aus rund zwei Kilometern an
Stollen und Schächten unter nahezu störungsfreien Messbedingungen bei
konstanter Temperatur. 2002 wurde der seismisch-gravimetrische Teil
eröffnet, nun der geomagnetische Teil. International besonders ist,
dass die beiden Teile Forschung am letzten Stand der Technik für
unterschiedliche Fachbereiche an einem Ort ermöglichen. "Wissenschaft
muss vernetzt sein. Über 30 Partner und Institutionen aus mehreren
Ländern sind hier bereits tätig. Ein Ziel für die nächsten Jahre ist,
die Position des Observatoriums als nationales und internationales
Kompetenzzentrum für Forschung und Industrie weiter auszubauen", so
ZAMG-Direktor Staudinger.

"Dieses Observatorium ist ein geowissenschaftliches
Observatorium", so Leiter Leonhardt. Der geomagnetische Teil des
Observatoriums diene der Erforschung des Magnetfeldes der Erde. "Das
Magnetfeld der Erde ist eines der unsichtbaren immer präsenten
Felder, die unser Leben auf der Erde ermöglichen", so Leonhardt.
Dieses schütze die Erde vor kosmischer und solarer Strahlung und
ändere sich zum Teil sehr stark, in den letzten 200 Jahren sogar
ungewöhnlich schnell. "Dies wirft Fragen auf, was damit in Zukunft
passiert. Auch die Erfassung des sogenannten Sonnenwinds ist von
großem Interesse, da er die Telekommunikation, Navigationssysteme,
Stromversorgungseinrichtungen und Sicherheitssysteme massiv
beeinflussen kann", so Leonhardt.

Nähere Informationen: Zentralanstalt für Meteorologie und
Geodynamik (ZAMG), Thomas Wostal, Telefon 0664/75 05 71 09, e-mail
thomas.wostal@zamg.ac.at, Bundesministerium für Wissenschaft,
Forschung und Wirtschaft, Felix Lamezan-Salins, Telefon 01/711
00-5128, e-mail felix.lamezan-salins@bmwfj.gv.at,
BIG-Bundesimmobiliengesellschaft, Ernst Eichinger, Telefon 05/0244
1350, e-mail ernst.eichinger@big.at, www.zamg.at.

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