Stronach/Franz: Gesundheitssystem ist teuer und ineffizient

Kein Arzt, Apotheker, Pfleger oder Patient ist in Reform eingebunden

Wien (OTS) - "Reden vom höchsten Gut - der Gesundheit und Gesundheitsversorgung", forderte Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz in seinem Debattenbeitrag zur Aktuellen Stunde des Team Stronach. Er kritisierte, "das Gesundheitssystem ist ein Spielball der Politik, nicht Mediziner, sondern Gesundheitspolitiker planen. Kein Arzt, Apotheker, Pfleger oder Patient ist eingebunden, wenn eine Gesundheitsreform in Angriff genommen wird", beanstandet Franz. Er wüscht sich eine Fachleutegruppe, die Probleme und Notstände im Gesundheitssystem kennen - "bitte entwerft eine gescheite Gesundheitsreform für Österreich", so Franz.

Franz verglich die Gesundheitsvorsorge mit einem Autokonzern, der ein neues Auto ohne Konstrukteure und Techniker entwickelt und nur auf die Verkäufer hört: "Es wird nicht fahren; in der Gesundheitsvorsorge ist es ähnlich". So funktionieren die Abkommen zwischen Bund und Länder "nur, wenn alle mitrennen". Auch die Kostendämpfung sei in Zeiten des Sparzwangs grundsätzlich notwendig, "aber die Ausführung mit der Koppelung ans Wirtschaftswachstum ist fragwürdig. Man kann die Gesundheitsversorgung nicht vom Wirtschaftswachstum abhängig machen!"

Was auch nach der angekündigten Gesundheitsreform bleibe sind Föderalismus, Fleckerlteppich und Selbstverwaltung - in Wahrheit ändert sich nichts!", kritisierte Franz. Auch das Krankenkassensystem, das aus dem 19 Jahrhundert stammt sei heute mit den Beiträgen nicht finanzierbar "und ist nicht sozial, weil man durch die Berufsgruppenzugehörigkeit in ein System gepresst wird. Wir haben ein Zwangssystem, das Parlament hat kaum Mitspracherecht. Das ist sehr bedenklich", warnte Franz. Es gehe beim System der Kassen nur um Pfründe und Postenschacher.

Der Team Stronach Gesundheitssprecher warnte, das Gesundheitssystem werde gefährlich, lebensgefährlich! "Gefährdete Patienten sterben früher, weil die Versorgungsstruktur schlecht ist!", so Franz. Rund 250.000 Menschen leiden in Österreich an Herzinsuffizienz - "nur die Hälfte wird versorgt! Der Hauptverband weiß das, eine angekündigte Kampagne wurde aber nicht umgesetzt. Tausende Lebensjahre gehen verloren, weil die Versorgung schlecht ist - das ist ein dramatischer Befund!", warnte Franz. Er erinnerte, dass sich rund 30 Prozent der Österreicher für krank halten, in Schweden sind es 17 Prozent - "bei einem billigeren System!"

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