- 21.05.2014, 13:00:37
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Infragestellung des Kreuzes erweist dem Friedensprojekt Europa keinen Dienst
Scharfe Kritik übt der Katholische Familienverband an der Aussage von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, das Kruzifix aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.
Utl.: Scharfe Kritik übt der Katholische Familienverband an der
Aussage von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, das Kruzifix
aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. =
Wien (OTS) - "Eine Woche vor der EU Wahl eine Kreuzdebatte
anzuzetteln ist populistisch und erweist dem "Friedensprojekt Europa"
absolut keinen Dienst", sagt Alfred Trendl, Präsident des
Katholischen Familienverbandes, "Religion ist für viele Europäer Teil
des Lebens, und religiöse Symbole geben Halt und Orientierung im
Alltag." Mit Befremden reagiert Trendl auf den Vorstoß von
EU-Parlamentspräsident und deutschen SPD Spitzenkandidaten zur
EU-Wahl, Martin Schulz, das Kreuz aus öffentlichen Gebäuden zu
verbannen.
Religion in den privaten Bereich zurückzudrängen ist für den
Präsidenten des Katholischen Familienverbandes ein Zeichen eines
totalitären Staates und habe mit einer demokratisch legitimierten
Trennung von Staat und Kirche nichts zu tun. "Toleranz und
Religionsfreiheit bedeutet aufeinander zuzugehen und zuzuhören,
Kreuze aus den öffentlichen Gebäuden zu entfernen, ist ein falsch
verstandener Akt der Toleranz", sagt Trendl und weist Schulz Aussage
entschieden zurück. "Nachdem Martin Schulz seine Aussage mittlerweile
relativiert hat, fallen solche Wortmeldungen primär in die Kategorie
Unkenntnis und Respektlosigkeit."
Trendl weist darauf hin, dass im abendländisch geprägten Europa
Feste mit religiösem Hintergrund nach wie vor den Jahresablauf
strukturieren und als Taktgeber dienen. Dass in Österreich ein
grundsätzliches Interesse an religiös geprägten Werthaltungen
herrsche, zeige die Tatsache, dass viele Eltern ohne religiöses
Bekenntnis ihre Kinder zum Religionsunterricht anmelden.
Religion und die damit verbunden Symbole haben für viele Menschen
ein sehr hohe Bedeutung, deren Abwertung zeugt von Intoleranz und
verletzt die Gefühle gläubiger Menschen. "Religiöse Symbole prägen
auf der ganzen Welt das Leben der Menschen. Wer zu diesen Symbolen
steht, akzeptiert selbstverständlich Symbole und Zeichen aller
Religionen", sagt Trendl. Für ihn hat es daher gute Gründe, dass in
Europa im Zentrum der Städte meist eine Kirche und nicht eine Bank-
oder ein Versicherungspalast steht.
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