Starker Preisanstieg bei Immobilien in Niederösterreich

Enorme Zuwächse bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern im Umland der Städte

Wien (OTS) - Niederösterreich ist eigentlich ein günstiges Land, wenn es um Immobilienpreise geht. Gebrauchte Eigentumswohnungen sind etwa 30 Prozent billiger als im österreichischen Durchschnitt, Einfamilienhäuser liegen knapp unter dem bundesweiten Median. In den vergangenen 12 Monaten gab es aber einen enormen Aufholprozess. Laut einer aktuellen Studie von IMMOBILIEN.NET stiegen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen in Niederösterreich um 6 Prozent auf 1.990 Euro pro Quadratmeter im Median, bei neuwertig sanierten Objekten um über 8 Prozent auf 2.558 Euro. Neubauprojekte legten im selben Zeitraum ebenfalls knapp 6 Prozent zu und kosten aktuell 3.131 Euro pro Quadratmeter im Schnitt. Auch bei gebrauchten Einfamilienhäusern gab es einen Anstieg über der Inflation mit 3 Prozent auf 1.916 Euro. Lediglich bei den neuen Einfamilienhäusern wurde ein Rückgang in der Höhe von knapp 5 Prozent auf 2.279 Euro verzeichnet. "Die Immobilienpreise in Niederösterreich sind im bundesweiten Vergleich noch relativ günstig. Abseits der Agglomerationen rund um die großen Städte gibt es also noch einen ordentlichen Aufholbedarf, der durch eine gesteigerte Sanierungstätigkeit noch zusätzlich angefacht wird. Zusätzlich treibt das stark nachgefragte Wiener Umland die Preise in die Höhe", erklärt Alexander Ertler, Immobilienexperte von IMMOBILIEN.NET, die starken Preisanstiege in Niederösterreich.

Tulln neues Topentwicklungsgebiet

Einer der herausragenden Bezirke in der Immobilienpreiseentwicklung ist Tulln. Angezogen durch die Nähe zu Wien und die noch relativ günstigen Preise ist die Nachfrage nach Wohnraum im Nordwesten von Wien, insbesondere in der Stadt Tulln, sehr hoch. Das spiegelt sich auch in den Immobilienpreisen wieder. Gebrauchte Eigentumswohnungen stiegen in den vergangenen 12 Monaten im Schnitt um 12 Prozent auf 1.897 Euro pro Quadratmeter, neuwertig sanierte um 6 Prozent auf 1.915 Euro. Neubauprojekte stagnierten im selben Zeitraum, mit 3.687 Euro pro Quadratmeter im Median. Jedoch liegt der Preis für eine Neubauwohnung damit sogar noch höher als im hochpreisigen Mödling und liegt damit niederösterreichweit an erster Stelle. Gebrauchte Einfamilienhäuser stiegen im Schnitt um knapp 4 Prozent auf 1.909 Euro pro Quadratmeter, bei neuen Häusern gab es eine Stagnation bei 2.491 Euro. "Südlich von Wien bezahlt man mittlerweile fast schon Stadtpreise bei Eigentumswohnungen. Deshalb suchen die Menschen nach neuen, noch günstigen Wohngebieten. Vor allem die verbesserte Verkehrsinfrastruktur hat dafür gesorgt, dass Viele mittlerweile in den Nordwesten von Wien ausweichen. Bei einer Fahrzeit von unter einer halben Stunde mit Auto oder Bahn nach Wien, bewegt sich Tulln hier auf der Überholspur", interpretiert Alexander Ertler, die starken Preisanstiege.

Starke Zuwächse im Umland von Wiener Neustadt und St. Pölten

Ein weiterer Trend zeigt sich rund um die großen Städte in Niederösterreich. Insbesondere im Umland von St. Pölten und Wiener Neustadt steigen die Preise sehr stark. In den vergangenen 12 Monaten stiegen die Kosten für gebrauchte Eigentumswohnungen in St. Pölten Land um knapp 6 Prozent auf 1.088 Euro pro Quadratmeter, gebrauchte Einfamilienhäuser sogar um knapp 13 Prozent auf 1.773 Euro und neue Einfamilienhäuser um über 7 Prozent auf 1.972 Euro pro Quadratmeter. Ähnlich die Entwicklung in Wiener Neustadt Land. Gebrauchte Eigentumswohnungen stiegen im Analysezeitraum um über 6 Prozent auf 1.099 Euro, neuwertig sanierte um knapp 7 Prozent auf 1.393 Euro pro Quadratmeter. Neue Einfamilienhäuser legten um knapp 8 Prozent auf 2.011 Euro zu. "St. Pölten und Wiener Neustadt sind zu klein um die Anziehungskraft großer Städte zu entwickeln. Urbaner Flair, wie er etwa in Wien oder Graz vorhanden ist, gibt es hier nicht. Der Wunsch in der Innenstadt zu wohnen ist deshalb eher gering ausgeprägt. Dafür locken die sehr günstigen Eigentumspreise im Grünen, rund um die Städte, von denen man in wenigen Minuten das Zentrum erreich", erklärt Alexander Ertler die starken Zuwächse der Immobilienpreise im Umland der großen niederösterreichischen Städte.

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