• 21.05.2014, 11:22:13
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Familien geben 670 Euro für Nachhilfe aus

AKNÖ-Präsident Wieser fordert Ausbau von ganztägiger schulischer Betreuung

Utl.: AKNÖ-Präsident Wieser fordert Ausbau von ganztägiger
schulischer Betreuung =

Wien (OTS/AKNÖ) - Niederösterreichische Familien greifen für die
Nachhilfe tief in die Tasche. Das zeigt eine Erhebung der NÖ
Arbeiterkammer. Für AKNÖ-Präsident Markus Wieser steht fest:
"Nachhilfe ist nicht für alle gleich leistbar. Wir brauchen deshalb
an den Schulen dringend mehr und zielgerichtete ganztägige
Betreuungsangebote."

Nachhilfe ist längst fester Bestandteil vieler Schulkarrieren. Jeder
vierte niederösterreichische Haushalt hat während des Schuljahres
bzw. im Sommer externe Nachhilfe in Anspruch genommen. 670 Euro haben
die Betroffenen ausgegeben - ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, da
waren es noch 625 Euro. Damit liegt Niederösterreich im
Österreich-Vergleich der höchsten Nachhilfe-Ausgaben auf Platz vier -
nach Wien, Vorarlberg und Kärnten. Bundesweit geben Eltern insgesamt
ca. 109 Millionen Euro für das Lernen außerhalb der Schule aus,
allein 19 Millionen davon zahlten die Eltern aus Niederösterreich.
Diese Entwicklung schlägt sich gravierend auf das Haushaltsbudget
nieder. "Knapp die Hälfte der Eltern, die bezahlte Nachhilfe in
Anspruch nehmen, fühlt sich dadurch finanziell stark belastet. Für
einkommensschwache Haushalte oder AlleinverdienerInnen ist Nachhilfe
immer weniger leistbar. Das verstärkt zusätzlich die
Bildungsungerechtigkeit", erklärt AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner
und erinnert auch daran, dass vier von fünf Eltern regelmäßig mit
ihren Kindern zu Hause lernen müssen.

In Niederösterreich macht sich vor allem der Mangel an geeigneten
Unterstützungsangeboten in der Nachmittagsbetreuung bemerkbar. Nur
ein Fünftel der Haushalte kann auf schulische Nachmittagsbetreuung
zurückgreifen. "Durch eine Ausweitung des Angebots an hochwertigen,
ganztägigen Schulformen mit individueller Förderung könnten in
Zukunft viele SchülerInnen die Lernziele erreichen, ohne dass die
Eltern für teure Nachhilfe bezahlen oder daheim Lehrer spielen
müssen", sagt AKNÖ-Präsident Markus Wieser. Dies wird auch durch die
aktuelle Studie untermauert, in der zwei Drittel der Betroffenen
angeben, dass durch die Nachmittagsbetreuung weniger oder gar keine
Nachhilfe mehr nötig ist.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie und Tipps für die Nachhilfe
finden Sie unter noe.arbeiterkammer.at

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