Gesundheitsreform - Stronach/Vetter: Staat ist nicht das Allheilmittel

Mehr Eigenverantwortung des Einzelnen ist die Lösung für der Probleme des aktuellen Systems

Wien (OTS) - "Warum funktioniert die Planwirtschaft nicht, aber die Marktwirtschaft schon? Weil die Menschen da an sich selbst glauben und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Ebenso muss es in der Gesundheitspolitik sein: Die Eigenverantwortung des Einzelnen ist die Lösung für die Probleme, nicht der Staat, die Funktionäre oder die 22 Sozialversicherungsträger, die wir uns leisten. Die Politik weckt zu hohe Ansprüche, doch es ist der falsche Weg, den Staat als Allheilmittel einsetzen zu wollen", stellte Team Stronach Abgeordneter Georg Vetter in der Gesundheitsdebatte der Aktuellen Stunde fest.

"Freiheit oder Kollektivismus - diese Begriffe bilden ein Spannungsverhältnis, in dem sich die gesamte Politik bewegt", so Vetter. Dasselbe gelte auch für die Gesundheitspolitik, wie sich in der heutigen Diskussion sehr klar gezeigt habe. "Die einen sagen, Geld darf keine Rolle spielen und ein Betriebswirt hat in einem Spital nichts verloren. Auf der anderen Seite gibt es das moderne Forschungsfeld der Gesundheitsökonomie. Tatsache ist, dass auch Gesundheit etwas kostet und davor kann die Politik nicht die Augen verschließen", machte Vetter aufmerksam und verwies auf ein gängiges Beispiel dafür, dass hier etwas falsche laufe: "Wenn ein Arzt eine Behandlung empfiehlt, der Patient diese haben möchte und der Chefarzt, der den Staat vertritt, "Nein" sagt - so etwas darf es in Wirklichkeit nicht geben", betonte Vetter. Dass dies dennoch vorkomme, sei darauf zurückzuführen, dass "wir ein System haben, das den Staat stärkt und die Sozialversicherungen in den Vordergrund stellt und nicht den Patienten"; kritisierte Vetter.

Vetter könne es deshalb auch nicht mehr hören, dass "die Gesundheitsleistungen ausgeweitet werden müssen" und appellierte an den Gesundheitsminister: "Sie haben es sicher gut gemeint, als Sie gesagt haben, die Menschen sollen weniger Salz oder Zucker essen. Aber dafür sind Sie nicht zuständig! Sie wecken zu große Erwartungen an den Staat, wenn Sie glauben, für die Ernährung der Menschen zuständig zu sein. Die Hauptaufgabe des Staates sollte sein zu sagen:
Leute, ihr seid für eure Gesundheit selbst verantwortlich!" Man müsse damit aufhören, eine Mentalität zu fördern, die Menschen seien nicht für sich selbst verantwortlich, so der Team Stronach Abgeordnete.

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